Mit 500 Einsatzkräften hat die Polizei am heutigen Tag Wohnungen und linke Szenetreffs in mehreren Bundesländern wegen eines Brandanschlags im September 2025 durchsucht. Im Fokus stehen vier Verdächtige – doch Festnahmen gibt es keine. Anschläge auf die Infrastruktur häufen sich und haben oft fatale Folgen. Ein Blackout kann Jeden treffen. Bereiten Sie sich mit dem „Handbuch für die Flucht“ auf mögliche Extremsituationen vor. Hier mehr erfahren.
Die Polizei hat am Dienstagmorgen mit 500 Einsatzkräften in Brandenburg, Düsseldorf, Hamburg und Berlin mehrere Wohnungen und Räumlichkeiten durchsucht. Die Razzia steht im Zusammenhang mit dem schweren Brandanschlag am 9. September 2025 auf die Stromversorgung des Technologieparks Adlershof. Mutmaßliche Linksextreme zündeten seinerzeit zwei 110-Kilovolt-Hochspannungsmasten an.
Allein in der Hauptstadt ist von 14 betroffenen Objekten die Rede. Die Aktion bezog sich unter anderem auf Räume der Anarchistischen Bibliothek Kalabalik in der Reichenberger Straße in Kreuzberg und Räumlichkeiten in der Schererstraße in Wedding. Ebenfalls durchsucht wurde der linke Kollektiv-Spätverkauf L5 in der Lenaustraße in Neukölln. In Treptow-Köpenick, Pankow und Kreuzberg fanden ebenfalls Razzien statt.
Betroffen waren neben den Wohnungen der Verdächtigen auch Räume von Bekannten und Verwandten. Es wurden Mobiltelefone, Laptops und Unterlagen sichergestellt. Festnahmen gab es zunächst nicht.

Der Anschlag im vergangenen Jahr hatte verheerende Folgen: Im Südosten Berlins waren 50.000 Haushalte und 2.000 Gewerbe für etwa 60 Stunden ohne Strom. Die verursachten Schäden beliefen sich auf bis zu 70 Millionen Euro. Auf der berüchtigeten Plattform Indymedia erschien schließlich ein Bekennerschreiben, indem die Brandstifter ihre Tat als „effektive Systemunterbrechung“ bezeichnete.
Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) erklärte:
Die heutigen Durchsuchungen zeigen, dass wir jeden Hinweis mit höchster Priorität verfolgen. Wer unsere kritische Infrastruktur angreift, greift die Sicherheit unserer gesamten Stadt an. Das werden wir nicht hinnehmen.
Der Fokus der Ermittlungen richtet sich gegen vier Verdächtige: zwei Männer aus Berlin, eine Frau aus Hamburg und einen Mann aus München. Bei dem Münchner soll es sich um einen bundesweit bekannten Anarchisten mit dem Decknamen „Manuel“ handeln. Ob die vier Verdächtigen letztlich wegen des Brandanschlags angeklagt werden können, hängt nun von der Auswertung der sichergestellten Geräte und Unterlagen ab.
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