Es ist der Alptraum für Israel und die USA: Binnen 24 Stunden haben die Huthi-Milizen im Jemen eine Großoffensive durchgeführt und die gesamte Küste zum Roten Meer erobert. Damit kontrollieren sie die wichtige Meerenge, üben Einfluss auf die Weltpolitik aus. Doch warum ist dieser Konflikt geopolitisch so brisant? In unserer COMACT-Spezialausgabe „Schurkenstaat. Geschichte in Gegenwart Israels“ liefern wir alle Hintergründe. Sichern Sie sich deshalb noch schnell ein Exemplar, hier bestellen!
Die Großoffensive der Huthis, im Jemen als Ansar Allah bekannt, hat die Machtverhältnisse in dem seit über einem Jahrzehnt andauernden Bürgerkrieg weiter verschoben: Die gesamte Küste zum Roten Meer, inklusive strategisch wichtiger Inseln, wurde innerhalb kürzester Zeit erobert. Die Milizen, die eng mit dem Iran kooperieren und – gemeinsam mit der libanesischen Hisbollah, sowie bis zu dessen Sturz mit der syrischen Assad-Regierung – zur „Achse des Widerstands“ zählen, haben jetzt die vollständige Kontrolle über die Schifffahrt an einer der wichtigsten Verbindungen der Welt.
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COMPACT unterstützenWährend der Iran weiter die Straße von Hormus kontrolliert und über dieses Vehikel Druck ausübt, steht die Meerenge Bab al-Mandab jetzt unter Zugriff der Huthis, die von der jemenitischen Hauptstadt Sanaa aus weite Teile des Landes befreit haben – fast die gesamte Bevölkerung lebt im gebirgegen Westen des Jemen, den Osten durchziehen lediglich große Wüstenzonen. Die Gegenregierung, die u.a. von Israel und den USA unterstützt wird, hält sich zwar noch in der Stadt Aden, doch fast alle relevanten Städte sind jetzt in den Händen der Huthi. Zahlreiche Videos im Internet zeigen, wie lokale Milizen, vor allem die von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützen Verbände, den Rückzug antreten, es soll auch zu Massenkapitulationen gekommen sein. Doch wer sind die Huthis, über die im Westen nur wenig bekannt ist, obwohl sie geopolitisch zu den wichtigsten Akteuren im Nahen Osten gehören?
Die Huthis, eine unbesiegbare Macht
Es sind (zumeist) schiitische Krieger, die seit 2015 von rund einem Dutzend Staaten bekämpft wurden, trotzdem die Hauptstadt Sanaa eroberten und zuletzt ihre Macht durch das Überlaufen zahlreicher zuvor gegnerischer Milizen weiter ausbauen konnten. Mittlerweile haben sie rund 350.000 Kämpfer in ihren Reihen. Während ihnen, Zaiditen einer schiitischen Glaubensrichtung, lediglich die Schutzmacht Iran beisteht, haben sich in der von Saudi-Arabien aufgebauten Anti-Huthi-Koalition, welche die Gegenregierung von Abed Rabbo Mansur Hadi unterstützt, zahlreiche Staaten der Region zusammengefunden. Bahrain, Kuwait, Ägypten, Jordanien, Sudan und der Senegal versuchen, die erfolgreichen Emporkömmlinge militärisch zu besiegen.
Die Vereinigten Arabischen Emirate, Marokko und Qatar waren zeitweilig ebenfalls Teil der Allianz, haben sich jedoch zwischen 2017 und 2019 aus dem Konflikt zurückgezogen. Als wäre das Kräfteverhältnis nicht einseitig genug, werden die Huthi-Gegner noch durch die genannten westlichen Großmächte logistisch unterstützt – und eben auch militärisch, wie bei den Angriffswellen 2024 und 2025. Trotzdem gelingt es ihnen nicht, Erfolge zu erzielen, im Gegenteil. Selbst eine Großoffensive auf die wichtige Hafenstadt Hodeidah, zu der 80.000 Soldaten unter Führung der vom Westen und Saudi-Arabien unterstützen Gegenregierung angetreten sind, konnte keinerlei Fortschritte erzielen und hat jetzt, durch die Blitzoffensive, eine schwere Niederlage erlitten.
Was will der Westen im Jemen? Warum unterstützen Israel und die USA die Aggression gegen das jemenitische Volk? In unserer COMACT-Spezialausgabe „Schurkenstaat. Geschichte in Gegenwart Israels“ liefern wir alle Hintergründe. Sichern Sie sich deshalb noch schnell ein Exemplar, hier bestellen!




