Berlinale: Schulz fordert Regisseure auf, „gegen Rechts“ zu filmen

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SPD-Kandidat Martin Schulz nutzt die Berlinale, um Filmemacher politisch auf Linie zu bringen.

Wie in jedem Jahr lud die SPD Filmemacher und Fans in die Parteizentrale, um dort in hipper Atmosphäre mit Schaumwein und Imbiss den verbalen Austausch zu fördern. Über solche Selbstinszenierung konnte man sich bislang amüsieren, da sie auf harte Propaganda verzichtete. Bis zu jetzt. Jetzt konnte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz laut einem Bericht der Welt nicht widerstehen, die Filmemacher politisch zu vereinnahmen.

Denn wo Terror und Propaganda wüteten, so der Kanzlerkandidat, da müsse das Medium Film die Augen öffnen für Sachverhalte, „die wir manchmal nicht sehen“. Was er damit meint, stellt Schulz sofort klar: „Warum braucht es den Kampf gegen Rechts, gegen rechte Gewalt, gegen den wiedererstarkenden Nationalismus? Warum müssen wir dafür sorgen, den Zugang zu Bildung für alle offen zu halten und niemanden auszuschließen? Was bedeutet Integration? Warum ist gescheiterte Integration so gefährlich und was können wir, was müssen wir dagegen tun?“

So stellt sich Schulz also den kommenden SPD-Film vor: Als Rechtfertigungspropaganda für Zensurmaßnahmen und Jagd auf Antiglobalisten („Rechte“). Wie wäre es denn mit einem Film über die Ursachen der neuen Armut und deren Zusammenhang mit der Agenda 2010?

Schulz erklärte außerdem, dass rechter und islamistischer Hass zwei Erscheinungen des gleichen Problems seien: Beide förderten Radikalisierung, die dort entstehe, wo sich „Risse und Gräben in unserer Gesellschaft auftun“. Nicht erwähnt wurde natürlich der Anteil des Establishments an dieser Spaltung der Gesellschaft.

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