Wie umgehen mit dem sprunghaft ansteigenden Wunsch nach Kriegsdienstverweigerung? Die entsprechenden Beratungsstellen sind mittlerweile überlastet, brauchen mehr Personal. Das Signal ist eindeutig: Junge Menschen wollen sich nicht verheizen lassen. Jetzt ein Zeichen setzen mit der wichtigen Druschba-Medaille, nur erhältlich bei COMPACT. Hier mehr erfahren.
Das ist eine unübersehbare Entwicklung: Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung schnellt nach oben. Das hat Folgen für die diesbezüglichen Beratungsstellen, die enorm herausgefordert sind. Das zuständige Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben erklärt bereits, „Strukturen anpassen“ zu müssen. Beispielsweise müssten rasch mehr Personen als Berater ausgebildet werden.
Zu den Zahlen: Allein von Januar bis Ende August dieses Jahres stellten mehr als 12.000 Menschen Anträge, mit denen sie geltend machen, den Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen verweigern zu wollen. Davon wurden nach aktuellen Angaben 7.025 Anträge anerkannt, 428 abgelehnt. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 wurden vergleichsweise wenige Anträge auf Kriegsdienstverweigerung vorgelegt, nämlich 3.879. Die Augsburger Allgemeine Zeitung hat sich dankenswerterweise ausführlich mit der Thematik befasst und dabei auch die Einrichtung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) vorgestellt. Dort werden solche Beratungen regelmäßig durchgeführt.
Beratung bringt Vorteile
Die Erfahrungen, und dies ist auch ein ausdrücklicher Hinweis an jüngere COMPACT-Leser, zeigen, dass Menschen großzügig anerkannt werden, die eine entsprechende Beratung durchlaufen haben. Eine Sprecherin des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben betonte, dass „eine allgemeine, formelhafte Begründung“ oft nicht ausreiche, die „individuelle Darstellung der persönlichen Beweggründe“ sei entscheidend,
Seit Beginn des Ukrainekriegs ist die Nachfrage nach Beratung bundesweit stark gestiegen. Das gilt auch für die EAK, wo man von einer Verzwanzigfachung solcher Beratungsgesuche spricht. Grund sein ziemlich eindeutig die Verabschiedung des Wehrdienstmodernisierungsgesetzes und die Versendung der Fragebögen zur Wehrerfassung.
Ausbildung weiterer Berater
Von den insgesamt 12.102 Anträgen in diesem Jahr bis Ende August kommen übrigens 10.775 von sogenannten Ungedienten, 1.194 von Reservisten und 133 von Soldatinnen und Soldaten. Ein EAK-Pfarrer: „In vielen Fällen ist es so, dass die Menschen sich sicher sind: Ich will den Kriegsdienst verweigern.“ Die Aufgabe der Beratung sei es, ihre persönlichen Gründe herauszuarbeiten und sie bei den Anträgen auf Kriegsdienstverweigerung zu unterstützen. Durch die vielen Anfragen reiche seine Zeit häufig nicht, um die einzelnen Gespräche so ausführlich wie nötig zu führen.
Angesichts der enormen Nachfrage würden gerade weitere 300 Personen für die EAK ausgebildet, um zum Thema Kriegsdienstverweigerung beraten zu können. Mit Blick auf die ab 2027 vorgesehene verpflichtende Musterung für wehrpflichtige Männer bestimmter Jahrgänge ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Beratungsgesprächen weiter ansteigen wir.
Das Signal ist eindeutig: Junge Menschen wollen sich nicht verheizen lassen. Jetzt ein Zeichen setzen mit der wichtigen Druschba-Medaille, nur erhältlich bei COMPACT. Hier bestellen.





