Assad bezeichnet Trumps Bodentruppen in Syrien als „Invasion“

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Letzte Woche schickten die USA weitere 400 Marines auf syrischen Boden. Im chinesischen Fernsehen zeigte sich Präsident Assad vom neuen US-Präsidenten enttäuscht. Die Russen stehen kurz davor, bei Raqqa auf US-Streitkräfte zu stoßen. Syrien und China nähern sich weiter an.

Die USA und verbündete kurdische und arabische Milizen versuchen Raqqa, die Quasi-Hauptstadt des Islamischen Staates in Syrien, zu erobern. Seit Donnerstag befinden sich 400 zusätzliche US-Marines auf syrischem Staatsgebiet. Die Zahl der US-Soldaten steigt demnach offiziell auf rund 1.000 (CIA-Personal und Privatarmeen nicht mitgerechnet) – kein einziger davon befindet sich legal im Land.

In Manjib im Regierungsbezirk Aleppo sollen die US-Boys Streitigkeiten zwischen der Türkei und den durch Washington unterstützten syrischen Milizen unterbinden, die Ankara als Bedrohung empfindet. Auch die Russen haben Truppen nach Manjib entsandt – auf Einladung der kurdischen Volksverteidigungseinheit YPG, die von den USA ebenfalls unterstützt wird.

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Der syrische Präsident Baschar al-Assad sagte am Sonntag dem chinesischen Fernsehen, dass er Trumps Gelöbnis, den IS zu bekämpfen, anfangs vielversprechend gefunden habe. „Wir hoffen, dass diese US-Administration umsetzt, was wir gehört haben“, wird er von Reuters zitiert. (1) Jedoch „haben wir hinsichtlich dieser Rhetorik noch nichts Konkretes gesehen“. Auf die eingesetzten US-Streitkräfte nahe Manjib angesprochen, sagte Assad: „Jedwede Truppen aus dem Ausland, die ohne unsere Einladung nach Syrien kommen, sind Invasoren.“ Seine Regierung glaube nicht, „dass dies helfen wird“. Er sähe aber noch immer die Chance auf eine Kooperation mit Trump – zumindest „theoretisch“.

Trump hatte freilich nie einen Hehl daraus gemacht, den IS mit allen Mitteln vernichten zu wollen. Theoretisch schloss das eine Zusammenarbeit mit Syrien und seinen Verbündeten auch nicht aus. „Wenn Putin ISIS die Hölle heiß machen will“, so Trump im Vorwahlkampf, „bin ich 100 Prozent dafür. Ich kann gar nicht begreifen, wie irgendwer dagegen sein könnte.“ (2) Dass ein fruchtbares Bündnis wirklich entsteht, ist jedoch mehr als zweifelhaft.

Trumps Nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn, der sowohl eine Détente mit Russland als auch einen kompromisslosen Kurs gegen den Islamismus vertrat, wurde vom medial-politischen Establishment wegen einer Annäherung mit Russland so lange unter Druck gesetzt, bis Trump nachgab und ihn unter dem Applaus des Establishments durch Gen. H.R. McMaster ersetzte. Der steht für Abschreckung, behauptete einst, Russland habe 2008 Georgien überfallen. „Ich könnte mir kaum ein besseres, fähigeres Nationales Sicherheitsteam als das jetzige vorstellen“, lobte ausgerechnet Russlandhasser John McCain Trumps Wahl. (3)

Das republikanische Urgestein Ron Paul weist darauf hin, dass Washingtons neokonservative Zirkel über die aktuelle Syrien-Strategie besonders angetan sind. „Intervention ist Intervention“, so Paul. „Ich fürchte, wenn wir jetzt eskalieren und Bodentruppen nach Syrien schicken, folgt daraus nichts Gutes.“ (4)

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Assad erwähnte, dass die von Russland gedeckte syrische Armee „sehr kurz“ davor sei, die von US-Truppen kontrollierten Gebiete um Raqqa herum zu erreichen. Der Kampf um die Stadt habe für ihn „Priorität“. Seine Armee schlage jedoch parallel auch in der nahezu komplett vom IS infizierten Region Deir al-Zor zu.

Die Kooperation zwischen syrischen und chinesischen Geheimdiensten im Kampf gegen militante Uiguren, die sich dem Aufstand gegen ihn angeschlossen hatten, lobte Assad explizit. Die Beziehungen mit Peking würden stetig besser. China hatte im Sommer 2016 angekündigt, sich im Konflikt an die Seite Russlands zu stellen. Im Februar blockierten beide Großmächte UN-Sanktionen gegen Syrien, die aufgrund angeblicher Chemieangriffe während des Krieges verhängt werden sollten.

Die bisherigen Anstrengungen der USA gegen den IS beschrieb der 51-jährige Alewit als „nur ein paar wenige Aktionen“. Ein weitaus umfassenderer Einsatz sei notwendig. Die Strategie von Barack Obama war es, sogenannte islamistische Rebellen zu unterstützen, um Assad zu stürzen und Syrien nach dem Vorbild Jugoslawiens zu balkanisieren. Durch russische und iranische Unterstützung gelang es syrischen Truppen vor drei Monaten, in dem durch die USA, Israel, Saudi-Arabien und weiterer Staaten angezettelten Krieg die Oberhand zu gewinnen.

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(1) http://www.reuters.com/article/us-mideast-crisis-syria-assad-idUSKBN16I0AU
(2) https://www.youtube.com/watch?v=Uz7fKJ5oIaA
(3) http://www.thedailybeast.com/articles/2017/02/20/trump-taps-general-who-doesn-t-back-down.html
(4) http://ronpaulinstitute.org/archives/featured-articles/2017/march/09/race-for-raqqa-major-us-escalation-in-syria/

Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

28 Kommentare

  1. Avatar

    Michael Flynn als nationalen Sicherheitsberater fallen zu lassen und stattdessen H.R. McMaster zu ernennen, war der erste schwere Fehler Trumps. Was für eine Art von Veränderung soll denn zum Schluß dabei heraus kommen, wenn er unter dem Druck des politisch-medialen Verbrecher-Kartells die Veränderer nach und nach feuert und sich eine Art von Berater ins Amt holt, die sich auch Clinton geholt hätte, sprich Kriegstreiber.

    Außerdem: wie attraktiv ist es für wirkliche Reformer, einen Präsidenten zu unterstützen, auf dessen uneingeschränkte Loyalität man sich nicht verlassen kann – mit so einer Haltung vergrault er die guten Leute, wenn er so weiter macht. Sehr bedauerlich.

  2. Avatar

    Tatsache ist wohl, daß Trump vor dem "tiefen Staat" in Washington sehr schnell eingeknickt ist. Entweder haben sie ihm mit einem Attentat a la Kennedy gedroht …
    Jedenfalls hat Assad recht, wenn er sagt, daß sich US-Militär in jedem Fall illegal im Land befindet; denn er hat sie im Gegensatz zu den Russen nicht eingeladen. Tatsächlich sind die USA nach wie vor mit den Leuten verbündet, wie z.B. den Saudis, die Assad weg und Syrien destabilisiert haben wollen. Auch dürfte inzwischen bekannt sein, daß die USA den IS und andere seiner Gegner geradezu herangezüchtet haben, sie nach wie vor mit dubiosen Assadgegnern paktieren – Mißtrauen ist da angebracht!
    Vor allem, da er sich gegen die "Crounies" nicht durchsetzen konnte. Da hätte er nämlich von Anfang an Kante zeigen müssen und nicht Leute seines Stabes entlassen, die diesen nicht gefielen und durch denen angenehmere Personen ersetzen! – Das geht für einen ernst zu nehmenden Reformer garnicht!

    Da hätte er sich besser noch intensiver mit russischer Geschichte beschäftigen sollen und dann eher Ivan IV zum Vorbild nehmen – der hat nämlich seinen total verfilzten und korruptionsanfälligen Hofstaat alle paar Jahre über die Klinge springen lassen! Auch um Anschlägen gegen seine Person vorzubeugen. Der hat auch aufgerüstet – aber nur im eigenen Land und gegen seine Schranzen. Das ist in Washington auch lange überfällig und nötig – wahrscheinlich seit 1913 oder früher!

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      Karl Blomquist am

      @Livia
      "Tatsache ist wohl, daß Trump vor dem "tiefen Staat" in Washington sehr schnell eingeknickt ist. Entweder haben sie ihm mit einem Attentat a la Kennedy gedroht …"

      Fürchte ich auch, irgendetwas in der Art muss da passiert sein. Auch wenn wir es nicht hoffen wollen, es uns auch sehr unwahrscheinlich scheint, und es bis jetzt auch keine Inzien gibt: Es gäbe theoretisch auch noch die Möglichkeit, dass Trump von Anfang nur Theater gespielt hat. Aber erst einmal wollen wir nicht davon ausgehen.

      Warum auch immer er nun auf Globalistenlinie einschwenkt: der Wiederaufbau der USA ist in diesem Fall nicht möglich, das hieße es ginge nach wie vor wie bei Clinton, Obama, Bush in Richtung Untergang.
      Noch schlimmer: die USA behalten in dem Fall ihren Destabilisierungskurs bei – und forcieren die mohammedanische Masseninvasion gegen Mitteleuropa.

      Ob uns vielleicht der Ablauf des Besuchs der CIA-Agentin Merkel bei Trump, wenn nicht wieder ein Schneesturm das verhindert, etwas Klarheit verschafft?
      Denn ein starker Donald Trump, der fest im Sattel sitzt und wirklich eine Kursänderung will, würde sich einfach Merkels Rosenholz-Datei und ihre CIA-Akte kommen lassen und die Globalistenmarionette feuern.

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    Rechtsstaat-Radar am

    Wer heute das "Morgenmagazin" schauen und einfach nur kurz Nachrichten sehen wollte, der musste miterleben, wie der Staatsfunk im öffentlich-rechtswidrigen Fernsehen von ARD und ZDF nun die üblich Lala-Land-Propaganda anwirft, um bei der (noch) lenkbaren Masse die Akzeptanz für den Umvolkungsturbo anzuwerfen, der nach der Wahl von den Volks- und Hochverrätern in CDU/CSU, SPD und den derzeit im Buntentag sitzenden sog. "Oppositionsparteien" angeworfen werden soll: der FAMILIENNACHZUG all der echten oder vermeintlichen Merkel-Syrer.

    Jetzt bringt die öffentlich-rechtswidrige Propaganda pausenlos hochwirksam aufbereitetes Tränen-Propaganda über syrische Kinder und deren Schicksal. Bei der Masse der Durchschnittskartoffeln soll jetzt die Tränendrüse Akzeptanz schaffen, soll der Wunsch nach Rettung all dieser syrischen Kinder auf deutschem Boden geweckt werden. Und so saß dann auch die absolut typische Alt-68er-Visage mit ockergelbem Steinbruch im Mund auf der Mattscheibe und erzählte, was er Schlimmes in Syrien gesehen habe. 44 Kinder seien in Syrien gestorben oder verwundet worden. Kalr, dass wir Deutsche jetzt in der Verantwortung sein sollen, natrülich nur wir, denn nur hier und in Deutschland kann den syrischen Kindern, geholfen werden. Gerade wir Deutsche, angesichts unserer Geschichte… Die kleinen Muslimjungs sollen doch hier auf unsere Kosten und in ihren syrischen Großfamilien erwachsen werden dürfen, damit sie dann auch regelmäßig auf der Domplatte in Köln und anderen Städten Deutschlands Jagd auf deutschen Mädchen und Frauen machen können. Letzteres sagte die Betroffenheit-Visage, ein typischer Vertreter der Asylmissbrauchsprofiteure, derene jämmerliches Berufslebend aran hängt, den Strom an Muslimzuwanderung immer schon laufen zu lassen, nicht.

    Jetzt soll die gelenkte Kartoffel sturmreif gelogen werden. Tränendrüsengeschichten, fiese Bilder und ein rot-grüner Betroffenheitstrottel nach dem nächsten, der sein immer gleiches Propagandageseier ablässt. Der FAMILIENNACHZUG kommt, denn er ist von der Hochverrats-CDU und gemeingefährlichen SPD gewollt. Nun wird Akzeptanz dafür herbei propagandiert!

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      Einfach abwählen, diese Nullen. Im Herbst wird der Deutsche sein Schciksal entscheiden. ist er so blöd, wie man ihn halten muss, wählt er die Altpartein CDU/SPD, dann ist sein Schciksaql besiegelt. Wählt er sie nicht, sondern die "Opposttionen" Grüne/LInke, hat er das gleiche. lDie FDP hilft ihm auch nichdt weiter, obschon die ja noch nichdt geanz so bescheuert reden wie die anderen. Nur die Wahl der AFD verhütet weiteres Unheil in diesem Land, obwohl die es ja mit den prekären Schichten im unteren Drittel auch nicht gut meinen.

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    WaltherDachs am

    Wie gehabt.An der imperialistischen Außenpolitik der USA wird sich auch unter Trump nichts ändern,die üblichen Drohungen gegen Nord-Korea,US-Soldaten in über 70 Ländern außerhalb der USA,es läuft alles wie bisher.Übrigens haben russische Soldaten im Nahen Osten sowenig etwas zu suchen wie amerikanische.

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      Der Einsatz der Russen ist einwandfrei und wasserdicht vom Völkerrecht gedeckt.

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    Volker Spielmann am

    Wie immer kann auch in Syrien beim Kampf ums Öl viel oder wenig passieren

    Die Sache in Syrien kann noch heiter werden: Denn Rußland muß hier den Wert seiner Freundschaft beweisen und nur wenn man auf russischen Beistand gegen die VS-Amerikaner und ihre Vasallen hoffen kann, hat es einen Wert mit Rußland verbündet zu sein; zwar ist Rußland zu schwach, um den VS-Amerikanern und deren Vasallen die Spitze bieten zu können, aber dafür ist es mit China verbündet; und das Bündnis mit Rußland ist für China von unschätzbaren Wert: Wegen des Ackerlandes, des Rohstoffreichtums und vor allem wegen der geographischen Lage, die zum Sprungbrett nach Europa und in den Nahen Osten dient, sowie des gewaltigen Atomwaffenarsenals, damit die VS-Amerikaner nicht auf dumme Gedanken kommen; und auch in China gilt: Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach und die Konfrontation zwischen China und VS-Amerika ist ohnehin längst überfällig. Auch ist Putin eben nicht Jelzin und daher wird er seine Freunde und Verbündeten den VS-Amerikanern nicht ans Messer liefern!

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

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    Andy Poppenberg am

    Vielleicht braucht Trump erst sein Schweinebuchtdesater, um sich die richtigen Berater zu suchen.

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    Wenn ich hier die Kommentare über Assad und auch die erneute Invasion der USA in Syrien lese, dann stelle ich leider fest, daß die Beurteilung über die syrische Regierung völlig daneben liegt. Wer den Nahen Osten kennt, kennt auch die Verwerfungen zwischen Religion, Kulturen und politischen Gegensätzen. Die sind sich genauso spinnefeind, wie wir einstmals in Europa waren, heute zwar auch noch, aber mäßigend durch das Zwangskorsett der EU. Was Europa intern über Jahrhunderte erdulden mußte wird heute noch bei den Muselmanen entsprechend kultiviert und bis die unseren Stand erreicht haben, werden wir unsere zivilisierten Errungenschaften schon längst über Bord geworfen haben und fangen dort wieder an, wo wir aufgehört haben. Das nennt man dann Globalisierung, ohne zu wissen, daß die einzelnen Ethnien weltweit über Jahrtausende gewachsen sind und sich nicht von heute auf morgen kompatibel verschmelzen lassen.
    Viel Spaß, ich möchte das nicht mehr erleben, die Jugend von heute kann noch nichtmal erahnen was auf sie zukommt.

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    Die einzig vernünftige und halbwegs zu Frieden führende Lösung ist eine Kantonalisierung in einer Konföderation Syrien nach Volks- und Religionsgruppen, wo Assad zum Regionalfürsten degradiert würde, das können nur Rußland und die USA dort gemeinsam erzwingen, so wie die USA den Krieg im Jugoland durch Zwang beendeten.

    Und ISIS ist entstanden, weil Bush jr. bei der Invasion 2002 die irakische Armee zerschlagen hat, statt mit deren Generälen den Übergang zu regeln. Dann waren die einst im Regime dominanten Sunniten als große Minderheit entmachtet. Dort ist eine Lösung nur möglich, wenn man den Sunniten eine passabale Perspektive bietet.

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    brokendriver am

    Dieser Muslime-Kasper Assad hat uns die ganze Misere in Europa und Deutschland mit seinen
    Millionen Flüchtlingen erst eingebrockt….

    Wenn einer eine "Invasion" ausgelöst hat, dann die Assad-Marionette.

    Die neuen US-Truppen sind Befreier, keine Invasoren.

    Da verwechselt der Kollege Assad etwas Grundlegendes (sic !)

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      Assad ist zwar kein lupenreiner Demokrat, was in meinen Augen eindeutig für ihn spricht, aber unter seiner und seines Vaters Regierung war Syrien ein Land, daß seinen Einwohnern relativen Wohlstand, gute Bildung, ärztliche Versorgung und nicht zuletzt religiöse Toleranz gewährte.
      Ohne die Wühlarbeit VS-anerikanischer Geheimdienste und ihre tatkräftige Unterstützung wäre es in Syrien nie zu einem bewaffneten Aufstand gekommen.

      Die Amerikaner sind in Syrien genau sowenig Befreier, wie sie es 1945 in Deutschland waren.

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        Karlfriedrich am

        Die US-Amerikaner im Irak als Befreier zu bezeichnen, ist geradezu hanebüchen. Hätten die samt ihren Geheimdiensten und Demokratie-Exporteuren einen weiten Bogen um das Land gemacht, so ginge es den Syrern heute ungleich besser, trotz Abwesenheit einiger Bürgerrechte (die ja eine Mehrheit sowieso weder wahrnehmen kann noch wahrnehmen will). Und in allen anderen Konfliktgebieten des nahen und mittleren Ostens ist es genauso. Die Interventionspolitik der Großmächte, vor allem der USA ist ein Fluch für die Welt. Trump wird daran nichts zum Besseren ändern.

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        Karlfriedrich am

        Statt Irak muss es hier natürlich Syrien heißen. Ist letztlich aber gehupft wie gesprungen.

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      @BROKENDRIVER

      Vielmehr verwechseln Sie da etwas, oder Sie sind sehr schlecht Informiert oder etwas zu sehr von der Lizenzmedien beeinflusst?
      Nicht der syrische Präsident Assad hat die Misere des Syrien- Krieges verursacht, sondern die damalige VSA Obama – Administration (H. Clinton) und die dahinter ihr stehende neoliberale, globale Machteliten – Banken-, Wirtschaftslobbyisten und deren Gier nach der Ressource "Gas" in Syrien. Tatsächlich ging im Syrienkonflikt auch um die Abarbeitung der "VSA – Liste" in der noch von den Machteliten unabhängigen Staaten Irak, Libyen, Afghanistan, Syrien und in unmittelbare Zukunft auch den Iran, gemäß der VSA- Busch Administration die Liste "Die Achse des Bösen" gemäß der "NWO" abzuarbeiten war und noch ist. Es ging darum den syrischen Präsidenten Assad zu stürzen, um nach dem Syrien Krieg eine von der VSA willige Marionette einzusetzen, der nicht so dreist ist wie Assad und den Machteliten und dem Westen den Zugang zum Thema: "Gas" zu verweigerte. So sollte der widerspenstige Präsident Assad von der Bildfläche verschwinden. Da es den Machteliten und dessen Helfershelfer die VSA – Obama Administration und die Staaten der Willigen nicht einfach so in Syrien einmarschieren um einfach so den Präsidenten Assad beseitigen zu können, sollte die Opposition gegen Assad in Syrien militärisch aufgebaut und finanziert werden. Um die damalige VSA – Obama Administration nicht mit dem Aufbau und Unterstützung der syrischen Opposition in Verbindung gebracht zu werden. Lief das Projekt über Pentagon über Tinktank zu der zivilrechtlichen Black Water Academy mit Hilfe des Mossad (Der Mossad wird Grundsätzlich um Hilfe gebeten, da dieser die Besten Verbindungen und Erkenntnisse im nahen Osten hat), der Türkei und von Saudi – Arabien aus, neue Rekruten aus Al Qaida für den sogenannte "ISIS" rekrutiert, finanziert und aufgebaut wurde. Dieser ISIS oder IS wurde der syrischen Opposition gegen Assad zugeführt und ließ diese in die syrische Opposition einsickern. Um Syrien zu destabilisieren nach der typischen VSA – Manier mit möglichen "False Flag Action", der mögliche "Giftgaseinsatz" um dieses dem syrischen Präsidenten anzulasten. Um einen Kriegsgrund gegen den syrischen Präsidenten Assad zu haben. Nach der ersten Untersuchung der UN – Beobachter wurde der "Giftgaseinsatz" von Seiten der Rebellen ausgemacht. Der UN- Sicherheitsrat sah sich nicht in der Lage dem bevorstehenden VSA- Kriegseinsatz und seinen Willigen der "Nato" ein UN- Mandat zu erteilen. Während dessen wüteten die Rebellen und der " IS " wie die Berserker unter der syrischen Zivilbevölkerung. Die UN- Beobachter stattdessen machte nun die Rebellen, den IS und zugleich auch Assad für den Einsatz von "Giftgase" verantwortlich. Währen dessen sorgte die westliche Medienvernetzung dafür, dass diese zu erst der Präsident Assad für alles in Syrien verantwortlich machten, so wurde der breiten Masse in den Medien weis gemacht , wie die Soldaten von Assad auf brutalster weise mit Ruten und mit Knüppel auf die Zivilbevölkerung in Syrien einschlugen. Der syrische Präsident Baschar al-Assad und seine Soldaten wurden zu den Menschenschlächter schlecht hin und zum Tyrannen durch die Lizenzmedien im Westen stilisiert. Tatsächlich hatten diese vermeidlichen Soldaten von Präsident Assad aber die Uniformen von iranischen Soldaten aus den Zeiten der Revolutionsarme des Geistlichen Ayatollah Ruhollah Khomeini an. Dieses schien den westlichen Lizenzmedien aber egal zu sein, Hauptsache die breite Masse schluckt dieses als Notwendigkeit. Wie gut das es Archive gibt, die alles Dokumentieren aber nicht nur im Westen.
      Die VSA Obama Administration und die Willigen, machten sich nun auch ohne UN – Mandat zum angeblichen Kriegseinsatz gegen den "IS" in Syrien auf, in dem diese ohne nennenswerte militärische Erfolge im Krieg gegen den "IS" führten. In diesen Zusammenhang verletzte die VSA und die Willigen zu einem das Völkerrecht und zum anderen die Souveränität von Syrien. Zumal der syrische Präsident weder die VSA, noch seine Willigen (Nato) im Kampf gegen den "IS" gerufen hatte, noch eine Einladung dazu aussprach. Wehrend der Präsident Assad im Kampf gegen den "IS" seinen Verbündeten die Russische Föderation auf den Plan rief und erst mit dem militärischen Eingreifer der Russischen Föderation mit der VDV und der Spetznaz wurden die militärische Erfolge gegen den "IS" erkennbar und möglich. Die Millionen vor dem Krieg flüchtigen Syrier fanden in den UN- Flüchtlingslagern ihre Sicherheit. Bis zu dem Tag in dem der UN, gemäß der EU, ERT, ESI und Herr Soros das "Projekt Syndicate" die Gelder für die Versorgung der syrischen Flüchtlingen in den UN- Lagern gestrichen wurden. Die Flüchtlingslager von Saudi-Arabien für die syrischen Flüchtlinge blieben vorsätzlich leer. Das neue Ziel für die syrischen Flüchtlingen war nun die Europäische Union. Diese oben genannte Ausführung dürften dem aufmerksamen Compact – Leser ja schon ausreichend bekannt sein. Die Friedensverhandlungen in Syrien wurden ohne die VSA geführt.

      Bezeichnend ist jetzt, dass von der VSA – D. Trump Administration oder besser geschrieben vom "Tiefen Staat der VSA" unter der Knute neoliberalen, globalen Machteliten wieder militärische Truppen nach Syrien versendet.

      Zu recht bezeichnet der syrische Präsident Assad diese VSA – Truppen (ohne UN- Mandat) mit der Verletzung der souveränen syrischen Staatsgrenze als tatsächliche Invasionstruppe an.

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      Manfred aus München am

      Der schlimmste Aggressor des Planeten ist für Dich also ein Befreier … mein lieber Schwan, auf sowas muß man erst mal kommen.

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      Harald Kaufmann am

      @brokendriver,

      ha,ha,ha,ha, selten so herzhaft gelacht, über Ihrem Beitrag. Das hebt meine gute Laune und mein Blutdruck steigt auf normale Werte an, ganz ohne Tabletten. Weiter so.

  10. Avatar
    Juniorprofessor am

    Wie ich schon xxx erwähnte, erscheint es mehr als zweifelhaft, inwieweit D. Trump wirksamen Einfluss auf den militärisch-industriellen Komplex nehmen kann oder in den wenigen Wochen seiner Amtszeit genommen haben konnte.
    Dieser und der so genannte "Tiefe Staat" in den vereinigten Staaten – ein Triplex aus medialer, militärischer und politischer Macht – agiert annähernd souverän und ist, vielleicht mit Ausnahme von Exekutivdekreten, nicht an Weisungen aus dem weißen Haus gebunden. Grüße aus München

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    Karl Blomquist am

    Der einzige ehrliche Spieler scheint Assad zu sein

    Die Türkei spielt falsch von Anfang an: sie will unterwerfen, sich zum Großreich ausdehnen, und sich das auch noch von Deutschland und der EU bezahlen lassen.

    Putin: fällt seinem syrischen Verbündeten in den Rücken. Er unterstützt Syrien nicht gegen Invasion der Türken in Syrien. Und nun tut er auch nichts gegen gegen den Einfall von US-Truppen in Syrien, gegen den Willen der syrischen Regierung. Betreibt Putin nun Divide et Impera (Teile und Herrsche) zusammen mit der Türkei gegen Syrien? Oder muss Russland in Syrien als der Schwächere nachgeben?

    Trump: schien zu Anfang wirklich guten Willens zu sein. Wird er von den Globalisten in den USA ausmanövriert? Was bliebe dann von seiner Agenda, die USA wiederaufzubauen? Mit weiteren Wüstenkriegen und steigendem Militärhaushalt ist dieses Ziel jedenfalls nicht zu verwirklichen? Muss sich Trump den Globalisten unterwerfen? Oder ist alles nur Theater? Ist es gar so, dass selbst Trump gar keine Kursänderung will, sondern nur einen Gang zurückschalten, damit die USA sich etwas erholen und dann gestärkt die globalistische Agenda mit noch grösserer Wucht durchsetzen?

    China: Letzter Strohhalm für Syrien. Und vielleicht auch uns, sollte Putin sich auf Russland zurückziehen – oder die Ära Putin enden, und sollte Trump ausmanövriert werden. China gehört eindeutig nicht zum Globalisten-Imperium, mit anderen Worten ist von den USA unabhängig.

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      Die russischen Truppen in Syrien sind meines Erachtens die einzigen Nicht-Invasoren, da sie den rechtmäßigen Präsidenten des Landes unterstützen. Rußland bzw. die Sowjetunion waren die traditionellen verbündeten Syriens. Die Türkei unter Erdogan ist ein ausgesprochener Feind der Assad-Regierung, wurde aber auf russischen Druck dazu gebracht, mit ihr zu verhandeln.
      Ohne Assad hat Syrien keine Zukunnft, sondern versinkt im Chaos wie Lybien und der Irak.

    • Avatar
      Karl Blomquist am

      @Odin
      Absolut einverstanden.
      Aber warum verteidigt Putin nicht seinen Verbündeten Syrien gegen die Invasion aus der Türkei und jetzt auch den USA?
      Das ganz große Fragezeichen derzeit ist Trump:
      Was passiert gerade in den USA, wer hat dort die Macht, wie ist der Kurs?

      • Avatar

        @Karl Blomquist
        Putin ist entgegen den Verleumdungen der Systemmedien ein äußerst besonnener Staatsmann. Ich kann mir vorstellen, er wartet erst einmal ab, wohin sich Trumps Nahostpolitik entwickeln wird, so wie Sie es in Ihrem Kommentar als große Frage hingestellt haben.
        Der großprächtige Sultan hat zur Zeit gegenüber Putin wenig Spielraum. So wie er seine NATO Verbündeten vergrault hat, kann er es sich nicht leisten, auch noch Putin herauszufordern.

  12. Avatar

    Ich weiß nicht ob diese Theorie hier schon mal genannt wurde, aber angesichts dreier Karten inkl. dem plötzlichen Interesse an den Kurden in den letzten Jahren, lässt sich ein möglicher logischer Schluss für Amerikas Einmischung in Syrien ausmachen. Seht hier mal rein:

    Die Kurden in Syrien
    https://www.allmystery.de/i/t23e913_suriye_kurdistani.jpg

    Rohstoffverteilung in Syrien
    http://2.bp.blogspot.com/-32I5gii9zKs/Uh56Rz0LQtI/AAAAAAAAJ6U/oLbswy5MuU0/s1600/Screen+Shot+2013-08-28+at+6.44.31+PM.png

    Islamischer Staat in Syrien
    http://static4.businessinsider.com/image/55c8bb1f2acae76e098bd5e2-942-830/screenshot%202015-08-10%2010.53.29.png

    Der IS dient Amerika hauptsächlich zur Spaltung Syriens. Die Linie die sich momentan Mitten durch Syrien zieht, liegt genau zwischen Syrien und… dem "möglichen" neuen Land der Kurden. Unter dem Vorwand den IS herauszudrängen und mit gebunden Händen angesichts der kurdischen Zivilbevölkerung, wäre es ein leichtes für diese, unter verdeckter Führung der USA Geheimdienste, den nördlichen Teil Syriens für sich zu beanspruchen und ein neues Kurdistan zu erschaffen. Dort gibt es nebenbei ganz zufällig auch 3 Gas- sowie 2 Ölvorkommen.

    Syrien soll geteilt werden, anders erklärt sich diese Grenze, die der IS geschlagen hat, für mich nicht. Und die Tatsache, dass die USA sich so fleißig für die Kurden einsetzt, deuten auf eine mögliche zukünftige ausbeutende Handelsbeziehung hin. Warum Trump die Drecksarbeit von Obama fortführt ist allerdings fraglich, entweder er hat schlicht keine Ahnung was in Syrien los ist, oder es ist auch von ihm so gewollt.

    • Avatar
      Karl Blomquist am

      @MissP
      Oder wurde Trump von den Globalisten ausmanövriert?
      Genau das ist derzeit die grosse Frage:
      Was passiert gerade in den USA, wer hat dort die Macht?

  13. Avatar
    heidi heidegger am

    absolut OT: es geht um den stellvertreterkrieg Saudi-Arabien vs. Iran im Jemen. nun, wenn es denn heissen soll aus sicht d. Iran: "haut den huthi auf die schnuti", dann meinetwegen. denn ichichich leide schon genug unter dem "student aus Sanaa/hessischer wirtschaftsminister (haha!). und wenn ich mir das bildchen auf wiki anschau, dann: ehklichehklich..:"Slogan der Huthis an einem Haus in Yafaa: „Gott ist groß! Tod den USA! Tod Israel! Verdammt seien die Juden! Sieg dem Islam!“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Huthi

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