Auch in der Karnevalszeit bleibt Political Correctness oberstes Gebot. Mögen deren Vorschriften noch so schwachsinnig sein, es gibt stets Mitläufer, die sie gehorsamst ausführen. Nachdem die USA wieder einmal die Voreiterrolle übernommen hatte, und im Rheinland, der Hochburg des ehemaligen Narrenfestes, schon seit längerem eine Schlammschlacht um politisch korrekte Kostümierung tobt, ist jetzt auch Hamburg infiziert.

    Dort verbot die Kita Eulenstraße (Ottensen) den Kindern eine Kostümierung als Indianer. Auch die Verkleidung als Scheich sei möglichst zu unterlassen. Vorab wurden die Eltern schriftlich informiert: „Ich möchte Sie bitten, gemeinsam mit Ihren Kindern bei der Auswahl des Kostüms darauf zu achten, dass durch selbiges keine Stereotype bedient werden“. Schließlich will die Kita für eine „diskriminierungsfreie und vorurteilsbewusste Erziehung“ stehen.

    Die Karnevalszensur bedeutet also angewandter Sterotypen-Verzicht im Alltag. Zudem seien „Indianer“ keine „homogene Gruppe“ gewesen und vor dem historischen Hintergrund ihrer Ausrottung wäre das Tragen von deren Schmuck schlicht „respektlos“. – Könnte es nicht genau andersrum sein: Schließlich beinhaltet das Kostümieren, das Indianerspiel ja auch Indentifikation. Wie beim Schauspieler, der in eine Rolle schlüpft. Kinder würden kaum Personen darstellen, die sie verachten, die ihnen peinlich wären. Durch die Kostümsperre wird spielerisches Einfühlen und Identifizieren gleich mitverboten.

    Außerdem verlangt der politisch-korrekte Standpunkt noch viel mehr Konsequenz, die seltsamerweise umgangen wird: So sollten die politisch Korrekten bitte auch die Bezeichnung des Narren dringend abschaffen. Der Begriff fand durchaus synonyme Verwendung für reale Geisteskranke, die im Mittelalter in sogenannten „Narrenschiffen“ auf offenem Meer ausgesetzt wurden und dabei elendig starben. – Ach so, ja… psychisch und geistig Kranke zählen für Pseudo-Linke nicht als schützenswerten Minderheit. Trotz deren Ermordung im Nationalsozialisms darf man immer noch „Du Schizo!“, „Der ist ja irre!“ und ähnliche Diskrimnierungen ablassen. Wann seit Ihr endlich konsequent?

    P.S.: Dass es den von euch verbal „respektierten“ Indianern in ökonomischer Hinsicht beschissen geht (Stichwort: Indiander-Reservate in den USA) inzteressiert euch null. Helft denen durch Geldspenden, anstatt Kinder mit euren Verboten zu terrorisieren. Das wäre wäre echte Hilfe, wirklicher Respekt.

    Kein Volk. Kein Recht. Kein Diesel: COMPACT 3/2019
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