Ein junger Patriot stirbt nach einer brutaler Antifa-Attacke. Marine Le Pen schweigt zunächst und postet stattdessen Dutzende Male zum Gedenken an einen vor 20 Jahren ermordeten Juden. Warum zählt Barbarei nur, wenn sie antisemitisch ist?

    Ein junger Patriot wurde gestern von der Antifa gelyncht. Doch statt einem Statement oder Beileidsbekundungen, postet Marine Le Pen als Vorsitzende der konservativen RN-Fraktion in Frankreich zunächst lieber Videos von einer Gedenkveranstaltung für einen jüdischen Mann, der vor 20 Jahren ebenfalls ermordet wurde.

    Während in Lyon ein junger, tapferer Aktivist stirbt, schweigt Marine Le Pen zu seinem Tod. Keine Beleidsbekundungen, kein Statement. Stattdessen nutzte sie die letzten Stunden, um Ilan Halimi zu Gedenken. 11 X-Tweets erschienen zu ihm auf ihrer Seite.

    Keiner handelte von dem heimtückischen Mord an Quentin – dem Mann, der von der Antifa zu Tode geprügelt wurde und sein Leben für sein Land gegeben hatte.

    Von antifaschistischen Terroristen ermordet

    Sie postete auf ihrem Account:

    Heute folgen wir demütig und ehrfürchtig den Spuren derer, die das Andenken an Ilan Halimi zwanzig Jahre lang geehrt haben. Was Ilan Halimi erlebt hat, hat einen Namen: antisemitische Barbarei.

    Für dieses Gedenken hatte Le Pen offenbar Zeit. Foto: X

    Dass Barbarei in Frankreich nicht nur antisemitisch ist, schien sie komplett vergessen zu haben. Das fragen sich auch die Kommentatoren unter ihren Tweets. Die fragen: „Und wie steht es um Quentins Erinnerung?“ Einer stellt trocken fest: Ich denke, wir haben es verstanden, aber könnten Sie darüber sprechen, dass Quentin von antifaschistischen Terroristen ermordet wurde?“

    Erst vor wenigen Minuten postete sie etwas zu halbherzig:

    Der schreckliche Angriff in Lyon, bei dem ein 20-jähriger Mann zwischen Leben und Tod schwebt, fordert die Regierung auf, ihre Lethargie gegenüber den Milizen der extremen Linken zu überwinden, die seit Jahren, gestützt auf die Nachsicht und Unterstützung von Parteien wie La France insoumise, im öffentlichen Raum Einschüchterungen, Drohungen und Übergriffe vervielfachen. Die Demokratie kann diejenigen, die sie zerstören wollen, nicht länger tolerieren. Angesichts der Schwere der Drohungen und der eindeutig bekundeten kriminellen Absichten muss die Regierung diese Milizen als terroristische Vereinigungen betrachten. Das bedeutet, dass sie auch als solche behandelt werden müssen und dass die geltenden Gesetze und Vorschriften in diesem Bereich auf sie angewendet werden müssen.

    Eric Zemmour äußerte sich vor wenigen Stunden als Quentin bereits hirntot im Koma lag mit den Worten: „Ein Mitglied der Sicherheitsabteilung der feministischen Gruppe Némésis schwebt zwischen Leben und Tod. Er soll von Aktivisten der Jeune Garde, einer bekannt linksextremistischen Bewegung, die von Raphaël Arnault, einem Vertrauten von Jean-Luc Mélenchon, gegründet wurde, zusammengeschlagen worden sein. Unsere Gedanken und Gebete sind bei ihm, damit er überlebt.“

    „Weiße abstechen“

    Laurent Jacobelli, einer der engsten Vertrauten und loyalsten Mitstreiter von Marine Le Pen warnte vor einer Verharmlosung des Mordes. Er nannte den Mord richtigerweise „Lynchen und die Tötung eines Aktivisten durch eine (anti)faschistische Splittergruppe.“ Außerdem erklärte er, diese Schläger würden die Unterstützung der LFI genießen.

    Außerdem postete er: „Die Systempresse täte gut daran, uns nicht das Szenario des Mordes an Thomas in Crépol noch einmal vorzuspielen.“ Thomas war ein 16-Jähriger Franzose, der 2023 von einer Migrantengang während eines Winterballs brutal abgestochen wurde. Die Mörder wollten gezielt „Weiße abstechen“.

    Laurent Jacobellis Warnung. Foto: X

    Auch Emmanuel Macron sah sich nicht genötigt, zu reagieren. Er gratulierte lieber einem französischen Biathlet zu seiner Goldmedaille bei der Olympiade. Der Sportler trägt den gleichen Vornamen wie der ermordete Junge Mann in Lyon – Quentin. Über diese geschmacklose Reaktion sind auch andere Nutzer entsetzt. Einer schrieb: „Und kein Wort für den anderen Quentin? Erbärmlich, wie immer… Enttäuscht, aber nicht überrascht.“

    Warum scheint die Barbarei in Frankreich heute nur dann verurteilt zu werden, wenn sie antisemitisch motiviert ist? Und wann kommt endlich eine Gedenkminute oder ein klares Wort zu Quentin – dem jungen Mann, der für seine Überzeugungen mit dem Leben bezahlte?

    Kommentare sind deaktiviert.