Wegen drei Worten vor Gericht: Ein alter Artikel bringt die Achse des Guten ins Visier der Justiz. Dabei ordnet das Portal die Losung „Alles für D.“ lediglich historisch ein. Unser Höcke-Taler aus feinstem Silber ehrt den Mann, der deswegen schon verurteilt wurde. Hier mehr erfahren.
Die Achse des Guten, kurz Achgut, ist ins Visier der Strafverfolgungsbehörden geraten. Sowohl das Bundeskriminalamt, Abteilung Staatsschutz, als auch das Landeskriminalamt Bayern und mittlerweile auch die Staatsanwaltschaft Augsburg ermitteln gegen den liberalkonservativen Blog wegen der „Verwendung verfassungsfeindlicher Kennzeichen“ (Paragraf 86 a StGB). Der Grund: In einem inzwischen zwei Jahre alten Artikel hat das Online-Magazin die inkriminierte Parole „Alles für D.“ verwendet – aber gar nicht einmal affirmativ, sondern im Rahmen einer historischen Einordnung.
Aufhänger ist die Verurteilung von Björn Höcke wegen Verwendung dieser Losung, die angeblich eine verbotene Nazi-Parole sein soll. Doch Achgut weist in besagtem Beitrag nach, dass dieser Spruch nicht allein von der SA, sondern auch von der SPD in der Weimarer Zeit benutzt wurde. So hätte die von den Sozialdemokraten unterstützte Zeitung Das Reichsbanner „Alles für D.“ schon auf der Titelseite ihrer Ausgabe vom 26. Dezember 1931 verwendet – und damit fast zwei Jahre vor Hitlers Machtergreifung. Auch der SPD-Funktionär Karl Höltermann habe „Nichts für uns, alles für D.“. gesagt.
Im Denunziantenstadl
Das Highlight der Farce ist der Hergang der ganzen Sache. Im Mai 2025 meldete das Antifa-Netzportal Hessen gegen Hetze den Achgut-Artikel bei der sogenannten Zentralen Meldestelle für strafbare Inhalte im Internet. Die wiederum leiteten die Angelegenheit an das Landeskriminalamt Bayern weiter, und deren Beamte gaben die Sache weiter an die Staatsanwaltschaft Augsburg. Man fragt sich: Hat überhaupt jemand den Beitrag tatsächlich gelesen, oder reicht schon das bloße Auftauchen der drei Wörter aus, um den Staatsapparat in Gang zu setzen?
Herausgeber Henryk M. Broder schreibt dazu auf Achgut:
„Wir wissen nicht, wer den Beitrag auf Achgut.com so anstößig fand, dass er zur Tat schritt und den Vorgang meldete, einer der vielen halbstaatlichen Meldestellen oder gleich der Justiz. Jedenfalls muss es jemand gewesen sein, der zu blöd oder zu faul war, bei Wikipedia unter ‚Reichsbanner‘ nachzusehen. Er hätte sonst erfahren, dass der Verein ‚mit drei Millionen Mitgliedern die größte demokratische Massenorganisation in der Weimarer Republik‘ war, 1924 gegründet und 1933 von den Nazis verboten. Die Gründer waren Sozialdemokraten, die christliche Zentrumspartei und die liberale DDP – Deutsche Demokratische Partei.“
Übrigens: Neben der Achse des Guten hat es auch den Ex-ZDF-Journalisten Claus Bienfait erwischt.
Zurzeit läuft eine Klage gegen ihn vor dem Kölner Verwaltungsgericht wegen des Zitats „Alles für D.“.

Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke wurde wegen der Verwendung des Spruches bei Veranstaltungen zweimal zu Geldstrafen verurteilt. Im Mai 2024 waren es 13.000 Euro (100 Tagessätze) und im Juli 2024 weitere 16.900 Euro (130 Tagessätze). Insgesamt muss er rund 30.000 Euro zahlen. Offenbar soll nun auch kritische Berichterstattung, die den historischen Ursprung der Parole erklärt, kriminalisiert werden.
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