Fake Fatale: Stürzt Trump über diese schöne Russin?

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Ein Treffen zwischen Trumps ältesten Sohn und einer russischen Anwältin vor 13 Monaten ist die jüngste Sau, die von Washington nach Moskau getrieben wird. Dabei liegt auf der Hand, dass Sohnemann in eine verlockende Falle getrieben wurde.

Der während des herzlich verlaufenen Gesprächs zwischen Donald Trump und Wladimir Putin servierte Kaffee war noch nicht kalt, da veröffentlichte die New York Times  am 8. Juli plötzlich die Story eines Treffens zwischen Trumps Sohn und einer russischen Anwältin – festhalten – „mit Beziehungen zum Kreml“! Trump Junior bestätigte das Treffen mit der Russin und veröffentlichte sogleich seinen gesamten E-Mail-Verkehr mit dem, der es hergestellt hatte, dem Talentmanager Rob Goldstone – ein Bekannter der Trumps.

Goldstone hatte sich Anfang Juni an Trump Junior gewandt. Er kenne eine Quelle mit eventuell beschädigenden Informationen über Hillary Clinton. Junior antwortete, dass er das einfach „toll fände“. Er, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, Wahlkampfleiter Paul Manafort, Goldstone und eine noch nicht identifizierte weitere Person trafen die Russin schließlich am 9. Juni im Trump-Tower.

Trumps Gegner haben wieder was zu fressen. All die „Abstreitungen“ über Russland „müssen nun in einem gänzlich neuen Licht betrachtet werden“, behauptete der Leiter des Geheimdienstausschusses des Kongresses, Adam Schiff (dessen Beziehung zu einem ukrainischen Waffenhändler bislang für keine Schlagzeilen gesorgt hat (1)).

Am Donnerstag verordnete Papa Trump den Hysterikern erstmal einen dringend nötigen Realitätscheck. „Ich denke praktisch betrachtet, wären die meisten Leute zu diesem Treffen gegangen. Man nennt sowas politische Oppositionsforschung oder sogar Nachforschungen über deinen Gegner.“

Im Grunde ist damit alles gesagt. Stellen wir die Frage dennoch: Wurde Junior in eine Falle gelockt? Dafür spricht so einiges.

The Hill meldete am Donnerstag, dass die russische Anwältin Natalia Weselnitskaja eine Sondergenehmigung zur Einreise von der Justizbehörde erhielt. „Diese Information bedeutet, dass es die Obama-Administration war, die es der neuesten und verblüffendsten Person in den Russland-Trump-Ermittlungen ermöglicht hatte, das Land ohne Visum zu betreten“,  fasst das Kongressnachrichtenportal zusammen. (2)

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Im Gegensatz zu anderen Russen, die einen komplizierten und teuren Visaprozess durchstehen müssen, durfte sich Weselnitskaja also ohne diplomatischen Pass und ohne Visum in den USA aufhalten. Das dürfen eigentlich nur Politiker – oder Spione.

Wie das Weiße Haus verkünden ließ, bestehen Kontakte zwischen Weselnitskaja und Fusion GPS, einer Firma, die politische Oppositionen ausleuchtet. Fusion war an dem 35-seitigen Fake-News-Dossier beteiligt, in dem unter anderem behauptet wird, Trump habe in Moskau mit Prostituierten an bizarren Sexakten teilgenommen. Die Verbindung ist echt, aber weit hergeholt. Vieles spricht dafür, dass die Anwältin zur Agentin gemacht wurde, ohne es zu wissen.

The Hill, das sich auf Unterlagen der Justizbehörde und persönliche Gespräche beruft, zitiert eine Quelle, die aussagt: „Natalia sprach nicht ein Wort Englisch. (…) Das war die unprofessionellste Aktion, die ich je gesehen habe. Wenn sie die das Beste ist, was Moskaus Geheimdienste zu bieten haben, dann müssen wir uns keine Sorgen machen.“

Weselnitskaja war also wie bei all ihren Amerika-Reisen auf einen Übersetzer angewiesen. Bislang hatte diesen Job Anatoli Samochornow übernommen, ein gebürtiger Russe, der zum Zeitpunkt des Treffens für Obamas Außenministerium gearbeitet haben soll. Ist er die mysteriöse sechste Person? Hat er sie ins Meeting gelotst? Samochornow hat der Presse bislang nicht Rede und Antwort stehen wollen. (3)

Welche Rolle spielte Goldstone? In seiner E-Mail beruft er sich auf Dritte, wirkt also nur wie ein Mittelsmann. Jedoch ist sein Schreiben auffallend ausdrücklich und spezifisch formuliert:

Ist Rob Goldstone ein Meisterspion?

Die russische Staatsanwältin traf sich heute Morgen mit Aras Vater [einem Moskauer Geschäftspartner Trumps] und bot an, dem Trump-Wahlkampf einige offizielle Dokumente und Informationen zu besorgen, die Hillary und ihre Geschäfte mit Russland belasten würden und für Ihren Vater sehr nützlich wären.

Offensichtlich sind das sehr hochrangige und sensible Informationen, aber das gehört zur Unterstützung Russlands und der Regierung für Mr. Trump.

Liest sich, als hätten New York Times und Co. hier ihr angebliches Beweismaterial schon selber verfasst.

 

Während des Treffens habe Weselnitskaja dann aber nur über Adoptionsrechte sprechen wollen, so Junior und Goldstone einstimmig.

Natalia Weselnitskaja / Bild: Screenshot Youtube

Das passt, denn die Juristin hat die vergangenen vier Jahre dafür gearbeitet, das Magnitsky-Gesetz abzuschaffen, das seit 2012 eine Handvoll russische Geschäftsmänner sanktioniert. Als Reaktion hatte Moskau die Adoption russischer Babys in Amerika verboten. Beide Parteien, der Kreml und die Anwältin bestreiten aber jegliche Verbindung.

Wie gesagt, es ist höchst denkbar, dass Kreise in der Obama-Administration in Weselnitskaja eine vermeintlich Kreml-nahe Person fanden, die mit wichtigen Amerikanern aufrichtig über das Adoptionsrecht sprechen wollte. In dem Fall wäre sie ein Bauer auf dem Schachbrett, der unwissentlich Teil eines Undercover-Einsatzes wurde. Zumindest ihre Einreise ohne Visum wurde von Team Obama ermöglicht. Warum soll es nicht auch andere entscheidende Türen geöffnet haben?

Am Donnerstag hat der Demokratische Kongressabgeordnete Brad Sherman ein Amtsenthebungs-verfahren gegen US-Präsident Donald Trump beantragt. „Die jüngsten Enthüllungen von Donald Trump Junior deuten darauf hin, dass Trumps Wahlkampfteam begierig darauf war, Hilfe von Russland zu erhalten“, erklärte der Kalifornier.

Shermans Wunsch wird sich zwar auch durch diese neueste Fake News so schnell nicht erfüllen. Das Fundament für die Amtsenthebung wird aber stetig weiter gelegt. Lüge für Lüge..

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(1) http://original.antiwar.com/justin/2017/03/21/adam-schiff-grifter-racketeer-warmonger/
(2) http://thehill.com/homenews/administration/341788-exclusive-doj-let-russian-lawyer-into-us-before-she-met-with-trump
(3) http://dailycaller.com/2017/07/13/six-people-were-involved-in-the-trump-tower-meeting-but-we-only-know-about-five-of-them/

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Über den Autor

Tino Perlick, Jahrgang 1982, studierte Kulturwissenschaften und Soziologie in Deutschland, Polen und den USA. Einem zweijährigen Intermezzo in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre folgte 2016 die Anstellung als Korrespondent bei COMPACT.

12 Kommentare

  1. Ach der arme Trump-Sohn. Ist in eine Falle gelockt worden. Na sowas.

    Unfähigkeit hat eben an der Spitze eines Staates nichts zu suchen. Ist also keine Entschuldigung.

  2. Volker Spielmann am

    Das Gezeter wegen dem Donald Trumpf und Rußland in den VSA ist reichlich lächerlich

    Betrachten wir einmal, was dem Donald Trumpf vorgeworfen wird, so ist das nicht sonderlich viel. Seine Feinde behaupten noch nicht einmal, daß die Russen an den elektronischen Wahlmaschinen in den VSA gedreht und damit den Donald zum VS-amerikanischen Staatsoberhaupt gemacht hätten. Noch nicht einmal eine Unterwanderung und Steuerung der wichtigen Zwischennetzseiten – als da sind: Gockel, Gesichtsbuch und so weiter – wird den Russen zur Last gelegt. Damit hat das Gezeter gegen den Donald keinen echten Grund. Daß die ausländischen Regierungen mit den aussichtsreichen Kandidaten in den VSA anbandeln, ist vollkommen üblich. Im Falle Rußlands und des Donalds erscheint dies nicht unwahrscheinlich, weil das Feuerteufelchen Klingelton aus ihrer Feindschaft gegen Rußland keinen Hehl gemacht hat, während der Donald eine Versöhnung in Aussicht gestellt hat. Ob da auch Gelder geflossen sind, ist zwar noch unklar, aber das Feuerteufelchen Klingelton muß da eine Untersuchung wohl mehr fürchten…

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  3. Tubensahne am

    Welch eine angenehme Abwechslung vom kaum noch zumutbaren Anblick des adipösen Hosenanzugs mit abgefressenen Fingernägeln.
    hasta luego

    • Nonsense!
      Das sind alte Fotos!
      Die Staatsanwältin sieht heute viel älter und verbrauchter aus!
      Die ist nicht mehr schön!

  4. Die grenzenlosen Völkermörder und Blutsäufer, die sich "Demokraten" nennen, haben eine eigene Abteilung für psychologische Kriegsführung. Dort wird das Feindbild vom schrecklichen Iwan hergestellt, das hierzulande nur noch lächerlich wirkt, von den Beitragsräuberbestien abgesehen, die ihre eigene Schlechtigkeit projizieren.

  5. Ich sage es seit einem halben Jahr Trump und Putin ein Traumpaar
    im Leute manipulieren

  6. brokendriver am

    Milliarde sind in den USA an der Macht. Sie agieren im Freund-Feind-Denken.

    Amerika ist keine pluralistische Demokratie.

    Diese US-Macht spioniert den Globus aus, zettelt Kriege an und

    bestimmt, wer gut und wer böse ist…..

    ..man kann es mit der Angst bekommen….

  7. Raubautz 4 am

    ………..und der Cowboy zieht weiter…

    Mit besten Empfehlungen, Raubautz 4

  8. Auszug:
    "….In seiner Amtszeit bekäme Trump wahrscheinlich ein oder zwei weitere Gelegenheiten, Richterposten am Supreme Court neu zu besetzen.
    Die ältesten Richter Ruth Bader Ginsburg (83), Stephen Breyer (78) und Anthony Kennedy (80) gehören zum liberalen bis gemäßigten Flügel des Gerichts.
    Es besteht also die Chance, dass der neue Präsident im Lauf der Jahre einen guten Teil der Institution, die ihn kontrollieren soll, selbst zusammensetzt. Das wäre eine der Folgen der Trump-Jahre, die die USA noch lange nach seiner Amtszeit prägen würden….. "
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-11/usa-donald-trump-wahlen-kongress-supreme-court/seite-2
    #

    Und diese Chance werden sich die Republikaner niemals nehmen lassen; jedes Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump wird schon aus diesem Grund die von den Demokraten benötigte Zustimmung der Republikaner nicht bekommen.

    • Raubautz 4 am

      Weisheit gut, aber Altenheim Supreme Court !
      Trump packt’s !

      Mit besten Empfehlungen, Raubautz 4

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