„Ägyptische Soldaten wollten mit nach Deutschland“ – Interview mit Defend Europe

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Um das Schlepperunwesen im Mittelmeer aufzudecken, charterte die Identitäre Bewegung (IB) ein Schiff und dokumentierte die Rechtsverstöße sogenannter Hilfsorganisationen. In einem wochenlangen Katz-und-Maus-Spiel hängte die C-Star alle Verfolger ab. Alexander Schleyer war als Navigationsoffizier die ganze Zeit an Bord. COMPACT hat mit dem passionierten Seefahrer gesprochen.

Aus COMPACT 10/17

COMPACT: Herr Schleyer, wie sind Sie dazu gekommen, auf der C-Star anzuheuern?

Schleyer: Da ich mich nach dem Abitur als Zeitsoldat bei der Marine verpflichtet hatte und danach auch zivil zur See gefahren war, ist Martin Sellner von der IB an mich herangetreten und hat mich gefragt, ob ich bei der Mission Defend Europe beratend unterstützen könnte. Die Seefahrt ist ein sehr spezielles Gebiet, eine ganz eigene Welt, und es gibt im deutschsprachigen Raum nicht mehr so viele Menschen, die über eine entsprechende berufliche Ausbildung verfügen. Da habe ich natürlich ja gesagt.

COMPACT: Sie sind ja insgesamt elf Jahre zur See gefahren, wenn ich richtig informiert bin.

Schleyer: Genau. Ich habe zwar auch studiert, aber es hat mich dann doch, zum Beispiel in den Semesterferien, immer wieder für ein paar Monate aufs Meer gezogen.

COMPACT: Sind Sie noch als Reservesoldat aktiv bei der Bundeswehr?

Schleyer: Bis vor ein paar Wochen war ich das. Nach Defend Europe hat man mir dann mitgeteilt, dass meine Beorderung entzogen ist. Auch wenn in dem Brief keine Begründung angegeben war, kann ich mir natürlich denken, warum man mich des Dienstpostens enthoben hat…

COMPACT: Dazu beigetragen hat sicherlich auch, dass Sie von einem österreichischen Boulevardmedium als Crew-Mitglied geoutet wurden.

Schleyer: Ich kann mir bis heute nicht erklären, wie es zu dieser Veröffentlichung kam. Eine Bedingung für meine Teilnahme an der Aktion im Mittelmeer war, dass keine Bilder von mir in der Öffentlichkeit auftauchen. Bei Instagram gab es ein Foto von mir, wie ich auf einer Schiffsbrücke stehe, aber ohne Zusammenhang mit Defend Europe. Das hat man dann für diese Enthüllungsstory verwendet. Ich habe inzwischen rechtliche Schritte gegen einige Politiker und Medien in Österreich eingeleitet, denn wahrheitswidrig als «Söldnerkapitän» und «Menschenhändler» möchte ich natürlich nicht bezeichnet werden.

Alexander Schleyer (r.) und Martin Sellner

Alexander Schleyer (r.) und Martin Sellner auf der Brücke der C-Star. Foto: Defend Europe

COMPACT: Es gab während der Mission ein paar sehr unangenehme Situationen.

Schleyer: Die C-Star wurde vor der Einfahrt in den Suezkanal vom ägyptischen Militär gestoppt, das mit drei Kanonenbooten anrückte und das Schiff durchsuchte. Ausgangspunkt war, dass man vermutet hat, es würden ukrainische Söldner aufgenommen werden, die dann mit bereits an Bord befindlichen Waffen vor der libyschen Küste Flüchtlinge erschießen sollen.

COMPACT: Das klingt grotesk.

Schleyer: Ja, klar, aber das ist das, was mir ein ägyptischer Offizier im Verhör als Begründung genannt hat.
In den Mainstream-Medien konnte man lesen, dass der Grund fehlende Papiere der Crew waren. Nein, das stimmt nicht. Alle Crew-Mitglieder verfügten über gestempelte Papiere, hatten ihre Reisepässe hinterlegt, das Seefahrtsbuch wurde ordnungsgemäß geführt.

COMPACT: Wie ist es dann weitergegangen?

Schleyer: Die Operation zog sich über den ganzen Tag hin. Man hat logischerweise keine Waffen gefunden. Die Art und Weise des Verhörs lief natürlich etwas anders ab, als man es bei uns kennt. Ich sag’s mal so: Die deutsche Polizei kann man ja vielleicht noch verarschen, aber das ägyptische Militär hat durchaus seine Methoden, bei dem selbst ein unerschrockener Mensch wie ich dazu neigt, die ganze Wahrheit zu sagen… Ein kleines Detail am Rande: In den Verhörpausen haben mich einige der einfachen Soldaten diskret angehauen, ob ich sie ohne Pass mit nach Deutschland nehmen könnte.

COMPACT: Die Soldaten sollen ja auch die Hand aufgehalten haben, wie man hört…

Schleyer: Naja, mich hat der «Besuch» 200 Euro, 500 Dollar und eine Flasche Rasierwasser gekostet. Aber damit muss man halt in diesen Breitengraden rechnen. Das ist Teil der Bakschisch-Kultur. (…)

Ende der Leseprobe. Weiter geht’s in COMPACT 10/2017. Die gibt es im COMPACT-Shop und am guten Kiosk. Wo genau, erfahren Sie hier. Abonnenten erhalten das Magazin zuerst! Jetzt hier das COMPACT-Abo sichern.

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14 Kommentare

  1. Ukrainische Söldner an Bord,die Infiltranten erschießen sollen. Finde Ich gar nicht so abwegig,daß die Ägypter als von euroropäischer Hirnerweichung nicht betroffene Menschen sich dachten,daß an "Defend Europe" ja etwas mehr dran sein muß als ein bißchen herumschippern auf dem Meer.Aber es war wohl so wie mit "Verkehrskontrollen" in Thailand, Böhmen und leider auch Dänemark;es geht nur ums Abzocken.

  2. Volker Spielmann am

    Das Zufluchtsrecht kann im deutschen Rumpfstaat unbedenklich abgeschafft werden

    Da der deutsche Rumpfstaat ohnehin zu schwach ist Menschen, die wirklich politisch verfolgt werden zu beschützen – man denke hier an den Fall des jungen Helden Eduard Schneedingsda, der gerade von der VS-amerikanischen Regierung um den ganzen Erdball gejagt wird – und das Zufluchtsrecht ohnehin nur zur Erschleichung der illegalen Einwanderung mißbraucht wird, kann das Zufluchtsrecht bedenkenlos abgeschafft werden. Dies hat den Vorteil, daß man die ausländischen Delinquenten allesamt wieder nach Hause schicken kann, wodurch große Kosten eingespart werden können und die Kriminalität spürbar gesenkt werden dürfte. Die Beamten, die sich bisher mit den Delinquenten herumärgern müssen können sicher eine andere Verwendung finden, während die Antifanten und Linkischen sich entweder eine neue Lebensaufgabe suchen müssen oder aber auswandern können. Schließlich kann man ja auch in Ländern wie England für die Aufnahme der Scheinflüchtlinge lärmen und toben und die Polizei mit Steinen bewerfen.

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  3. Andreas Walter am

    Habt ihr gut gemacht, Männer.

    Sehr gut sogar.

    Trotzdem sollten sich so viele wie möglich der 6 Millionen allein in Deutschland weiter bedeckt halten.

    Damit es euch nicht ergeht wie den Christen in Rom.

  4. Drachentöter am

    Mit 3 Kanonenbooten zur Durchsuchung eines zivilen Schiffes angerückt. Klingt wie ein schlechter Witz.

  5. Was für eine heldenhafte Mission….ein paar verwöhnte und privilegierte juppis mieten sich ein Schiff. Da die Herren Menschen aber zu geizig sind, können Sie sich nur arme Schlucker als Matrosen leisten, die am liebsten gleich bei der ersten Gelegenheit Asyl beantragen würden…was für eine Ironie, da man ja eigentlich gegen sog. Wirtschaftsflüchtlinge vorgehen will. Danach irrt man auf dem Mittelmeer herum…teilweise sogar ohne Antrieb und erreicht schließlich mit aller Not einen Hafen..die Herren Menschen machen sich schnell aus dem Staub und lassen ihre eigene Besatzung Mittel los zurück…wirklich ganze Helden

    Was bleibt ist ein schönes Foto von lachenden Jünglingen mit coolen Sonnenbrillen und die Einsicht, dass die ib höchstens zum aufhängen von transparenten geeignet ist…weiter so

    • Andreas Walter am

      Was ist denn mit Ihnen los, Anja?

      Wäre es Ihnen denn lieber, die IB würde sich wie der IS verhalten? Oder wie Che Guevara und seine Truppe? Oder wie die SA? Oder Antifa?

      Kann es sein, dass Sie uns mit jemand verwechseln? Oder ist es Penisneid, der Sie so gewaltafin macht?

      Oder stehen Sie lediglich auf Angreifer, auf Krieger, auf Männer die sich einfach nehmen was sie wollen?

      "Röyksopp- Alpha male Wolfes clip", auf YouTube

      Dann sind Sie ja womöglich doch eine ganz normale, gewöhnliche Frau. Aber eine Ilsebill.

      "Der Fischer und seine Frau Film 2005 · Trailer ·", auf YouTube

      Doch wozu brauchen Sie dann einen Mann? Machen Sie es doch einfach selbst.

      • Was ist denn mit Ihnen los,Walter? Ich weiß nicht was in Anja vorgeht,aber Ich habe einen Penis und brauche keinen Mann,würde auch keine Frau auffordern,"es sich doch einfach selbst zu machen".Trotzdem wäre es mir lieber,die IB oder sonst wer hätten etwas mehr vom IS,Che Guevarra oder auch der Sa. Offenbar für Sie das Gleiche wie die Antifa-Chaoten.

      • Und ich dachte hier gibt es Regel und Beleidigungen sind nicht zu gelassen…vor allem so wunderschöne wie mache es dir selbst

        Aber keine Angst…bei so viel Stumpfsinn hält sich der penis Neid in Grenzen….allzu viel Intelligenz scheint er nicht zu haben

    • Harald Töpfer am

      > arme Schlucker als Matrosen leisten, die am liebsten gleich bei der ersten Gelegenheit Asyl beantragen würden…

      Die Ägypter, die nach Deutschland wollten, waren Soldaten, keine Matrosen. Die Matrosen waren aus SriLanka und wollten Seemeilen sammeln, um auf besseren Kreuzfahrtschiffen anheuern zu können. Und einige von denen sind durch die wilden Gerüchte der linken Gutmenschen so irre geworden, daß sie in der Türkei Asyl beantragt haben und erstmal 3 Monate in Abschiebehaft gekommen sind. War den linken Gutmenschen offenbar wurscht, Hauptsache es springen ein paar saftige Schlagzeilen raus.

    • Lieb Anja, da hatten eine Hamd voll Leute mehr drauf als die gesamt Antifanten in Deutschland. Habe da schon ein paar kennen gelernt. Lächerliche Gestalten 🙂

    • Stefan Bauer am

      Eifersüchtig auf Brittany Pettibone? Weil politisch hast Du ja gerade geoutet, dass Du gar nichts gecheckt hast.

  6. DerSchnitter_Maxx am

    Andere Länder … andere Sitten …
    Bezeichnend – Zitat: " Ich sag’s mal so: Die deutsche Polizei kann man ja vielleicht noch verarschen, aber das ägyptische Militär hat durchaus seine Methoden, bei dem selbst ein unerschrockener Mensch wie ich dazu neigt, die ganze Wahrheit zu sagen…"
    In Futschland kann jede dahergelaufene Gestalt … tun und lassen was gefällt ohne arg gefährliche Konsequenzen fürchten zu müssen. Eine verlockende Versuchung und Vorstellung, für Gestalten mit … immens durchtriebener … und/oder krimineller Energie ins Schand(r)affenland einzufallen und einzudringen – Neue Männer braucht das Land (?) Tja … sieht wohl so aus … (!?)
    Jetzt kann sich jeder einen Bunten-Stift nehmen (Farbe ist €gal) und ausmalen wie’s und was gemeint ist … denn das "Unausweichliche" … klopft schon an der Tür … !

  7. armin_ulrich am

    "Schleyer: Naja, mich hat der «Besuch» 200 Euro, 500 Dollar und eine Flasche Rasierwasser gekostet. Aber damit muss man halt in diesen Breitengraden rechnen. Das ist Teil der Bakschisch-Kultur. (…)"

    Jetzt verstehe ich endlich, was mit "Bereicherern" gemeint ist ….

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