In seinem neuen Werk „Die Epstein-Kriege – Wie der Westen die Welt in Brand setzt“ attackiert Alexander Dugan nicht nur die Dekadenz und Wertezerstörung im Westen, sondern skizziert auch eine Widerstandsfront, die Russland mit den traditionellen Kräften in der westlichen Welt verbindet. Dem Bündnis mit den Deutschen misst er eine besondere Bedeutung zu. Dugan wörtlich: „Vom Bündnis und von der gegenseitigen Verständigung zwischen uns hängt das Schicksal der Menschheit ab. Wenn wir gemeinsam handeln, ist uns der Sieg gewiss. Russland plus Deutschland – das ist die Formel zur Überwindung des Westens.“ Es folgt ein Auszug aus Dugins gerade bei COMPACT erschienenen Werk (hier bestellen).

    Auszug aus Dugan, „Die Epstein-Kriege“:

    Dugin, Die Epstein-Kriege

     

    Die wahren Menschen des Westens wenden sich gegen den Westen der globalistischen, internationalen Eliten. Der Westen gegen den Westen: der traditionelle Westen, der noch menschlich ist, noch nicht vollständig verdorben wurde und Ehre, Gewissen und Würde bewahrt hat, gegen jenen Westen, der sich endgültig von seinen Wurzeln losgerissen hat und von den schwarzen Fluten des Fluchs in den für ihn bestimmten Höllenabgrund getragen wird.

    Hier liegt unser gemeinsamer Treffpunkt: auf der einen Seite wir Russen, die den globalistischen Westen – den Westen als Idee der Moderne und Postmoderne – von außen ablehnen, und auf der anderen Seite jene Menschen des Westens, die dieselbe Idee von innen heraus verwerfen. Vielleicht wird es uns nicht gelingen, wieder jene Einheit zu erreichen, die vor dem verhängnisvollen Jahr 1054 bestand. Doch in jedem Fall werden diejenigen, die im Westen selbst den Blick auf die Vormoderne richten – die Traditionalisten –, sowie diejenigen, die jenseits des heutigen Westens nach einer möglichen alternativen Zukunft suchen, objektiv zu unseren natürlichen Verbündeten. Unsere Ideale mögen sich unterscheiden, doch unser Feind ist zweifellos derselbe. Wenn wir einander besser kennenlernen, werden sich viele Zweifel und Vorurteile zerstreuen. Deshalb war es sinnvoll, dieses Buch zusammenzustellen und in Deutschland zu veröffentlichen.

    Deutsche und Russen

    Deutschland wiederum ist ein eigenes Thema. Die Deutschen und die Russen sind konservativere Völker als die übrigen Gesellschaften Europas. Uns verbindet sehr viel, auch wenn wir uns in vielerlei Hinsicht unterscheiden. Vom Bündnis und von der gegenseitigen Verständigung zwischen uns hängt das Schicksal der Menschheit ab. Wenn wir gemeinsam handeln, ist uns der Sieg gewiss. Russland plus Deutschland – das ist die Formel zur Überwindung des Westens. Der Westen versteht dies sehr genau – besser als wir – und versucht deshalb um jeden Preis, dieses für ihn verhängnisvolle Bündnis zu verhindern. Daher stammen die Politik des Cordon sanitaire in Osteuropa, das Bestreben, Russen und Deutsche in den Weltkriegen frontal gegeneinander aufzuhetzen, und die künstliche Schürung der Russophobie im heutigen atlantistischen, hyperliberalen und globalistischen Deutschland. Dies betrifft jedoch in erster Linie die Eliten und nicht die Deutschen selbst. Den normalen Deutschen hat man schlicht das Recht genommen, ihre Stimme zu erheben und selbstständig zu denken. Nicht nur das Wort, bereits der bloße Gedanke an Souveränität ist strengstens verboten.

    Für den Ausgleich mit Russland: Bismarck auf einem Porträt von Franz von Lenbach (1836–1904). Foto: Wikimedia Commons, Public Domain

    Und wieder einmal steuert der Westen darauf zu, deutsche Soldaten an der Ostfront sterben zu lassen. Dort aber hat sich nichts geändert: Wer mit dem Schwert nach Russland kommt, wird durch das Schwert umkommen. Doch genau das ist das Ziel. Ein Bruder soll durch die Hand des anderen vernichtet werden – am besten beide zugleich. Darin besteht der Mechanismus des Krieges in der Ukraine. Es geht keineswegs darum, dass böse Ukrainer gute Russen töten – oder umgekehrt. Ein einziges Volk – traditionell, christlich und bodenständig – tötet sich selbst. Sollten sich auch die Deutschen an diesem Brudermord beteiligen, wäre die Freude des Westens grenzenlos.

    Lässt sich dies verhindern? Ich weiß es nicht. Gott weiß es. Doch wir selbst sind verpflichtet, alles dafür zu tun.

    Der gemeinsame Feind

    Alexander Dugin, Vordenker der multipolaren Weltordnung.
    Foto: geopolitica.ru

    Russland als Idee und die Menschen des Westens, die den Status quo ablehnen, besitzen einen gemeinsamen Feind und führen einen gemeinsamen Kampf. Wenn der Westen den Weg, auf dem er sich stur und beharrlich bewegt, bis zum Ende beschreitet, wird das Ende sowohl über ihn selbst als auch über die gesamte Menschheit kommen. Und es wird ein schlimmes Ende sein, nicht jenes, nach dem wir streben. Es wird die Ankunft des Antichristen sein, das Reich der „Großen Parodie“ René Guénons, die Epoche der totalen Simulakren, in der der Mensch selbst durch eine Fälschung ersetzt wird, wie Jean Baudrillard es beschrieb.

    Deshalb sagen wir dem Westen nicht: Stirb, verschwinde, brich zusammen, erleide eine strategische Niederlage! Wir sagen ihm: Wach auf, komm zu dir, erinnere dich, aus welcher Höhe du gefallen bist, und kehre an deinen angestammten, natürlichen Platz zurück!

    Für Deutsche ist es seit Langem gefährlich, einen Satz wie „Deutsche, bitte wacht auf!“ auszusprechen. Uns Russen aber kann niemand etwas verbieten. Deshalb werden wir sagen: „Deutsche, bitte wacht auf!“, „Westen, bitte wach auf!“ Wir sind keine Feinde. Die Feinde – das sind sie. Sie sind zugleich unsere und eure Feinde. Lasst uns daher gemeinsam kämpfen – Asen und Wanen, Achäer und Trojaner, Römer und Barbaren. Uns gegenüber steht das Tier.

    Alexander Dugin, „Die Epstein-Kriege – Wie der Westen die Welt in Brand setzt“, auf Deutsch erschienen in der Reihe COMPACT-Spezial, können Sie hier bestellen.

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