Anschlag auf «Mall of America» vereitelt: Tatverdächtiger hat somalische Wurzeln und ging einem verdeckten Ermittler auf den Leim. Nur eine von vielen Taten, wie wir sie in COMPACT-Spezial «Mädchen, Messer, Morde» aufgearbeitet haben . Hier mehr erfahren.

    Das FBI hat nach Angaben der US-Staatsanwaltschaft einen mutmaßlichen Terroranschlag auf die Mall of America in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota vereitelt. Ein 18-Jähriger, dessen Familie aus Somalia stammt, soll geplant haben, am 24. Oktober in dem Einkaufszentrum bis zu 60 Nichtmuslime zu töten.

    Sheikhdoon Abdullahi Mohamud, so des mutmaßlichen Täters, wurde in den USA geboren und ist in Richfield, Minnesota, aufgewachsen. Er wurde am Dienstag festgenommen, unmittelbar nachdem er einem verdeckten FBI-Mitarbeiter ein Sturmgewehr vom Typ AK-47 mit rund 200 Schuss Munition abgekauft hatte. Der Beamte hatte sich als Mitglied des Islamischen Staates ausgegeben.

    Mohamud zahlte 600 Dollar für das Gewehr, das zuvor unbrauchbar gemacht worden war. Festgenommen wurde er in einem öffentlichen Park in Richfield. Laut Anklage beobachteten die Ermittler den Islamisten seit Dezember 2024. Damals begann ein Informant, mit ihm Nachrichten auszutauschen.


    Zunächst habe Mohamud nach Somalia reisen und sich einer terroristischen Miliz anschließen wollen, so die Ermittler. Weil ihm das Geld dafür fehlte, habe er stattdessen einen Anschlag in der Mall of America geplant, dem größten Einkaufszentrum der USA. Den 24. Oktober habe er gewählt, weil dort an dem Tag ein Hmong-Kunstfestival stattfinden soll.

    In Chat-Nachrichten sprach der Islamist von 30 bis 60 geplanten Toten. Ihm wird vorgeworfen, die Schusswaffe und die Munition empfangen zu haben – in der Absicht, diese für ein Terrorverbrechen verwenden zu wollen. Darüber hinaus werden ihm weitere Straftatbestände zur Last gelegt, darunter materielle Unterstützung für eine als terroristisch eingestufte ausländische Organisation.

    FBI-Direktor Kash Patel schrieb auf X: «Ein vom Islamischen Staat motivierter Terrorist wollte angeblich 30 bis 60 unschuldige Amerikaner in der Mall of America töten. Er bekam ein Gewehr im AK-Stil und 200 Schuss. Er bekam aber auch das FBI. Festgenommen, bevor er einem einzigen Amerikaner schaden konnte. Dieses FBI wartet nicht, bis Terroristen zuschlagen.»

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