NATO-Freunde und Zionisten im Vormarsch. Besorgniserrgende Vorgänge auch in der AfD: Ein Block aus Westextremisten im Bundesvorstand versucht, COMPACT zu isolieren.

    Dieser Vorgang hat viele schockiert: FPÖ-Chef Herbert Kickl hat eine Unterwerfundgserklärung, fast schon eine Liebeserklärung gegenüber dem Netanyahu-Regime und dem regierenden Likud-Block abgegeben und damit die Neutralität seiner Partei im Nahostkonflikt aufgegeben sowie den sogenannten Schuldkult gegenüber Israel anerkannt. Zwar hatte ein anderer wichtiger Parteifunktionär, Harald Vilimsky, schon seit Jahren diesen Kurs eingeschlagen. Bis dato konnte man das aber für eine persönliche Marotte halten. Nun ist der Zionismus zur FPÖ-Parteidoktrin geworden – gerade in einer Zeit, da das Netanyahu-Regime wegen der Völkermordpolitik in Gaza weltweit immer mehr in die Isolation gerät.

    Das COMPACT-Sommerfest

    Auf die „Gefahr des Westextremismus“ und der Unterwanderung der europäischen Rechtsparteien bin ich auch in meiner Eröffnungsrede auf dem COMPACT-Sommerfest eingegangen. Sie können die Rede vollständig lesen in der aktuellen Oktoberausgabe von COMPACT  lesen oder direkt hier herunterladen (bitte buchen Sie hierfür einen COMPACT-Digitalpass).

    Ein Auszug: „Überall, wo Rechtsparteien in den letzten Jahren ans Ruder gekommen sind oder in Koalitionen eingetreten sind, sind aus diesen Regierungen Kriegsregierungen geworden. Die Skandinavier, Schwedendemokraten oder Wahre Finnen, sind treue Unterstützer bei der Aufrüstung der NATO an der Ostflanke gegen Russland. Oder nehmen wir Geert Wilders in den Niederlanden und seine Partei, ein treuer Unterstützer der israelischen Kriegspolitik. Dasselbe bei Vox in Spanien. Oder nehmen wir Giorgia Meloni, die sehr publikumswirksam die Augen rollen kann, aber ansonsten festhält an den NATO-Sanktionen und an der NATO-Unterstützung für die Ukraine.“

    Druck auf COMPACT

    Meine Rede vom COMPACT-Sommerfest, gehalten am 22. August, haben wir erst jetzt  veröffentlicht, da sie auch Kritik am AfD-Bundesvorstand enthält und wir die wahlkämpfenden Landesverbände, vor allem in Sachsen-Anhalt, nicht mit einer Diskussion beschweren wollten, die sie nicht zu verantworten haben. Aber jetzt, nach den Wahlen, muss endlich darüber gesprochen werden.

    Es geht um zwei Vorgänge: Drei Tage vor unserem Sommerfest hat der AfD-Bundesvorstand allen vereinbarten AfD-Rednern (Jörg Urban, Matthias Moosdorf, Oliver Kirchner) den Auftritt bei uns verboten. Und drei Wochen später wurde mein Referat zum Thema Debanking, zu dem mich der Arbeitskreis Finanzen am 12. September in den Bundestag eingeladen hatte, vom Fraktionsvorstand kurzfristig  abgesagt, und ich wurde ausgeladen.

    Das Empörende: Tino Chrupalla und Alice Weidel, die Spitzen des Bundesvorstandes und der Fraktion, hatten mit dem Vorgang nichts zu tun und haben sich bei mir entschuldigt. Wie aber kam es dann dazu? Dazu führte ich in meiner Rede Veränderungen im Kräfteverhältnis im Bundesvorstand und in der Bundesgeschäftsstelle an: „Es sind dort Kräfte am Werk, die nicht für die Partei stehen und noch nicht mal für den Bundesvorstand. Aber durch den jüngsten Wechsel im Bundesvorstand infolge des Bundesparteitages ist dort ein gewisses Chaos entstanden, was einer kleinen Pressure Group.von drei oder vier Vorstandsmitgliedern die Möglichkeit gibt, das Gremium sozusagen zu überspielen, weil die anderen sich noch nicht sortiert haben. Da haben sich diese Kräfte durchgesetzt, die erstens für eine Bundeswehr-Aufrüstung sind und die zweitens die Russen hassen. Und die drittens aus diesem Grund auch COMPACT hassen, weil wir natürlich für das Gegenteil stehen. Deswegen will man uns als eigenständigen Faktor aus der Meinungsbildung der Partei zurückdrängen, denn wir stehen einem Pro-NATO-Kurs offensichtlich im Wege.“

    Und weiter: „Das ist nicht die AfD. Das ist noch nicht mal der AfD-Bundesvorstand. Wir haben ein gutes Verhältnis zu Tino Chrupalla und Alice Weidel, – ich bin sicher, dass die beiden nicht für diese Sache verantwortlich sind. Und noch weniger die Ost-Landesverbände, die freundschaftliche Beziehungen zu COMPACT unterhalten. Das sind die guten Kräfte in der AfD, die sind immer noch in der Mehrheit. Aber wir müssen im Hinterkopf haben: Es gibt eine wachsende Gruppe von Westextremisten – nicht Rechtsextremisten! –, die aus der AfD dasselbe machen wollen wie aus den anderen Rechtsparteien in Europa, nämlich treue Gefolgsleute von USA und Israel.“

    Jürgen Elsässer auf dem COMPACT-Sommerfest

    Offensichtlich greifen diese Kräfte jetzt auch nach dem siegreichen Landesverband in Sachsen-Anhalt. Dessen sogenannter Vordenker Hans-Thomas Tillschneider hat die Ansiedlung einer israelischen Drohenenfabrik in Sangerhausen offen befürwortet – ein Schlag ins Gesicht für alle Friedensfreunde. Immerhin ist der Landesverband Sachsen stabil, der aktuell gegen eine amerikanisch-israelische Raketenfabrik in Leipzig mobilisiert. Hoffen wir, dass sich dieser Kurs  in der Partei durchsetzt.

    Meine  Sommerfest-Rede über den Westextremismus bei den europäischen Rechtsparteien und die Gefahr des Übergreifens auf die AfD können Sie vollständig lesen in der aktuellen Oktoberausgabe von COMPACT  lesen oder direkt hier herunterladen (bitte  buchen Sie hierfür  einen COMPACT-Digitalpass, herunterscrollen).

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