Grundsätzlich: Es ist natürlich positiv, wenn Vertreter der Bundesrepublik endlich wieder mit russischen Offiziellen sprechen. Doch mit wirklicher Diplomatie, die auf eine Friedenslösung hinwirkt, hatte das Treffen des russischen Außenministers Sergej Lawrow und seines deutschen Gegenübers Johann Wadephul wenig gemein. Viel mehr spulte die Merz-Regierung ihre üblichen antirussischen Ressentiments herunter. Wir halten dagegen: Setzen Sie mit der Druschba-Medaille setzt COMPACT ein Zeichen für den Frieden. Aus feinstem Silber. Hier mehr erfahren.
Es war die große Überraschung: Erstmals seit Ausbruch des neuerlichen Ukraine-Krieges im Februar 2022 traf ein deutscher Außenminister mit einem russischen Kollegen zusammen. Und das auch noch auf Initiative der Bundesrepublik, wie Sergej Lawrow in einer Pressekonferenz erklärte – Johann Wadephul hätte ihn kurzfristig um eine Zusammenkunft gebeten, welche die russische Seite, die erneut ihre Dialogbereitschaft bekräftigte, nicht verwehren würde.
COMPACT bleibt für Dich frei zugänglich. Damit das möglich ist, sind wir auch auf Werbeeinnahmen und direkte Unterstützung angewiesen.
Bitte deaktiviere Deinen Adblocker für compact-online.de oder unterstütze unsere Arbeit direkt.
COMPACT unterstützenDoch wer gedacht hätte, dass die Zeichen bei dem Gespräch, das am Samstag in New York stattfand, auf Annäherung standen, irrt. Wadephul verlas lediglich eine vorgefertigte, schriftliche Erklärung, welche die üblichen Vorwürfe in Richtung Russlands enthielt und ein sofortiges Ende des Krieges in der Ukraine forderte. Sicherlich, auch in Russland möchten die Menschen Frieden, doch gerade diese unverantwortliche und hochnäsige Politik der westlichen Eliten hat die Eskalation, die seit 2014 stattfindend, überhaupt ermöglicht. Statt Russlands legitime Sicherheitsinteressen zu respektieren, wurde nicht nur die Ausweitung der NATO vorangetrieben, sondern systematisch ehemalige Sowjet-Republiken gegen das frühe Kernland der Union aufgewiegelt. Statt endlich eine Kehrwerte einzulegen und diplomatische Töne anzuschlagen, die auf eine Versöhnung stattfinden, nutzt Außenminister Wadephul nun solch ein hochkarätiges Treffen für neue Belehrungen an die russische Seite. Befremdlich.
Trump lädt Putin zum nächsten G20-Gipfel ein
Lawrow selber zeigte sich, wenig überraschend, unbeeindruckt von Wadephuls Auftritt und erklärte, es seien lediglich die selben Äußerungen vorgebracht worden, die tagtäglich von deutschen Politikern oder Medien geäußert würden. Schade, ganz offensichtlich wurde die Möglichkeit eines wirklichen Dialogs vertan. Aber: Bald könnte sich die nächste Gelegenheit ergeben, denn US-Präsident Donald Trump hat Russlands Präsidenten Wladimir Putin zum nächsten G20-Gipfel eingeladen. Ob der russische Staatschef dieser Einladung folgen wird? Noch unklar, es wäre jedoch das Comeback Russlands vor der Weltöffentlichkeit und eine Demütigung der Bundesrepublik, die allenfalls noch am Katzentisch der Mächtigen Platz nehmen darf.
Eine gewisse Brisanz besitzt die Begegnung von Lawrow und Wadephul dennoch: Der russische Außenminister soll seinem deutschen Gegenüber eine Mappe mit Beweisen, die Russlands Unschuld an den Verbrechen von Butscha belegen sollen, übergeben haben. Geäußert haben sich dazu bisher jedoch weder Lawrow, noch der Empfänger der Dokumente, Wadephul.
Schluss mit der Kriegspolitik! Mit der Druschba-Medaille setzt COMPACT ein Zeichen für den Frieden. Aus feinstem Silber. Hier mehr erfahren.





