Ein Österreicher macht Kasse in New York, denn die Amerikaner haben einen neuen Trend für sich entdeckt, der bei uns alltäglich und alles andere als fancy ist. Gehört zum Frühstück wie der Kaffee, den Sie am besten aus der COMPACT-Tasse genießen. Hier mehr erfahren.
Der Big Apple hat etwas richtig Hippes entdeckt. Nein, es geht nicht um den Hot Girl Walk (Spazierengehen), das Girl Dinner (Abendessen) oder das House Burping (Stoßlüften) – es geht um Brot. Oder besser: um Roggenbrot aus Natursauerteig.
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COMPACT unterstützenDas bietet der österreichische Bäcker Martin Auer im New Yorker Stadtteil Soho (Manhattan) an – und hat damit eine wahre Goldader aufgetan. Er verkauft dort seine Backwaren – bestehend aus Roggenmehl, Wasser und Salz – für sage und schreibe 60 Dollar. Dagegen ist Dubai-Schokolade ein Billigprodukt.
Wie eine Boutique
Das Familienunternehmen, die Bäckerei RYE (Roggen auf Englisch), existiert bereits in der vierten Generation. Aktuell führen Martin Auer und sein Sohn den Betrieb. Laut der Instagram-Seite besteht das Mehl aus Roggen, der in unberührtem europäischem Boden angebaut werde, und wird exklusiv nach New York verschickt. Die Sauerteig-Basis werde seit über 50 Jahren am Leben gehalten, behaupten die Auers.
Nun gut, ein jahrzehntealter Teig hat schon was, aber rechtfertigt einen so hohen Preis? Offenbar ja. Zumindest in Soho. Der Laden wirkt ohnehin weniger wie eine Bäckerei als eine Boutique. Dort liegt das Brot nicht einfach im Regal, sondern hängt an der Wand, als wäre es eine Goldene Schallplatte und nicht das, was in Graz, Wien, München, Hamburg oder Dresden seit Generationen zum Abendbrot gegessen wird. Der RYE-Laden befindet sich übrigens in einem Haus, in dem einst David Bowie wohnte. Die Amerikaner stehen hier Schlange für ein Lebensmittel, das bei uns Standard ist.
Butterbrot für 14 Dollar
Wem 60 Dollar für einen ganzen Laib zu zu teuer sind, kann ein Viertel davon für 15 Dollar kaufen, ein halbes für 30, oder eine einzelne Scheibe mit Schnittlauchbutter, Liptauer, Marillenmarmelade oder – weil man schließlich in Manhattan ist – Fischeiern, «Roe on Rye». Dafür muss man 14 Dollar hinlegen.
Der ganze Laib wiegt rund eineinhalb Kilo und bleibt, verspricht der Sohn, sechs Tage lang frisch. Wer sich dafür entscheidet, sollte sich das Brot besser gleich schneiden lassen, weil die Kruste so fest ist. Man brauche ein wirklich gutes Brotmesser, sagt Tim Auer. In New York ist selbst das Messer Teil der Inszenierung.
Ob das Brot die 60 Dollar wert ist? Vermutlich schmeckt es gut. Vermutlich hält es länger. Vermutlich ist es bekömmlicher als amerikanisches Toastbrot. Wer weiß, was in den USA als nächstes zum Trend wird.
Roggenbrot und dazu ein guter Kaffee. Aus der COMPACT-Tasse schmeckt er am besten. Hier bestellen.





