Das RTL-Trendbarometer liefert interessante Zahlen zur Stimmungslage im Osten der Republik, der mittlerweile tiefblau daherkommt. Es scheint, als würde der laufende Wahlkampf in Sachsen-Anhalt diesen Trend noch verstärken. Alles spitzt sich zu auf den 6. September. Sichern Sie sich unbedingt jetzt unsere druckfrische-Ausgabe 9/2026 mit dem Titel „Die Entscheidung“. Alle Fakten zum anstehenden Urnengang! Hier mehr erfahren.

    Die AfD baut ihre Position in den östlichen Bundesländern weiter und weiter aus. Nach dem aktuellen Trendbarometer von RTL und N-TV liegt die Partei dort mit mittlerweile großem Abstand vor der Linken. Auch bundesweit führt die AfD in der Sonntagsfrage. Gleichzeitig zeigt die Erhebung ein ausgeprägtes Misstrauen gegenüber den herkömmlichen Parteien.

    56 Prozent trauen Parteien nicht mehr

    Nach der aktuellen Forsa-Umfrage kommt die AfD im Osten der Republik jetzt auf 43 Prozent. Damit liegt sie deutlich vor der Linken, die 16 Prozent erreicht. Die CDU folgt mit 13 Prozent. Grüne und SPD kommen jeweils auf neun Prozent. Alle übrigen Parteien bleiben unter der Fünf-Prozent-Marke, die FDP erreicht drei Prozent. Auch bundesweit liegt die AfD auf Platz 1, bei Forsa ausgewiesen mit 28 Prozent. Dahinter folgen CDU/CSU mit 21 Prozent und die Grünen mit 16 Prozent. SPD und Linke kommen jeweils auf zwölf Prozent. Die übrigen Parteien liegen weiterhin unter fünf Prozent.

    Besonders deutlich fällt das fehlende Vertrauen in die politischen Parteien aus. 56 Prozent der Befragten geben an, keiner Partei zuzutrauen, die Probleme in Deutschland lösen zu können. Dabei genießt die AfD mit 13 Prozent noch das größte Vertrauen. Die Union folgt mit elf Prozent, die Grünen kommen auf acht Prozent. SPD und Linke erreichen jeweils fünf Prozent.

    Auch die Bewertung der Arbeit von Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz bleibt auf äußerst niedrigem Niveau. Lediglich 13 Prozent der Befragten äüßern sich zufrieden mit seiner Arbeit. 85 Prozent zeigen sich dagegen unzufrieden.

    Auch die Meinungsforscher von Insa liefern neue Zahlen. Während die Union bei 20,5 Prozent verharrt, kann die AfD ihren Vorsprung bei Insa weiter ausbauen. Mit 29 Prozent erreicht die AfD den höchsten Wert im aktuellen Parteienvergleich und liegt damit deutlich vor der Union. CDU und CSU kommen gemeinsam auf 20,5 Prozent.

    Die Grünen verbessern sich um einen halben Prozentpunkt auf 13,5 Prozent und liegen damit vor der SPD. Die Sozialdemokraten bleiben bei 12 Prozent hängen. Die Linke verliert einen Punkt und kommt nun auf 11 Prozent. Für die FDP entwickelt sich der Trend negativ. Die Liberalen verlieren einen halben Prozentpunkt und erreichen nur noch 4,5 Prozent. Damit würden sie den Einzug in den Bundestag nach diesem Umfrageergebnis erneut verpassen. Auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) bleibt mit drei Prozent unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde.

    In Sachsen-Anhalt steht’s 43:21 für die AfD!

    Gestern ist zudem eine neue Meinungsumfrage für Sachsen-Anhalt veröffentlicht worden, wo ja am 6. September gewählt wird. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat dies dann auch Auswirkungen auf die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Die Meinungsforscher von Civey ermitteln derzeit in Sachsen-Anhalt 43 Prozent für die AfD, 21 Prozent für Schulzes CDU. Die Linke käme auf 12 Prozent. SPD (sieben Prozent) und Grüne (fünf Prozent) können den Sprung in den Landtag schaffen, BSW und FDP (jeweils vier Prozent) eher nicht.

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