In Darmstadt ist ein PKW der AfD vollständig ausgebrannt. Die bundesweite Empörung hält sich in engen Grenzen. Man stelle sich vor, Rechte hätten einen Wagen beispielsweise der Grünen gezielt beschädigt… Anschläge können die Blauen nicht stoppen, in Sachsen-Anhalt dürfte sogar Geschichte geschrieben werden. Mit „Uli rettet Deutschland“ gibt es nun sogar den ersten Comic zu den Erfolgen der Blauen. Sehr empfehlenswert! Hier mehr erfahren.

    Am vergangenen Wochenende, in der Nacht zum Samstag, musste die Feuerwehr in Darmstadt ausdrücken, um ein brennendes Auto zu sichern und den Brand zu löschen. Es bestand eine akute Gefahr für Anwohner. Nach Angaben der Polizei wurden zwei weitere Autos in unmittelbarer Nachbarschaft in Mitleidenschaft gezogen. Zunächst war von einem technischen Defekt die Rede. Dass der Pkw der AfD gehörte, wurde der Öffentlichkeit verschwiegen. Die Partei selbst musste auf diesen Umstand aufmerksam machen und setzte nun eine Belohnung von 10.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung der Täter führen.

    Hass-Schreiben aufgetaucht

    Mittlerweile ist ein anonymes Bekennerschreiben aufgetaucht. Eine Gruppe mit dem Namen „Darmstädter Aktionskollektiv“ brüstet sich mit der Tat. Ein entsprechendes Schreiben wurde auch auf der Hass-Internetplattform indymedia.org veröffentlicht. Unter der Überschrift „Auto eines AfD-Funktionärs in Brand gesetzt“ heißt es dort, dass in der Nacht zum Samstag das Auto des AfD-Funktionärs Christopher Groß in der Nähe seiner Wohnung in Brand gesetzt worden sei. Originalton:

    „Wie die jüngsten Ereignisse in Darmstadt zeigen, ist im Kampf gegen den Faschismus weder auf den Staat noch auf die Polizei zu vertrauen. Deshalb haben wir beschlossen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und etwas gegen faschistische Propaganda zu unternehmen.“

    Im Fahrzeug befanden sich AfD-Werbematerialien für einen geplanten Informationsstand. Der Vorfall reiht sich in eine Reihe von Straftaten gegen die Partei ein.

    Immer wieder kommt es zu Straftaten gegen die AfD. Neben Fahrzeugen geraten dabei auch Parteibüros ins Visier. Während des Wahlkampfs bieten sich insbesondere Wahlstände und Plakate als Ziele für Beschädigungen an. Dass politische Gewalt in erster Linie AfD-Vertreter trifft, hatte im Frühjahr auch die Bundesregierung auf Anfrage des Abgeordneten Martin Hess eingeräumt. Demnach haben im vergangenen Jahr zwei von drei Gewalttaten gegen Politiker Repräsentanten der AfD getroffen.

    Insgesamt gab es 2025 demnach 121 aktenkundige Übergriffe auf AfD-Politiker. Mitglieder der Linkspartei wurden 16 Male angegriffen, in 13 Fällen waren Grüne betroffen, in 12 Fällen Vertreter von CDU oder CSU, 12 Mal erwischte es SPD-Leute, und neun Attacken richteten sich gegen FDP-Vertreter. Insgesamt ist die Zahl gewalttätiger Angriffe auf Politiker im Vergleich zu 2024 angestiegen. Das bestätigt auch das Bundeskriminalamt, auf dessen Angaben diese Statistik beruht.

    Sehr häufig sind in diesem Zusammenhang linksextreme Täter am Werk. Die entsprechenden Zahlen gehen von 60 Prozent antifaschistisch motivierten Taten aus. Elf Prozent der Fälle werden Rechten zugeordnet, 26 Prozent sonstigen Tatverdächtigen. Auch bei einer Gesamtbetrachtung aller registrierten Übergriffe auf Politiker – einschließlich sogenannter Äußerungsdelikte – verzeichnet die AfD laut Zahlen des Bundeskriminalamts die meisten Fälle. In der Statistik werden 1.852 Delikte gegen Vertreter der blauen Partei aufgeführt.

    Politische Enthemmung

    Zu den erfassten Äußerungsdelikten zählen unter anderem Beleidigungen, Bedrohungen, Verleumdungen, Nötigungen, Volksverhetzung oder verhetzende Beleidigungen. Nicht nur Politiker selbst, sondern auch Parteibüros und Parteieinrichtungen geraten regelmäßig ins Visier. Mit 239 registrierten Angriffen auf Parteigebäude war die AfD auch hier am häufigsten betroffen.

    Der stellvertretende innenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Martin Hess, sieht darin eine Folge einer „politischen und medialen Enthemmung“. Gegenüber Nius erklärte er, die AfD werde seit Jahren „diffamiert“ und „delegitimiert“, wodurch Extremisten sich zur Gewalt ermutigt fühlen könnten.

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