Schlager-Opa Herbert Grönemeyer hat Ärger. Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt gegen ihn. Es geht um einen Schlachtruf gegen „rechte Ratten“ im Rahmen eines Auftritts im Februar dieses Jahres. Wird es jetzt eng für ihn oder retten ihn seine Mainstream-Freunde? Die mutige Journalistin Juia Ruhs hat dargelegt, wie „Links-grüne Meinungsmacht“ funktioniert. So der Titel ihres Buches. Hier mehr erfahren.

    Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat ein Verfahren gegen Herbert Grönemeyer wegen des Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet. Ein Mann hatte Anzeige erstattet, nachdem Grönemeyer bei einem Konzert von „rechten Ratten“ gesprochen hatte.  Hintergrund ist eine Äußerung des Musikanten bei einem Konzert in Dortmund, bei dem gegen „rechte Ratten“ und „rechte Rassisten“ gepöbelt hatte.

    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde das Verfahren bereits am 5. März eingeleitet. Der Sprecher der Behörde bestätigte die Ermittlungen gegenüber Apollo News. Der Anzeigenerstatter wurde wenige Tage später, am 10. März, schriftlich über das Verfahren informiert.

    Entmenschlichung des Andersdenkenden

    Grönemeyer war bei einem Konzert in Dortmund im Februar 2026 wie so oft über politische Gegner hergezogen. Dabei brüllte unter anderem: „Fakt ist, wir sind eine stabile bürgerliche Gemeinschaft. Solidarisch, fest, klar und eindeutig. Und wir stehen zusammen, bis sie wieder in ihren Löchern verschwinden, wo sie herkommen.“ Direkt davor hatte er gegen „rechte Ratten und rechte Rassisten“ gewettert.

    Der Mann, der die Anzeige erstattete, sieht darin eine strafrechtlich relevante Äußerung. Nach seiner Darstellung habe Grönemeyer mit dem Begriff „rechte Ratten“ die AfD sowie deren Wähler gemeint. Er sieht neben dem Verdacht der Volksverhetzung auch mögliche Tatbestände der Beleidigung, der üblen Nachrede und der Verleumdung erfüllt.

    In seiner Anzeige argumentiert der Mann, die Bezeichnung als „Ratte“ sei eine Entmenschlichung. Andersdenkende würden dadurch mit Ungeziefer gleichgesetzt und ihnen ihre persönliche Würde abgesprochen. Besonders problematisch sei aus seiner Sicht zudem die Aufforderung, diese Menschen sollten „in ihren Löchern verschwinden“.

    Darüber hinaus kritisiert der Anzeigenerstatter die Wortwahl und verweist auf die historische und gesellschaftliche Sensibilität entmenschlichender Begriffe in Deutschland. Zugleich wirft er Grönemeyer einen Widerspruch zwischen seinem politischen Auftreten und der von ihm verwendeten Sprache vor. Welche konkreten Schritte die Staatsanwaltschaft inzwischen unternommen hat und wie das Verfahren weitergeht, ist gegenwärtig offen. Gut ist in jedem Falle, dass dieser Typ Gegenwind erntet.

    Gegen „rechte Gewieher“

    Zuletzt hatte er sogar Mainstream-Medien verärgert. Auf seiner Tour zu Beginn dieses Jahres durch deutsche Städte gibt sich Herbert Grönemeyer besonders fanatisch, schrie immer wieder Antifa-Parolen und wiederholte Formulierung von den „Ratten“ mehrfach. Der österreichischen Kronen-Zeitung war das aufgestoßen: Sein Rundumschlag habe bei bei „vielen Fans große Wut ausgelöst“, notierte das Blatt.

    Zu den Konzertbesuchern gehörte damals auch der Politikberater Stefan Petzner, früher für das BZÖ aktiv. Er ärgerte sich: „Jeder Bürger dieses Landes, der sich als politisch rechts der Mitte einstuft, soll laut Grönemeyer also ,verschwinden‘. Es wäre interessant, von ihm zu erfahren, welche Art von ,Löchern‘ er genau meint, in die sie alle verschwinden sollen.“

    Grönemeyer ist seit Jahren schon stramm auf linkem Kurs. Während der Corona-Zeit drehte er komplett frei, gab sich als Impf-Fanatiker. Vor einigen Jahren ließ er ebenfalls während eines Konzerts die Maske fallen und polterte: „Dann liegt es an uns zu diktieren, wie ne Gesellschaft auszusehen hat.“ Erst gestern pöbelte er bei einem Konzert in Berlin anlässlich des Anschlags auf den CSD gegen „rechtes Gewieher“, obwohl die Attacke wahrlich nicht von Rechten begangen worden.

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