Itamar Ben-Gvir gehört zu den aggressivsten Kriegstreibern Israels. Jetzt fordert der sogenannte Sicherheitsminister der Netanjahu-Regierung tägliche Luftschläge gegen willkürlich ausgesuchte Palästinenser und spricht einem Volk faktisch das Lebensrecht ab. In unserer COMACT-Spezialausgabe „Schurkenstaat. Geschichte in Gegenwart Israels“ haben wir uns bereits ausführlich mit dem Vorsitzenden der Partei Otzma Jehudit (Jüdische Stärke) und seinen extremistischen Visionen befasst. Sichern Sie sich deshalb noch schnell ein Exemplar, denn wer die Wahrheit spricht, braucht ein schnelles Pferd. Hier bestellen!

    „Ich finde, es sollten in Gaza gezielte Tötungen ausgeführt werden, wobei jede Nacht 30 bis 40 ausgeschaltet werden. Nicht nur diejenigen, die eine unmittelbare Gefahr bedeuten – es gibt dort Menschen, die es nicht verdient haben, zu leben. Sie sollten nicht am Leben sein. Sie sind nicht einmal Menschen“ – diese irre Aussage stammt nicht aus irgendeinem anonymen Internet-Beitrag, der in sozialen Netzwerken kursiert, sondern von einem führenden Mitglied der israelischen Regierung. Von Itamar Ben-Gvir, dem radikalsten Hardliner im Umfeld Netanjahus. Und es ist nicht die erste Entgleisung.

    Beispiele gefällig? „Jeder, der sich [der Grenze] nähert, muss eine Kugel abbekommen. Wir können nicht zulassen, dass Frauen und Kinder sich der Grenze nähern“, wütete Ben-Gvir während einer Kabinetts­sitzung im Februar 2024. Oder im Juni 2026: „Für jede Träne einer israelischen Mutter müssen tausend libanesische Mütter wei­nen. Der gesamte Libanon muss in Flammen aufge­hen.“

    Hassprediger radikalisierte sich früh

    Der Sohn einer kurdischen Jüdin und eines irakischen Juden gehört zu den radikalsten Kräften in der Knesset. Der religiöse Fanatismus wurde ihm aber nicht in die Wiege gelegt, Ben-Gvir radikalisierte sich erst in seiner Jugendzeit. Parallel studierte er Jura. Als junger Mann war er glühender Anhänger des orthodoxen Rabbiners Meir Kahane, jenem Rabbi, dessen Partei Kach 1988 vom Obersten Gericht wegen ihrer offen arabophoben und rassistischen Ausrichtung von den Knesset-Wahlen verbannt worden war. 1994 wurde die Kach sowie ihre Abspaltung die Kach Chai schließlich verboten.

    Der Nahe Osten in Flammen. Foto: tanitost | Shutterstock.com

    Einer von Meir Kahanes Anhängern erlangte zweifelhafte Berühmtheit: Der Terrorist Baruch Goldstein, der im Februar 1994 in Hebron 29 Muslime während des Gebets erschoss und mehr als hundert Menschen verletzte. Auch Jigal Amir, der 1995 Israels Premierminister Jitzchak Rabin hinterrücks erschoss, war von Kahanes Ideologie inspiriert. Das Bild von Goldstein schmückte jahrelang Ben-Gvirs Wohnzimmer, bis er es 2020 abnahm, um seine Parteikarriere voranzutreiben. Er distanzierte sich.

    2013 gründete Ben-Gvir mit zwei seiner Mitstreiter eine eigene Partei – die Otzma Jehudit. Bei der Knesset-Wahl 2022 kandidierte Otzma Jehudit im Bündnis mit Bezalel Smotrichs Religiös-Zionistischer Partei und feierte einen deutlichen Wahlerfolg. Im November 2022 wurde er Minister für Nationale Sicherheit. Kurze Zeit später, im Frühjahr 2023, spendierte Netanjahu seinem Sicherheitsminister eine eigene Polizeitruppe. Im Januar 2025 trat er wegen eines Gaza-Waffenstillstands zurück, kehrte aber im März 2025 in sein Amt zurück.

    Er lobte die brutale Hinrichtung von Palästinensern

    In dieser Machtposition gefällt er sich und schreckt vor Gewalt und Terror nicht zurück. Fünf Länder – Großbritannien, Australien, Kanada, Neuseeland und Norwegen – sanktionierten ihn und Finanzminister Bezalel Smotrich wegen des Verstoßes gegen die Menschenrechte. Er drängt auf die Wiedereinführung der Todesstrafe, verbot, dass palästinensische Terroristen in israelischen Gefängnissen frisches Brot bekommen und sorgt für die Bewaffnung radikaler Siedler.

    Im November 2025 lobte er die brutale Hinrichtung von zwei Palästinensern durch israelische Sicherheitskräfte. Zwei Videos, aufgenommen von gegenüberliegenden Gebäuden zeigen den Ablauf: Nachdem ein Bagger das Garagentor einzureißen begann, kamen zwei Männer hervor, hoben die Hände und zeigten, dass sie keine Sprenggürtel trugen. Auf Anweisung der Sicherheitskräfte legten sie sich auf die Straße. Dann befahl man ihnen, zurück unter das Tor zu kriechen. Kaum waren sie dort, eröffneten die Truppen das Feuer. Anschließend riss der Bagger das Tor ganz nieder, das über den Leichen der beiden Männer zusammenstürzte.

    Itamar Ben-Gvir hat bewiesen, dass man in Israel heute nicht mehr extremistisch genug sein kann, um vom israelischen Militär abgelehnt zu werden, aber sehr wohl extremistisch genug, um das Land mitzuregieren.

    Politiker wie Ben-Gvir steuern die Politik des Landes. In unserer COMACT-Spezialausgabe „Schurkenstaat. Geschichte in Gegenwart Israels“ zeigen wir, was andere Medien verschweigen. Wir reißen den Kriegstreibern und Menschenhassern die Maske vom Gesicht. Jetzt bestellen!

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