Die hohe Politik ringt um die Frage, wer Steinmeier als Bundespräsident folgen könnte und will unbedingt eine Frau platzieren. Den Deutschen ist das ziemlich schnuppe. Die freuen sich eher auf das Sommermärchen 2026, nämlich die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Unsere Ausgabe 7/2026 hat dazu alle Infos. Hier mehr erfahren.

    Gemäß einer aktuellen Forsa-Umfrage ist den Deutschen das Geschlecht des nächsten bundesdeutschen Staatsoberhauptes völlig gleichgültig. Das geben jedenfalls 74 Prozent aller Befragten an, und auch 68 Prozent der Frauen sehen das so. Sogar in linken Parteien finden sich keine Mehrheiten für die Idee, das Amt jetzt zwingend einer Frau zuzuschanzen.

    Personalvorschläge fallen den Bundesbürgern auch nicht wirklich ein. Am häufigsten wird Angela Merkel genannt, aber dieses Szenario steht nach Lage der Dinge nicht zur Debatte. Forsa hatte speziell nach ihrem Namen gefragt, obwohl die Alt-Kanzlerin eine Kandidatur schon im Frühjahr ausgeschlossen hatte.

    Clown Hape Kerkeling, der sich selbst ins Spiel brachte, wird zumindest öfter für geeignet gehalten als Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Ilse Augner, die Favoritin des BRD-Establishments, genießt lediglich das Vertrauen von etwa 25 Prozent der Bürger, Julia Klöckner kommt sogar nur auf 20 Prozent.

    Zwar könnte sich fast jeder zweite Bürger auch einen Präsidenten vorstellen, der eben nicht aus dem Altparteien-Politbetrieb käme, doch bei den Namen tun sich die Befragten dann doch schwer. Entertainer Günther Jauch und Hape Kerkeling kommen nur auch auf magere Zustimmungswerte von etwa 25 Prozent.

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    Der deutsche Bundespräsident wird nicht vom Volk, sondern von der Bundesversammlung gewählt. Gremium setzt sich aus den 630 Bundestagsabgeordneten und einer gleichen Anzahl von Ländervertretern zusammen. Die nächste Wahl findet am 30. Januar 2027 statt, im März endet die zweite und letzte Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier.

    Steinmeier: Es bleibt nichts

    Der hatte seine Tätigkeit in den vergangenen Jahren derart schlecht ausgefüllt, dass die Deutschen offenbar auch das Interesse an diesem repräsentativen Amt verloren haben. Sogar dem Kölner Stadt-Anzeiger ist jetzt aufgefallen: „Frank-Walter Steinmeier dürfte als Staatsoberhaupt schnell in Vergessenheit geraten, schneller jedenfalls als Joachim Gauck, Roman Herzog und vielleicht sogar Horst Köhler. Oder fiele jemand auf Anhieb ein, was Prägendes von ihm bleiben sollte, wenn er in einem halben Jahr aus dem Amt scheidet?“

    Den Deutschen ist das gleichgültig. Die freuen sich eher auf das Sommermärchen 2026, nämlich die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Unsere Ausgabe 7/2026 hat dazu alle Infos. Hier bestellen.

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