Zensoren und verbissene Sprachpolizisten unserer Tage nehmen auch auf ihresgleichen keine Rücksicht. Jetzt erwischt es sogar Georg Restle, das bekannte ARD-Gesicht. Gegen Tabus: Unsere neue Spezialausgabe „Schurkenstaat – Geschichte und Gegenwart Israels“ deckt ohne Scheuklappen auf. Hier mehr erfahren.

    Wer geglaubt hatte, er könne den Zensoren in der Bundesrepublik Deutschland entkommen, in dem er stets gegen deutsche Interessen wirkt und sich als politisches Liebkind präsentiert, sieht sich getäuscht. Wer auch nur einmal vom vorgegebenen Weg abweicht, wird niedergeknüppelt. Mit Georg Restle erwischt des gegenwärtig einen der stromlinienförmigsten Regierungs-Journalisten unserer Zeit. Auch er hat kein Bonuspunkte-Konto, auf das er jetzt verweisen könnte, um die eigene Haut zu retten.

    „Wachsender US-israelisch-marokkanischen Nexus“

    Worum geht es? Der Mainstream-Journalist, mittlerweile Leiter des ARD-Hauptstadtstudios in Nairobi, hat gewagt, auf eigene Gedanken zu dem Migrantenansturm von Ceuta zu setzen. Auf X ließ er durchblicken, hinter dem Vorfall könnte auch eine gemeinsam von den USA, Israel und Marokko koordinierte Aktion stecken.

    Dazu teilte er einen Beitrag des US-Magazins The Nation mit dem Titel „Die wahre Geschichte hinter der Menschenwelle, die nach Ceuta strömte“. Dort schrieb ein Politikprofessor von der Invasion illegaler Migranten in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika: Diese Grenzstürmungen seien „Teil der Bemühungen des wachsenden US-israelisch-marokkanischen Nexus“ gewesen, die spanische Regierung zu schwächen, „Europa zu spalten und internationales Recht zu untergraben“.

    Nunmehr sieht Restle die Antisemitismuskeule, die er schon so oft selbst geschwungen hat, gegen sich selbst gerichtet. Sprachpolizisten fordern ein Einschreiten des Rundfunkrates. Ein Mitglied des WDR-Rundfunkrates, Felix Schotland, hat sogleich Beschwerde beim Sender eingereicht. Die Jüdische Allgemeine dokumentierte die Tirade des Mitglieds im Vorstand des Synagogen-Gemeinde Köln flankierend im Wortlaut. Auszug der Attacke gegen Restle:

    „Von ihm erwarte ich eine faktenbasierte, sorgfältige und ausgewogene Kommunikation. Aussagen dieser Tragweite sind geeignet, das Vertrauen in die journalistische Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit des WDR nachhaltig zu beschädigen.“

    Er sei irritierend, wenn ein führender WDR-Journalist eine Darstellung verbreite, nach den geopolitischen Entwicklungen durch ein konspiratives Netzwerk gesteuert seien. Er befürchte, dass eine solche Kommunikation nicht geeignet sei, „das Vertrauen der Zuschauer und Beitragszahler in die Neutralität des WDR zu stärken“.
    Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, hat ebenfalls bereits seinen Unmut öffentlich kundgetan wie auch Jan Jacobi, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Potsdam. Er attestierte Restle „eine bedenkliche funktionelle kognitive Fehlleistung“. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Serap Güler kommentierte: „Antisemitismus und Antiamerikanismus vom Feinsten. Dass sich ein Journalist des ÖRR nicht schämt, Verschwörungstheorien zu verbreiten, ist dabei der Gipfel.“

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    Restle selbst versucht derzeit zu retten, was noch zu retten ist. Er wolle sich das von ihm geteilte Zitat weder zu eigen machen noch hätte er es selbst so formuliert, schreibt er jetzt. Und: „Daher war es ein Fehler, dieses Zitat so kommentarlos wiederzugeben, weil mir hätte klar sein müssen, dass mir dieses Zitat zugeschrieben wird. Gegen die haltlosen Vorwürfe, ich würde hier Antisemitismus verbreiten, verwahre ich mich dagegen ausdrücklich.“

    Antifa-Restle

    Restle war jahrelang Gesicht und Moderator des einseitigen Polit-Magazins Monitor (WDR). Seit März leistet er das ARD-Studio in Nairobi. Sein journalistisches Handwerk erlernte er beim Radio Dreyeckland (RDL), Deutschlands erster Piratensender, der von Freiburg aus auch nach Frankreich und in die Schweiz sendet. Der Kanal ist eine feste Größe in der linken Medienszene. Immer wieder hat Restle in seinem Kampf gegen rechts auch nähe zur Antifa durchblicken lassen.

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