Die Absage des mit Spannung erwarteten Rededuells zwischen AfD und BSW auf dem COMPACT-Sommerfest durch Wagenknechte schlägt hohe Wellen. Auch innerhalb des BSW wird heftig darüber gestritten. Einige Stimmen lassen erahnen, dass die neue COMPACT-Spezialausgabe „Schurkenstaat“ hinter den Kulissen eine Rolle gespielt haben dürfte. Einflussreiche Transatlantiker gibt es auch in jeden Reihen. Keine Frage: Die COMPACT-Sonderausgabe hat es natürlich in sich! Hier mehr erfahren.

    Fakt ist, dass der BSW-Landesvorstand Sachsen-Anhalt in den Stunden vor der Absage einem brutalen erpresserischen Druck ausgesetzt war. Es gab tagelangen Psychoterror, und es wurden von wichtigen Partei-Größen schmutzige Kampagnen gefahren. Auch der Landesverband Thüringen, der mit der CDU gegen Höcke koaliert, hat eine üble Rolle eingenommen, wie verschiedene Kontakte hinein ins Wagenknecht-Bündnis bestätigen.

    Strippenzieher

    Seit das COMPACT-Sonderheft „Schurkenstaat – Geschichte und Gegenwart“ rasend schnell Verbreitung findet, soll der Druck noch zugenommen haben. Mehrfach ist in diesem Zusammenhange der Name Johannes Varwick gefallen. Mitglied der BSW-Grundwertekommission. Auf X kommentierte er gleich nach der Absage süffisant: „Gut, dass @bsw_vg_lsa klargestellt hat: Auch wenn die Brandmauer gescheitert ist gibts bei Rechtsradikalen nichts zu holen. Und nichts gemeinsam.“

    Vom RBB wird Varwick in Bezug auf die Ukraine übrigens so zitiert: „Offenkundig haben wir die Entschlossenheit und auch die Brutalität Putins unterschätzt.“ Über Varwick heißt es bei Wikipedia: „von 2008 bis 2011 war er Mitglied des Advisory Panels des NATO Committee for Science for Peace“ und später Berater mehrerer Bundesministerien, gehört zu den Atlantikern des BSW.

    Druck, Drohungen, Dauerfeuer: Am Ende sollen auch Tränen der Verzweiflung geflossen sein. Dann schoss auch noch der Berliner Tagesspiegel gegen die BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig, die sich zuvor noch ausdrücklich auf das COMPACT-Sommerfest am 22. August gefreut hatte und ihre Partei dort bestmöglich vertreten wollte. Nicht nur COMPACT hatte für ihr Rededuell mit dem AfD-Co-Vorsitzenden Oliver Kirchner geworben, sondern auch der Landesverband des BSW.

    „Nach Kritik rudert sie zurück“

    Nachdem das Duell seit dem 18. Juli beworben worden war, erfolgte am 22. Juli die Absage durch das BSW. Bezeichnenderweise gab es keine offizielle Erklärung der Partei, sondern die Öffentlichkeit wurde durch einen Artikel im Tagesspiegel in Kenntnis gesetzt. Dort hieß es: „Spitzenkandidatin für Sachsen-Anhalt sucht Nähe zu COMPACT“. Und dann: „Nach Kritik rudert sie zurück – doch den Draht nach Rechtsaußen will sie nicht aufgeben.“ Der Tagesspiegel weiter weiter:

    „Trotz der Absage will sich Wittig nicht von COMPACT distanzieren: ‚Die Spitzenkandidaten und Landesvorsitzenden des BSW Sachsen-Anhalt halten es weiterhin für dringend erforderlich, mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern über die politischen Alternativen für unser Land zu diskutieren.“.

    COMPACT-Chefredakteur Jürgen Elsässer bewertete die Vorgänge in einer Erklärung. Dort heißt es: „Wähler, die irgendwie zwischen AfD und BSW geschwankt haben, werden jetzt ihre Konsequenzen ziehen. Wie In Thüringen gilt auch in Sachsen-Anhalt: Das BSW verspricht heute etwas, und morgen bricht es das Versprechen. Die Brandmauer zu den vermeintlichen ‚Rechtsradikalen‘ steht. Es gibt zwar gute Leute im BSW, und im Landesverband Sachsen-Anhalt mögen sie sogar die Mehrheit haben – aber das nützt nichts, weil sie sich nicht durchsetzen können. Von der Berliner Spitze wird jeder Versuch der Annäherung an die AfD mit erpresserischen Methoden verhindert.“

    Claudia Wittig (BSW). Foto: Privat

    Leidtragender dieses Skandals ist das BSW selbst. Die Chancen, bei den Septemberwahlen über fünf Prozent zu kommen, sind durch diesen Wortbruch gegen null gesunken. Schon aus diesem Grund wird jeder, der die politische Wende will und seine Stimme nicht verschenken will, nun sein Kreuz bei der AfD machen.

    Das neue COMPACT-Sonderheft „Schurkenstaat“ ist somit nicht nur ein unschätzbarer Wissensvermittler, sondern auch ein Bekenntnis gegen das transatlantische Lager! Hier bestellen.

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