Durch die Bundesrepublik schwappt die blaue Welle, und auch in Österreich spricht der Volkswille eine klare Sprache. Die FPÖ kommt in neuer Umfrage auf satte 37 Prozent! Sichern Sie sich dazu unsere Juli-Ausgabe mit dem Titel „Sommermärchen 2026“. Dort geht es auch um bevorstehende rechte Wahlerfolge. Hier mehr erfahren.

    In Österreich verliert die Anti-FPÖ-Koalition aus ÖVP, SPÖ und Neos massiv an Zustimmung. Laut einer aktuellen Umfrage für die Kronen-Zeitung kommen die drei Regierungsparteien gemeinsam nur noch auf 42 Prozent. Erstmals büßen dabei alle drei Koalitionspartner gleichzeitig an Zustimmung ein.

    Besonders deutlich fällt der Absturz der SPÖ aus. Die Sozialdemokraten unter Vizekanzler Andreas Babler erreichen nur noch 15 Prozent, das sind sechs Prozentpunkte weniger als bei der Nationalratswahl 2024, die für die Sozis bereits historisch schwach ausfiel.

    Auch die ÖVP von Bundeskanzler Christian Stocker bleibt unter Druck. Derzeit würde nur noch jeder fünfte Befragte die Kanzlerpartei wählen. Die Neos verlieren ebenfalls und kommen nur noch auf sieben Prozent.  Sparmaßnahmen, eine schwache Wirtschaft, interne Konflikte und Debatten über Postenbesetzungen belasten die Koalition zunehmend.

    Profiteur der Entwicklung ist erneut die FPÖ. Die Partei von Herbert Kickl erreicht in der Umfrage 37 Prozent und baut ihren Vorsprung auf die Regierungsparteien weiter aus. Angesichts der schlechten Umfragewerte wird in Wien inzwischen offen über mögliche Neuwahlen spekuliert. Der burgenländische SPÖ-Klubobmann Roland Fürst erklärte gegenüber Heute: „Mich beschleicht langsam das Gefühl, dass wir im Bund bald vor Wahlen stehen, wenn im Herbst kein Wunder geschieht.“

    KPÖ bei fünf Prozent

    Auch innerhalb der Regierungsparteien wächst der Druck. In der ÖVP gibt es Kritik am wenig profilierten Kanzler, die SPÖ steht wegen neuer Belastungen für Niedrigverdiener und Pensionisten in der Kritik. Die Neos kämpfen mit mehreren internen Problemem.

    Bemerkenswert ist außerdem das Abschneiden der KPÖ. Mit fünf Prozent würde sie laut Umfrage die Vierprozenthürde überspringen und erstmals seit Jahrzehnten wieder in den Nationalrat einziehen. Für die SPÖ ist das ein weiteres Warnsignal, da sie nicht nur Stimmen an die FPÖ verliert, sondern auch Konkurrenz auf der linken Seite bekommt.

    Trotz der Spekulationen über Neuwahlen gibt es jedoch einen gewichtigen Grund, warum die Regierung daran kein Interesse haben dürfte: Die FPÖ liegt mit klar an der Spitze und wäre nach derzeitigem Stand die mit Abstand stärkste Kraft. Macht aber wollen die alten und verbrauchten Kräfte um keinen Prei abgeben.

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