Wie peinlich ist das denn?! Die Berliner CDU hat Skandalnudel Kai Wegner als ihren Spitzenkandidaten für die anstehende Abgeordnetenhauswahl nominiert. Diese Partei hat fertig! Lesen Sie dazu unbedingt jetzt vor den anstehenden Wahlen unsere aktuelle Ausgabe „Und tschüss“ mit einer großen Unions-Entlarvung. Hier mehr erfahren.

    Sie haben es tatsächlich getan: Gut drei Monate vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus hat die offenbar von allen guten Geistern verlassene Hauptstadt-CDU ausgerechnet Kai Wegner als ihren Spitzenkandidaten nominiert. Auf dem entsprechenden Landesparteitag in Berlin-Neukölln stimmte eine erstaunlich üppige Mehrheit für Regierenden Bürgermeister, nämlich 92,6 Prozent – und das bei einem Gegenkandidaten. Ein Ergebnis wie zu DDR-Volkskammer-Zeiten.

    Dreiste Verlogenheit

    Kein Wunder, wenn der CDU-Mann am Ende sehr erleichtert wirkte: „92,6 Prozent in geheimer Abstimmung – das ist Unterstützung.“ Und: „Ich will Regierender Bürgermeister bleiben – was denn sonst!“ In Berlin wird am 20. September gewählt.

    In den vergangenen Monaten hatte sich Wegner diverse Fehltritte geleistet, darunter sein Verhalten beim Stromausfall Anfang des Jahres, als er nicht in der Öffentlichkeit blicken ließ, stattdessen zwischendurch Tennis spielen ging, dies aber zu vertuschen versuchte. Nicht wenige gingen damals von seinem Rücktritt aus. Zu dreist war die Verlogenheit dieses Typen.

    Bei der jüngsten Wahl im Februar 2023 hatte die CDU mit Wegner als Spitzenkandidaten 28,2 Prozent erreicht, jetzt kämpft er, um nicht unter zwanzig Prozent zu fallen. Mit Wegner geht es in den Umfragen seit Wochen stetig bergab.

    Was ist nur aus der CDU geworden?!

    Der Fall Wegner verdeutlicht den Niedergang der Schwarzen. Die Geschichte der CDU ist die Geschichte dreier herausragender Kanzler, die jeweils weit länger als ein Jahrzehnt die Geschicke des Landes bestimmten: Konrad Adenauer steht für Wirtschaftswunder und Westbindung, Helmut Kohl brachte die Einheit und den Euro, Angela Merkel setzte Grenzöffnung, grüne Energiewende und Islamisierung durch. Unter den ersten beiden ist der Wohlstand für alle Volksschichten gewachsen, unter letzterer hat sich die Bundesrepublik als Sozialamt für die ganze Welt etabliert – zu Lasten von Mittelstand und Arbeiterschaft.

    Aber trotz aller Unterschiedlichkeit konnten alle drei, zuletzt Angela Merkel 2013, Wahlergebnisse von über 40 Prozent für die Union einfahren. Für Armin Laschet gab es 2021 nur noch klägliche 24,1 Prozent, die Friedrich Merz 2025 auf gerade 28,6 steigern konnte. Doch schon bald nach der Bundestagswahl begann sein Absturz, jetzt kämpfen die Schwarzen auch bundesweit um die 20 Prozent-Marke.

    Wie bei allen anderen Parteien ist auch in der CDU eine qualitative Degression der Führungscharaktere zu beobachten: Der strenge Katholik Adenauer gab noch Werte und Direktiven vor, kämpfte um die Westbindung, kämpfte um Berlin. Dem bräsigen Pfälzer Kohl gelang die von ihm selbst propagierte „geistig-moralische Wende“ dagegen nie. Immerhin ergriff er aber bei der Wiedervereinigung entschlossen den „Mantel der Geschichte“, opferte jedoch dafür die D-Mark als finanzpolitischen Unterpfand unserer Souveränität.

    Von Merkel wird das Teigige bleiben, sie war immer nur Transmitter der mächtigen Kräfte ihm Hintergrund, die sie muttihaft moderierte. Armin Laschet war ihr Abziehbild – verspielte einen scheinbar uneinholbaren Vorsprung bei der Wahl 2021 durch sein dämliches Lachen vor den Ruinen des Ahrtals: Ein solcher Fauxpas wäre der Rautenfrau nicht passiert.

    Woran Merz scheiterte

    Friedrich Merz, Merkels Rivale seit über 20 Jahren, versprach einen Neuanfang. Woran ist er eigentlich gescheitert? Abseits charakterlicher Unzulänglichkeiten sind es tektonischen Verschiebungen in der Geopolitik, die die Union einbrechen ließen. Die CDU in Deutschland, die britischen Tories, die DC in Italien, die Gaullisten nach dem Tod de Gaulles – das waren allesamt transatlantische Parteien, treue Vorposten der amerikanischen Macht. Doch mit Donald Trump ist der westliche Block zerbrochen.

    Das Interesse des US-Präsidenten an Europa ist rapide gesunken, jetzt will er sogar Truppen aus Deutschland abziehen. Sein Blick richtet sich, von Israel gelenkt, auf den Nahen Osten – der Persische Golf könnte sein politisches Grab werden. Gute Beziehungen zu ihm sind für jeden Staatsmann auf unserem Kontinent toxisch geworden – zuletzt riss er Viktor Orban hinunter.

    Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich großzügig, wenn es um fremdes Geld geht. Foto: Grok KI-Generator

    Im Unterschied zu Merkel und Merz war Kohl immer um Entspannungspolitik bemüht. Er verweigerte ein Mitmachen beim Golfkrieg 1991, und während des bosnischen Bürgerkrieges in den Folgejahren verkündete er eine Leitlinie, die als Kohl-Doktrin bekannt wurde: Wo die deutsche Wehrmacht ihre Stiefel hingesetzt hat, darf die Bundeswehr es nicht. Als es 1999 zum völkerrechtswidrigen NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien kam, war er schon nicht mehr Kanzler.

    Seit Merkel wird die industrielle Basis in Deutschland zerstört, Scholz hat den Kurs verschärft. Merz hat die Bundestagswahl mit dem Versprechen gewonnen, die ruinöse Schuldenpolitik der Ampel zu beenden. Der Bruch dieses Versprechens durch die Aufnahme eines Eine-Billion-Euro-„Sondervermögens“ wäre vom Wähler vielleicht noch verziehen worden, wenn er das Geld tatsächlich für die Reparatur der Infrastruktur und den Anschub neuer Wirtschaftsprojekte verwendet hätte. Doch das Leihkapital ist an die Ukraine und die Asylindustrie verschenkt worden – und in die Alimentierung der rotgrünen Klientel geflossen.

    Damit wird die soziale Marktwirtschaft zerstört, die Volksparteien wie CDU/CSU und SPD immer breite Zustimmung in allen gesellschaftlichen Klassen gesichert hatte. Wo die zivile Produktion zusammenbricht, tritt Rüstungsproduktion an ihre Stelle.

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