Seit Samstagnacht fehlte von dem 14-jährigen Jermaine B. aus Memmingen jede Spur. Erst zwei Tage später fanden Ermittler seine Leiche in einem verlassenen Haus nahe dem Bahnhof. Plötzlich flog die Schranktür auf… In unserem COMPACT-Spezial „Mädchen. Messer. Morde.“ haben wir eine verheerende Bilanz der Einwanderungspolitik aus den letzten zehn Jahren gezogen. Hier mehr erfahren.

    Memmingen im Allgäu. Ein Junge ging am Samstagabend aus dem Haus und kehrte nicht mehr heim. Was folgte, waren zwei Tage banger Suche, ein Großaufgebot der Polizei, Hubschrauber über den Dächern der Stadt. Dann der traurige Fund: die Leiche von Jermaine B. in einem leerstehenden Gebäude unweit des Bahnhofs. Die Obduktion bestätigte Gewalteinwirkung gegen den Hals.

    Der Mörder im Schrank

    Als die Ermittler am Montag das verlassene Haus betraten, hatte sich der mutmaßliche Täter in einem Schrank im selben Raum wie die Leiche versteckt. Als die Polizisten ihn entdeckten, stürmte er heraus, griff sie mit einem Messer an und floh ins Freie. Memmingen stand unter Schock. Eine Mutter berichtete, was in ihrem Kind vorging:

    «Mama, kommt der Mann jetzt zu uns?»

    Die Einsatzzentrale alarmierte sofort ein Spezialeinsatzkommando aus München. Stunden später wurde der Flüchtige vor dem Hallenbad aufgespürt. Er griff erneut an. Die Polizisten schossen mehrfach auf ihn, doch er ließ sein Messer nicht los. Erst ein Beamter mit Schutzschild konnte ihn entwaffnen. Kurz darauf starb der 37-jährige Täter im Krankenhaus.

    Was die Ermittlungen inzwischen ans Licht brachten, machte die Tat noch unheimlicher. Zwischen dem Teenager und seinem späteren Mörder bestand offenbar schon vor der Tat Kontakt. Jermaine soll sich laut seinem Vater trotz elterlichen Verbots mit dem Mann getroffen haben. Eine geplante Verabredung, möglicherweise über einen Messenger vermittelt, könnte zum Verhängnis geworden sein. Warum der Junge zu dem Mann ging, blieb zunächst ungeklärt. Die Polizei prüft Streit und Drogen als mögliche Tatmotive. Vor dem Haus in der Freudentalstraße, in dem die Leiche gefunden wurde, stellten Bewohner Kerzen auf.

    Geduldet bis zur Tat

    Der Mann war ein abgelehnter Asylbewerber, geduldet wegen ungeklärter Identität. Geboren in Abu Qash im von Israel besetzten Westjordanland, seine Nationalität bis zuletzt ungeklärt. Deutsche Gerichte verurteilten ihn zweimal rechtskräftig: 2021 wegen Sachbeschädigung, Anfang 2026 wegen unerlaubten Aufenthalts ohne Pass. Abgeschoben wurde er nie. Der schwäbische Regierungssprecher Philipp Höß bestätigte, dass eine Abschiebung ohne geklärte Nationalität rechtlich nicht möglich gewesen sei.

    Kein Scherz: Das Bayerische Landeskriminalamt ermittelte gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft, ob der polizeiliche Schusswaffeneinsatz rechtmäßig war. Auch die Leiche des Tatverdächtigen sollte obduziert werden. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher (SPD) rang derweil um die passenden Worte:

    «Es ist unfassbar, was in den vergangenen Tagen passiert ist.»

    Die Betroffenheit in der Stadt sei sehr groß, so Rothenbacher. Eltern und Familien könnten sich an die städtische Erziehungsberatungsstelle wenden, die «kurzfristig zur Verfügung» stehe. Wer der Mann wirklich war, blieb vorerst ungeklärt.

    Die etablierten Parteien haben diesen Zuständen, die wir jetzt mitten in Deutschland erleben, den Nährboden bereitet. In unserem neuen COMPACT-Spezial „Mädchen. Messer. Morde.“ haben wir diese Gewalt analysiert und eine verheerende Bilanz der letzten zehn Jahre gezogen.  Hier bestellen!

    Kommentare sind deaktiviert.