Das Correctiv-Märchen von Potsdam ist seit einiger Zeit auch gerichtlich geplatzt. Während der angebliche Investigativ-Rechercheur Bensmann gestern bei Lanz auswich, zerlegte AfD-MdB Gerrit Huy die reißerische Inszenierung jetzt nochmals für die Öffentlichkeit. Worum es Ende 2023 bei dem angebliche so geheimen Treffen wirklich ging, erfahren Sie in der COMPACT-Edition: „Sellner. Geheimplan – Was ich wirklich will“. Die skandalisierte „Remigrations-Rede“ des Österreichers kann hier in voller Länge nachgelesen. Hier mehr erfahren.

    Im Januar 2024 veröffentlichte das linke Recherchezentrum Correctiv den reißerischen Bericht „Geheimplan gegen Deutschland“. Darin wurde ein privates Treffen vom November 2023 in Potsdam als konspiratives Geheimtreffen rechter Akteure dargestellt, bei dem angeblich ein „Masterplan“ zur massenhaften Ausweisung von Millionen Menschen, inklusive deutscher Staatsbürger, geschmiedet worden sei. Tatsächlich handelte es sich um ein internes Strategietreffen, bei dem unter anderem das legale Konzept der Remigration diskutiert wurde.

    Correctiv warf die Inhalte jedoch stark zugespitzt und sensationsheischend in die Öffentlichkeit. Die Kampagne löste bundesweite Massendemonstrationen und eine Welle der Empörung aus.. Bei dem Treffen war unter anderem die AfD-Bundestagsabgeordneten Gerrit Huy anwesend, die anschließend gegen Correctiv vor Gericht gezogen war.

    Unklar, ungenau und unvollständig

    Das Landgericht Berlin hat am 17. März 2026 ihrer Unterlassungsklage gegen Correctiv weitgehend stattgegeben. Die Kernaussage der Recherche, auf dem Potsdamer Treffen habe ein „Masterplan zur Ausweisung deutscher Staatsbürger“ existiert, ist nach Ansicht des Gerichts „nicht nur im Wesentlichen unwahr, sondern gleichzeitig unklar, ungenau und unvollständig“.

    Liebling des Volkes: Martin Sellner beim COMPACT-Sommerfest in Stößen. Foto: COMPACT

    Eine ordentliche Schelle für Correctiv, denn erst im Dezember 2025 hatte das Hamburger Landgericht Correctiv-Behauptungen als Meinungsfreiheit durchgewunken. Trotzdem bleibt Correctiv uneinsichtig. Die Organisation hat Berufung eingelegt. Das Urteil ist demnach noch nicht rechtskräftig.

    Gestern jedenfalls saßen Gerrit Huy und der Correctiv-Journalist Marcus Bensmann gemeinsam bei Markus Lanz in dessen Show. Bensmann schlug sich nicht wirklich gut. Man hatte den Eindruck, ihm fehlten zunehmend die Worte, und statt logisch zu argumentieren, verfing er sich in Details und behauptete sogar, Gerrit Huy habe Correctiv indirekt eine „Wahrhaftigkeitsmedaille“ verliehen, weil sie zunächst von einer heimlichen Aufzeichnung ausgegangen sei. Er betonte, wie detailreich der ursprüngliche Artikel sei und verteidigte seine Sicht der Dinge.

    Ein gut erzähltes Märchen

    Lanz bohrte mehrmals nach und hielt Bensmann den zentralen Vorwurf vor: „Die eine entscheidende Aussage, um die es geht, ist: Ist dort jemand zusammengekommen, um einen Masterplan zur Ausweisung deutscher Staatsbürger zu besprechen?“ Doch Bensmann ging auf diese konkrete Frage nicht direkt ein. Stattdessen wich er aus und blieb bei allgemeinen Einordnungen und der Verteidigung seiner Recherche. Er erklärte, dass der letzte Satz eine Wertung sei und, dass das Hamburger Urteil diese Wertung als rechtmäßig bestätigt habe.

    Als würde ein gut erzähltes Märchen wahr werden, weil es die eigene Meinung gut darstellt. Dumm nur ist, dass es ja trotzdem ein Märchen bleiben würde. Bensmann setzte sogar noch einen darauf und bezeichnete den Begriff Remigration als Tarnbegriff, hinter den sich die „Dämonen der völkischen Idee“ verbergen würden. Lanz kritisierte in der Sendung sinngemäß, dass Correctiv aus dem Treffen eine riesige, dramatische Geschichte gemacht und damit etwas insinuiert habe, was so nicht belegt sei – vor allem im Hinblick auf die vermeintliche Wannsee-Parallele.

    Gerrit Huy wiederum bestand darauf, dass das von Martin Sellner vorgestellte Remigrationskonzept nicht verfassungswidrig sei. Sellner habe ausschließlich einen Vortrag über Ausländer gehalten und ausländische Straftäter, die hier nicht angepasst seien und die konsequent abgeschoben werden sollten. Der Potsdam-Fall bleibt ein Lehrstück, wie reißerische Zuspitzung und aktivistischer Journalismus eine ganze Gesellschaft in Aufruhr versetzen können.

    Vom Regime gehetzt, von der Jugend geliebt:  Martin Sellner, der Rudi Dutschke von Rechts. In dieser COMPACT-Edition sind seine wichtigsten Texte im Original versammelt. Hier bestellen.

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