Er hat es wieder getan. DFB-Nationaltrainer Julian Nagelsmann hat Problem-Kicker Antonio Rüdiger für die kommenden Fußball-Länderspiele nominiert. Ex-Nationalspieler Basler versteht das nicht. Unser Buchtipp: Lassen Sie sich von Steffi Elsässer mitnehmen in eine Zeit, in der es noch eine Ehre war, für unser Land zu spielen. „Mein Deutschland“ heißt ihr Buch. Hier mehr erfahren.
Der Deutsche Fußball-Bund ist immer ganz vorne mit dabei, wenn es gilt, „Werte“ einzufordern und per Gratismut mit irgendwelchen Flach-Parolen zu verteidigen. Gerade beteiligt man sich mal wieder am Aktionstag „Bewegt gegen Rassismus“. Auch bei „Fair Play“-Aktionen und bei Statements, die auf „ökologische Nachhaltigkeit“ schwören, ist man Stammgast.
Basler gegen DFB-Doppelmoral
Wehe dem, der an dieser Außendarstellung Kritik übt. Der wird dann mit der Rassismus- oder Gutmenschenkeule attackiert. Der frühere Nationalkicker Mario Basler, einst bei Werder Bremen und Bayern München aktiv, hat sich jetzt gegen Doppelmoral und Scheinheiligkeit in den Reihen des DFB ausgesprochen.
Anlass war die neuerliche Einladung des Antonio Rüdiger zu den anstehenden Spielen der DFB-Elf in der Schweiz und gegen Ghane. Im Bayerischen Rundfunk kritisierte Basler dies scharf:
„Ich glaube dem DFB nichts mehr. Ich habe auch meine Mitgliedschaft für die Fußball-Lehrer-Lizenz gekündigt. Die bekommen von mir nicht einen Euro mehr. Für mich ist der DFB erledigt.“
Hintergrund: Rüdiger war in der Vergangenheit immer wieder negativ aufgefallen. Gerade hat er wegen disziplinarischer Verfehlungen eine mehrwöchige Sperre abgesessen. Basler wirft dem Verband vor, eigene Werte zu verraten: „Ich finde, die treten diese Werte, die sie irgendwann einmal vorgegeben haben, gerade mit Füßen, wenn man einen Spieler wie Rüdiger wieder einlädt. Ich finde es eine absolute Schweinerei.“
Rüdiger und der Islamisten-Gruß
Im vergangenen Jahr hatte Rüdiger als Spieler von Real Madrid, mit einer Kopf-ab-Geste gegnerische Fans und Spieler bedroht und beleidigt. Während der Weltmeisterschaft rauchte er im Quartier der Nationalelf seelenruhig Wasserpfeife, wird berichtet. Im März 2024 kam es zu Diskussionen, als Rüdiger auf Instagram ein Foto von sich auf einem Gebetsteppich teilte, mit erhobenem Zeigefinger – also dem Islamisten-Gruß – und Ansage: „Möge der Allmächtige unser Fasten und unsere Gebete annehmen.“
Das Bundesinnenministerium erklärte die Geste kurzerhand zu einem unproblematischen Glaubensbekenntnis, das in muslimischen Gemeinschaften weltweit üblich sei und keine extremistischen Hintergründe habe. Im Juni 2024 wiederholte Rüdiger die Geste bei einem UEFA-Fotoshooting vor der Europameisterschaft und erklärte anschließend, dies sei auf Anweisung des Fotografen geschehen.
Vor einiger Zeit machte ein Video die Runde, dass Rüdiger und einen Fußball-Fans zeigte. Der Anhänger wollte ihn offenkundig berühren. „Du musst mich nicht anfassen“, zischte er daraufhin höchst arrogant. Die Aufnahme verbreitete sich rasant in sozialen Medien und wurde hitzig diskutiert. Auch spanische Medien berichteten ausführlich.
Bundestrainer Julian Nagelsmann trägt die Verantwortung für die neuerliche Einladung Rüdigers zur Nationalmannschaft. Basler: „Julian Nagelsmann kann man ja mittlerweile nichts mehr glauben. Er hat sich bei mir völlig unglaubwürdig gemacht, weil er einfach einen Rüdiger wieder einlädt, der auf Bewährung gespielt hat.“
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