Die Landtagswahlen in Baden-Württemberg sind ausgefochten. Ein blaues Wahlbeben ist ausgeblieben, das AfD-Ergebnis ist jedoch sehr vorzeigbar. Özdemir schlägt Hagel, die SPD erlebt ein Debakel, FDP und Linke scheitern. Sichern Sie sich jetzt den Höcke-Taler von COMPACT in feinstem Silber als Antwort auf alle Hetzkampagnen. Hier mehr erfahren.

    Es ist tatsächlich zu dem von Medien in den letzten Tagen herbeigeschriebenen Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem vormaligen Ampel-Landwirtschaftsminister Cem Özdemir sowie dem farblosen CDU-Mann Manuel Hagel bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg gekommen. Am Ende setzte sich der Grüne knapp durch.

    Grüne Mogelpackung

    Mehr als 30 Prozent für die Grünen? Wer sich fragt, wie das möglich ist, der muss sich vergegenwärtigen, dass die Grünen in Baden-Württemberg als etwas weniger durchgeknallt gelten und der diesbezügliche Ruf auch vom langjährigen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann gehegt und gepflegt wurde. Bundesweit wissen viele Deutsche gar nicht, dass dieser Polit-Opi zur grünen Partei zählte.

    Auf diesem Ticket hat sich nun auch Özdemir versucht. Auf seinen Wahlplakaten war zu einem großen Teil gar nicht abzulesen, dass es sich um einen Politiker der Grünen handelt. Die Rechnung ging auf, Özdemir kam auf 30,3 Prozent, gewann die Wahl, und plötzlich grinsten die Partei-Chefs Felix Banaszak und Franziska Brantner in die Kameras. Dass die Grünen speziell in den vergangenen zehn Tagen zur großen Aufholjagd ansetzten, dürfte auch mit dem verheerenden Gesamtbild zu tun haben, das der CDU-Kandidat ablieferte.

    Cem Özdemir (Die Grünen); YT-Screenshot

    Für den vor wenigen Wochen in Umfragen noch haushoch führenden CDU-Spitzenkandidaten blieb am Ende nur Platz 2. Dieses Debakel darf er sich mit hochgradig misslungenen Auftritten im Wahlkampf denn auch selbst zuschreiben. Der 37-Jährige, einst Sparkassen-Filialleiter, gilt innerhalb der CDU einen Namen als besonders karrieregeil, ist aber offenkündig unfähig.

    Sein Weg: 2006 Parteieintritt, 2010 Beisitzer im Kreisvorstand, 2019 Kreisvorsitzender, daneben Karriere in der Jungen Union, später Generalsekretär der CDU im Ländle und 2021 Fraktionsvorsitzender im Landtag, seit 2023 ist er zudem auch noch Landesvorsitzender. Der Typ hat immer auf die Karte „Mehr Schein als Sein“ gesetzt.

    Letztlich legte der Landeswahlleiter ein vorläufiges Endergebnis vor, nach dem der Sieger mehr als zwei Prozent gegenüber der jüngsten Landtagswahl in Baden-Württemberg 2021 verloren hat, der CDU-Verlierer indes konnte gegenüber dem Urnengang vor fünf Jahren um mehr als fünf Prozent zulegen. Beide kommen nunmehr auf 56 Sitze im neuen Landtag…

    Bestes AfD-Wahlergebnis im Westen

    Platz 3 geht erwartungsgemäß an die AfD mit 18,8 Prozent und einer Verdoppelung im Vergleich zu 2021. Damit sind die Blauen deutlicher Wahlsieger, also die Partei dem meisten Zuwachs. Zudem fuhr sie gestern ihr bestes Wahlergebnis seit ihrer Gründung im Westen der Republik ein. Seit 1952 hat keine Partei rechts von der CDU derart stark in Baden-Württemberg abgeschnitten.

    Und sie sorgt für steigende Wahlbeteiligungen bei Wahlen, was Freunden von „Unsere Demokratie“ eigentlich gefallen müsste. Beispielsweise staunt das Handelsblatt: „Auffällig sind vor allem die Wählerwanderungen. Die AfD mobilisiert in erheblichem Umfang ehemalige Nichtwähler. Sie bleibt die stärkste Kraft bei der Reaktivierung politisch Abstinenzler.“

    Sehr gut schnitt die AfD vor allem in ländlicheren Gebieten ab. Im südbadischen Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen fuhr sie ihren höchsten Zweitstimmen-Anteil von 26,7 Prozent. In Pforzheim wurde die AfD 26,4 Prozent stärkste Kraft. Und im Wahlkreis Mannheim I gewann ihr Kandidat Bernhard Pepperl sogar das Direktmandat.

    Die Erwartungen waren allerdings zuvor auch intern sehr hoch, zeitweise schien es sich Richtung 25 Prozent zu entwickeln. Spitzenkandidat Markus Frohnmaier aber lieferte zuletzt Angriffspunkte. Er war nicht in der Lage, Krieg ohne Wenn und Aber abzulehnen. Das musste Misstrauen schüren, zumal die Mehrheit der Menschen in der BRD den völkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran ausdrücklich ablehnt. Dass Frohnmaier kurz nach der Attacke mitten im Wahlkampf in die USA aufbracht, verbesserte seine Lage gewiss nicht.

    Natürlich gilt auch für die AfD, dass die Zuspitzung auf einen Zweikampf im Wahlkampfendspurt zwischen Grün und Schwarz Stimmen kostete. Auch die Kampagne um die Vetternwirtschaft wird das Ergebnis ein bisschen minimiert haben. Dennoch: Niemand wird Chrupalla und Weidel sowie auch Frohnmaier verwehren wollen, sich als Wahlsieger feiern zu lassen. Alle weiteren Fragen sollten sie nun intern klären.

    AfD-Politiker Markus Frohnmaier. Foto: Facebook

    Den Schenkelklopfer des Wahlabend lieferte AfD-Chefin Weidel, die in der Runde mit Bundesvertretern der Parteien von SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf unterbrochen worden war. Weidel reagierte: „Sie haben hier gerade mal knapp fünf Prozent eingefahren. Sie sind ja glaube ich von der SPD, ich habe Sie irgendwie noch nie gesehen, aber ich glaube, Sie sind von der SPD, nicht wahr?!“

    Wähler-Abrechnung mit der SPD

    Die Sozis landeten bei desaströsen 5,5 Prozent. In Worten: Fünfkommfünf! In einem westlichen Bundesland! Das ist wirklich eine heftige Klatsche und stellt das schlechteste SPD-Ergebnis bei einer Landtagswahl seit Gründung der Republik. Die verdiente Quittung für mangelnde Distanz zu Kriegstreibereien und weltfremde Wokeness-Politik!

    Außerdem hatte sich Genosse Spitzenkandidat Andreas Stoch einen dicken Klopfer geleistet. Der 56-Jährige nutzte einen Wahlkampf-Termin ausgerechnet bei einer Tafel für Bedürftige in Bühl doch glatt, um den Fahrer seines Dienstwagens zum Einkaufen von Enten-Pastete für sich selbst im benachbarten Frankreich zu entsenden.

    Leckereien, die pro Kilo locker 40 Euro kosten, als Luxusgut per Fahrer holen lassen, während man Wahlkampf in der Tafel macht? Wie abgehoben kann man sein?! Wer wundert sich da noch, dass die SPD in Baden-Württemberg bei Arbeitern nur noch vier Prozent einfahren konnte? 2001 waren es übrigens noch 32 Prozent. Nach der Klatsche von gestern ist hat Pasteten-Stoch nun seinen Rücktritt angekündigt.

    Zurücktreten wird auch der FDP-Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke nach der 4,4 Prozent-Pleite der angeblichen Liberalen. Nie zuvor in ihrer Geschichte war die Partei in Baden-Württemberg gescheitert. Auch für die Linke war gestern letztlich nichts zu holen. Sie landete bei 4,4 Prozent und muss nun draußen bleiben. Die Freien Wähler fahren in Baden-Württemberg 1,9 Prozent ein, das BSW 1,4 Prozent. Tierschutzpartei und Volt können die Ein-Prozent-Hürde nicht knacken. Die Werteunion blickt auf ein Ergebnis von 0,2 Prozent, die Basis verbucht 0,3 Prozent.

    Sichern Sie sich jetzt den Höcke-Taler von COMPACT in feinstem Silber als Antwort auf alle demokratiefeindlichen Umtriebe. Hier bestellen.

    Kommentare sind deaktiviert.