Deutschland steuert nach Einschätzung des Philosophen auf einen politischen Umbruch zu. Was heute noch als Tabubruch gilt, könnte schneller Realität werden, als es der politischen Mitte lieb ist. Ein blauer Erfolg wird auf Bundesebene immer wahrscheinlicher. Jetzt die Alice-Weidel-Kanzlermedaille in Silber sichern. Hier mehr erfahren.

    Seine Prognose begründet er weniger mit der Stärke der Alternative für Deutschland als mit der Reformunfähigkeit der Bundesrepublik. Deutschland gleiche einem „rostigen Tanker, der auf eine Sandbank gelaufen ist“. Diese politische Starre begünstige den Aufstieg der Ränder. In einem Interview mit der Neue Zürcher Zeitung erklärte Precht:

     „Ich halte es für denkbar, dass Alice Weidel in drei Jahren Kanzlerin ist.“

    Mit dieser Einschätzung bricht Precht bewusst mit einem politischen Tabu, das in Berlin bislang als unverrückbar galt. Seine Aussage ist weniger Prognose als Warnung: Sie beschreibt eine die logische Folge fortgesetzter Blockade.

    Warnung vor dem Systemstillstand

    Der Philosoph schließt nicht aus, dass die AfD bei der nächsten Bundestagswahl stärkste Kraft wird. In einem solchen Szenario hält er sogar eine Koalition mit der CDU für möglich, allerdings eher unter einem Pragmatiker wie Jens Spahn als unter Friedrich Merz. Die Union laufe Gefahr, ihre Wählerbasis vollständig zu verlieren, sollte sie stattdessen auf instabile Bündnisse mit linken Parteien setzen.

    Als größtes Hindernis für eine Zusammenarbeit nennt Precht die Außenpolitik. Doch auch hier erkennt er Bewegung: Während die AfD unter Alice Weidel ihre Russland-Rhetorik taktisch dämpfe, verabschiede sich die CDU schrittweise von einer kategorischen Gesprächsverweigerung gegenüber Moskau. Die AfD werde in den kommenden Jahren „viel Kreide fressen“, um den Extremismusvorwurf verblassen zu lassen und ihre Koalitionsfähigkeit zu untermauern. Er legt nach:

    „Deutschland ist heute leider weitgehend reformunfähig. Abgesehen von Gerhard Schröders Hartz-Reformen fällt mir keine einzige größere Reform der letzten Jahrzehnte ein.“

    Precht warnt zudem vor den Folgen der Brandmauer-Politik. Wenn die stärkste Kraft auf Landesebene regelmäßig durch Zweckbündnisse ausgeschlossen werde, verliere dieses Prinzip seine demokratische Bindekraft. Die bestehende Brandmauer auf Bundesebene werde dadurch nicht stabilisiert, sondern langfristig ausgehöhlt. Auch die Medien, so seine Prognose, würden sich anpassen: Je realistischer die Machtoption der AfD werde, desto vorsichtiger fielen die Angriffe nach einem Wahlerfolg aus.

    Prechts persönliche Zeitenwende

    Bemerkenswert ist Prechts Einschätzung auch vor dem Hintergrund seiner eigenen Entwicklung. Lange galt er als erklärender Begleiter des politischen Mainstreams. Noch 2018 erklärte Precht in der ARD-Sendung ttt – titel, thesen, temperamente mit Blick auf die damalige Flüchtlingsdebatte:

    „Migration ist nicht die größte Gefahr.“

    Zwei Jahre zuvor attackierte Precht in der ZEIT die Dramatisierung der Flüchtlingsfrage:
    „Unsere Debatte über die Flüchtlingskrise wird von älteren Intellektuellen bestimmt. Sie schüren Ängste, wo Offenheit vorherrscht.“ Nicht die Migranten selbst, sondern die aus der Flüchtlingskrise resultierende politische Verzagtheit, so Precht damals, sei selbst „gefährlich“.

    In den letzten Jahren aber trat er zunehmend als Kritiker der aktuellen Politik auf. Bereits 2022 äußerte er bei Markus Lanz scharfe Kritik an der politischen Handlungsfähigkeit Deutschlands und sprach von Reformstau und staatlicher Erschöpfung. Politik verliere ihre Wirkung, so Precht damals, wenn sie sich in moralischer Selbstvergewisserung erschöpfe, statt handlungsfähig zu bleiben.

    Kanzlerkandidatin Alice Weidel. Foto: COMPACT

    Diese Kritik verschärfte er in den Folgejahren. Im Rahmen eines Interviews auf der Frankfurter Buchmesse mit der WELT, präzisierte Precht diese Diagnose erneut. Zwar sei die Meinungsfreiheit rechtlich gesichert, doch gesellschaftlich gelte etwas anderes: „Die Meinungsfreiheit ist juristisch garantiert, aber gesellschaftlich zunehmend unter Druck.“ Der politische Diskurs verliere dadurch an Substanz, und öffne Räume für radikale Alternativen.

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