Hochspannung in Brandenburg: Am Sonntag kommt es im Landkreis Oberspreewald-Lausitz zur Entscheidung. Bei der Landratswahl steht die AfD-Kandidatin in der Stichwahl ihrem CDU-Kontrahenten gegenüber. Jetzt will sich das berüchtigte Kampagnen-Format Campact einmischen und die demokratischen Abläufe quasi von außen frisieren. Sichern Sie sich hierzu unbedingt unser Aufklärungspaket „1.000 Seiten BRD-Diktatur“, jetzt erhältlich für 14,99 Euro statt für 79,75 Euro. Hier mehr erfahren.

    Kommenden Sonntag gilt’s im Spreewald. Kann die AfD eine erste Landrätin stellen? Antje Ruhland-Führer hat einen guten Stand unter Einheimischen und konnte im ersten Wahlgang satte 43,6 Prozent der Stimmen einfahren. Während der Auszählung der 161 Stimmbezirke lag sie am vorvergangenen Sonntag lange, lange in Führung. Erst die Briefwahlstimmen drehten Blatt dann doch noch. Knapp vor ihr kam vorläufig CDU-Kandidat Alexander Ebert ins Etappenziel (48,8 Prozent). Nun stellen sich die beiden Kandidaten erneut dem Wählerwillen. Für Spannung ist gesorgt, die Karten sind neu gemischt. Wer jetzt die meisten Stimmen erhält, gewinnt.

    Was Linken nicht passt

    Demokratie kann sehr spannend sein, wenn tatsächlich unterschiedliche Auffassungen zur Auswahl stehen. Das  allerdings gefällt nicht jedem. Das aggressive Campact-Netzwerk würde nur zu gerne die Kandidatin von mehr als 40 Prozent der Wahlberechtigten ausschalten.

    Die Vorgehensweise der Campact-Betreiber ist bekannt: Da werden Gelder in den Wahlkampf der AfD-Gegenkandidaten gepumpt, die blaue Seite hingegen wird gezielt verächtlich gemacht. Kampagnen dieser Art sind auch schon für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September angekündigt.

    Für ein gewisses Aufsehen hatte das Netzwerk bei den Wahlen 2024 in Sachsen und Brandenburg gesorgt, wo Bürgern hartnäckig taktisches Wählen aufgeschwatzt wurde. In Sachsen gelang es durch den entsprechenden Einsatz von Erst- und Zweitstimmen in ausgewählten Wahlkreisen, Grüne und Linkspartei mit zwei Direktmandaten in den Landtag zu bringen – die Linkspartei hatte die Fünfprozent-Hürde verfehlt, wäre ansonsten draußen geblieben. In Brandenburg funktionierte ein ähnliches Vorhaben indes nicht.

    „Wir können die AfD stoppen!“

    Nun hat Campact den Landkreis Oberspreewald-Lausitz ins Visier genommen, will die Wahl von Antje Ruhland-Führer verhindern. Es sind diverse Aufrufe an das linke Umfeld und Aktivisten der Umgebung im Umlauf:

    „Erst die Landratsämter, danach die Staatskanzleien, dann das Kanzleramt – das ist der Plan der AfD. Mit Erfolgen auf kommunaler Ebene versuchen die Rechtsextremem, ihre Macht langsam von unten auszubauen und ihre menschenfeindliche Politik zu normalisieren. Auf Deinen Landkreis setzt die AfD dabei besonders. Bei der letzten Wahl war sie hier stärkste Kraft. Die rechtsextreme Partei zurückzudrängen wird nicht leicht, aber gemeinsam können wir es schaffen. Dafür haben wir einen Plan: Wir stehen lokalen Initiativen und Vereinen bei und rufen unsere Unterstützer*innen auf, Bekannte und Familie ins Wahllokal zu bringen. Setzen so möglichst viele Menschen ihr Kreuz bei einer demokratischen Partei, können wir die AfD stoppen. Die AfD ist schlagbar – das haben wir bereits mehrfach gezeigt. Gemeinsam können wir uns jetzt gegen die rechtsextreme Kandidatin in Deinem Landtag stellen.“

    Antje Ruhland-Führer sieht dem Treiben gelassen entgegen. Allerdings ist sie durchaus auf der Hut. Sie berichtet gegenüber COMPACT von einigen verunsicherten Wählern, die gehört hätten, dass Briefwahlstimmen des ersten Walganges ihre Gültigkeit behielten. Das ist natürlich blanker Unsinn, könnte aber auf gezielte Desinformation hinweisen, nachdem mehrere Wähler unabhängig voneinander von derartigen Gerüchten berichten.

    Die AfD-Kandidatin ist selbständige Rechtsanwältin, Mutter von drei Kindern, stammt gebürtig aus Lauchhammer und ist in Senftenberg aufgewachsen. Zudem ist die Referentin der Brandenburger Bundestagsabgeordneten Birgit Bessin. Angesichts des Drucks auf Antje Ruhland-Führer stärkte ihr vor einigen Tagen AfD-Chefin Alice Weidel mit einem gemeinsamen Video den Rücken.

    Auftakt zu weiteren Entscheidungen

    Der Landesvorsitzende der AfD-Brandenburg, René Springer: „Mit Antje Ruhland-Führer hat die AfD eine Kandidatin aufgestellt, die Verstand, Herz und Verantwortungsbewusstsein vereint. Als Juristin kennt sie die Herausforderungen der Verwaltung, als Mutter steht sie mitten im Leben und weiß, was Familien wirklich brauchen.“

    Antje Ruhland-Führer will die Verwaltung neu ausrichten – weg von Bürokratie und Ideologie, hin zu Effizienz, Bürgernähe und gesundem Menschenverstand. Während andere den Verwaltungsapparat immer weiter aufblähen, setzt sie gezielt auf eine schlanke Struktur, die funktioniert und den Menschen dient. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass die demografische Entwicklung zur größten Herausforderung unserer Region geworden sei. Immer mehr Aufgaben treffen auf immer weniger Menschen – das könne auf Dauer nicht funktionieren.

    Der Wahl in Oberspreewald-Lausitz ist der Auftakt zu einer Reihe weiterer Entscheidungen in Brandenburg in diesem Jahr. Neben dem Landratsamt in Senftenberg werden auch die Landräte und Landrätinnen in Elbe-Elster (15. Februar), Spree-Neiße (8. März), Barnim und Uckermark (19. April) sowie in Ostprignitz-Ruppin (7. Juni) gewählt. Hinzu kommen Bürgermeisterwahlen in Erkner, Strausberg, Guben und Forst (Lausitz).

    Soll Campact entscheiden, wer gewählt werden darf oder wer nicht? Sichern Sie sich hierzu unbedingt unser Aufklärungspaket „1.000 Seiten BRD-Diktatur“, jetzt erhältlich für 14,99 Euro statt für 79,75 Euro. Hier bestellen.

    Kommentare sind deaktiviert.