Der venzuelanische Präsident Nicolás Maduro wurde beim amerikanischen Überfall auf das südamerikanische Land entführt und von US-Eliteeinheiten verschleppt. Zu der Tat bekannte sich Präsident Trump. Gleichzeitig dauert die Offensive auch an Land an. Alle Hintergründe zum Konflikt finden Sie im Artikel „Sturmfront über Caracas: Warum die USA Venezuela attackieren“ im aktuellen COMPACT-Heft 10/2025. Hier mehr erfahren.

    Wenige Stunden nach Beginn des amerikanischen Überfalls auf Venezuela wird die Situation übersichtlicher: US-Soldaten sind mit Bodentruppen eingedrungen und kontrollieren derzeit u.a. den internationalen Flughafen von Caracas, über den bereits Transportflugzeuge mit Nachschub eintreffen. Es handelt sich demnach – nun mehr unstrittig – um eine Bodenoperation.

    Die USA bombardieren Venezuela. Foto: privat

    Dramatisch: US-Präsident Donald Trump behauptet, dass die Spezialeinheit der Delta Forces sogar den venezuelanischen Präsidenten Nicolás Maduro entführt und außer Landes gebracht hätte:

    „Die Vereinigten Staaten von Amerika haben erfolgreich einen großangelegten Angriff gegen Venezuela und dessen Staatschef, Präsident Nicolás Maduro, durchgeführt. Er wurde zusammen mit seiner Ehefrau gefangen genommen und aus dem Land geflogen.“

    Ob diese Meldung stimmt, lässt sich nicht sicher verifizieren, ein Lebenszeichen von Maduro bleibt bisher aus. Die venezuelanische Opposition verbreitet zudem das Gerücht, es habe sich um einen Deal des bisherigen Präsidenten mit Trump gehandelt und der Angriff sei eher eine Simulation, um das Verschwinden von Maduro zu rechtfertigen. Belege hierfür gibt es jedoch bisiher keine.

    TOD DEM US-IMPERIALISMUS! Die USA haben heute Nacht gegen zwei Uhr mit massiven Militärschlägen gegen #Venezuela begonnen. Außerdem waren Sturmtruppen in der Hauptstadt #Caracas eingesetzt. Dabei sei, so #Trump, Präsident Maduro festgenommen, also gekidnappt, und außer Landes… https://t.co/6RpnkryfTo

    — Jürgen Elsässer (@JurgenElsasser) January 3, 2026

    US-Außenminister behauptet derweil, dass die militärischen Aktionen dem Schutz derjenigen dienen würden, die einen Haftbefehl gegen Maduro vollstreckten.

    Angriff auf Verteidigungsminister schlug fehl

    Ebenfalls im Visier der USA stand Verteidigungsminister Vladimir Padrino Lopez, dessen Wohnhaus bombardiert wurde. Er überlebte jedoch und gilt, solange der Verbleib von Maduro ungeklärt ist, als faktischer Machthaber des angegriffenen Landes. In einer ersten Reaktion zeigt sich Lopez trotz des rasanten Vordringens der US-Armee kämpferisch:

    „Wir werden nicht verhandeln, wir werden nicht kapitulieren, und wir werden letztendlich triumphieren.“

    Türkei und Russland verurteilen amerikanischen Angriff

    Als eines der ersten Länder äußerte sich die Türkei zur US-Aggression gegen Venezuela und verurteilte den Bruch des Völkerrechtes in klaren Worten. Cemil Ertem, Chefberater des türkischen Präsindenten Erdogan:

    „Die völkermörderischen USA setzten ihre imperialistische Räuberei, die es zusammen mit dem mörderischen Israel im Nahen Osten betreibt, fort, indem es nun Venezuela angreift. Wir stehen an der Seite des venezolanischen Volkes und Präsident Maduros! Diese Räuberei darf nicht straffrei bleiben!“

    Auch das russische Außenministerium bezeichnet die US-Angriffe in einer ersten Reaktion als „bewaffnete Aggression“ und einen Verstoß gegen das Völkerrecht.

    In der Bundesrepublik hält es das Auswärtige Amt bisher nicht für nötig, Kritik an den USA zu üben, es wird lediglich von „größter Sorge“ über die aktuelle Lage in Venezuela gesprochen und eine „in Teilen unübersichtliche Situation“ bemängelt.

    Vor Venzuela braucht sich die nächste US-Aggression zusammen. Alle Hintergründe finden Sie im nächsten COMPACT-Monatsheft.

    Was geht in Venezuela vor sich? COMPACT hat schon frühzeitig hingesehen und die amerikanischen Kriegspläne offen gelegt: Alle Hintergründe zum Konflikt finden Sie im Artikel „Sturmfront über Caracas: Warum die USA Venezuela attackieren“ im aktuellen COMPACT-Heft 10/2025. Hier mehr erfahren.

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