Heute jährt sich die Schlacht von Hastings, bei der im Jahr 1066 Normannen und Angelsachsen aufeinander trafen. Zuvor hatten die germanischen Krieger in weiten Teilen Europas für Angst und Schrecken gesorgt – waren aber auch Pioniere des Fernhandels. In COMPACT-Geschichte „Die Germanen“ liefern wir alle Hintergründe zu dieser spannenden Epoche. Hier mehr erfahren.
Am 14. Oktober 1066 trafen bei der Schlacht von Hastings zwei mächtige Personen aufeinander, die jeweils Ansprüche auf die englische Krone aufeinander: Der angelsächsische König Harald II. und der normannische Herzog Wilhelm, genannt „der Eroberer“. Diese entscheidende Auseinandersetzung markierte das Ende der angelsächsischen Herrschaft und den Beginn der normannischen Ära in England. Mit Wilhelms Sieg veränderten sich Sprache, Kultur und Machtstrukturen des Landes grundlegend – ein Wendepunkt, der das mittelalterliche England nachhaltig prägte.

In COMPACT-Geschichte „Die Germanen“ heißt es dazu: „Im Jahr 1066 fuhren die Normannen schließlich unter ihrem Herzog Wilhelm (späterer Beiname: der Eroberer) über den Ärmelkanal und fielen in Britannien ein, das schon ein paar hundert Jahre vorher Bekanntschaft mit den Wikingern gemacht hatte.
In der Schlacht von Hastings besiegte Wilhelm den englischen König Harald – Enkel von Knut dem Großen, der im 11. Jahrhundert ein nordisches Großreich errichtet hatte, das neben dem Stammland Dänemark auch Südschweden, Norwegen und England umfasste – und setzte sich auf den Königsthron. Nur eine der vielen Abenteuerfahrten, die die Wikinger und ihre Nachfahren im Laufe der Zeit unternahmen. «So existieren Nachrichten über Schiffszüge entlang der französischen und spanischen Küsten, schließlich sogar durch die Straße von Gibraltar bis ins Mittelmeer», schreibt Krause in seiner Geschichte der Germanen (2002).“
Die Germanen und die Kiewer Rus
Im Artikel „Die letzten Germanen“ schildern wir ausführlich die Entdeckung Nordamerikas, die Eroberung der Normandie und die Entstehung des Kiewer Rus, das die Keimzelle des heutigen Russlands, wie auch der Ukraine bildete. Noch heute zeugen viele slawische Namen vom warägischen Erbe: Aus Helga wurde Olga, aus Ingvar Igor, aus Helge Oleg.

Wem jedoch die Gründung der Kiewer Rus zuzurechnen ist, bleibt umstritten: „Die Frage nach den slawischen oder normannischen Wurzeln des altrussischen Staates ist seit dem 18. Jahrhundert ein Politikum ersten Ranges in den Beziehungen zwischen der deutschen, skandinavischen und russischen Historiografie, stoßen hier doch Überlegenheitsgefühle auf der einen Seite und gewisse Minderwertigkeitskomplexe auf der anderen Seite zusammen“, schreibt die Historikerin Birgit Scholz in ihrer Dissertation Von der Chronistik zur modernen Geschichtswissenschaft. Die Warägerfrage in der russischen, deutschen und schwedischen Historiografie (2000).
Angesichts der Tatsache, dass damals viele Völkerschaften auf diesem Gebiet lebten – neben Germanen und Slawen auch Finnen sowie andere Ethnien – könnte man um des lieben Friedens willen auch sagen: Es war ein Gemeinschaftsprojekt.
Lesen Sie die ganze Geschichte: In COMPACT-Geschichte 22: „Die Germanen“ liefern wir alle Hintergründe zu dieser spannenden Epoche. Jetzt bestellen!



