Freysinger schreibt Hollande einen Protestbrief

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Konferenz-sparen

_von A. Benjamine Moser

Der Haussegen zwischen der Schweiz und Frankreich hängt mächtig schief. Warum? Die Sozialistische Partei Frankreich hat ein Tabu gebrochen: Sie hat sich aktiv in den Wahlkampf der Durchsetzungs-Initiative (Ausschaffung krimineller Ausländer) eingemischt – ein No go im zwischenstaatlichen Verkehr!! Via Konsulat hatten rund 200.000 französische Staatsbürger (ohne Grenzgänger: 100.000) ein Pamphlet erhalten, worin die Partei sie aufforderte, bei der Bekämpfung der Durchsetzungs-Initiative sich aktiv zu beteiligen. Wie? Die Franzosen, die hier in Lohn und Brot stehen, sollten ihre Schweizer Freunde dahingehend überzeugen, am nächsten Sonntag ein „Nein“ in die Urne zu werfen. Dass dieses Ansinnen der französischen Sozialisten eine Ungeheuerlichkeit darstellt, dürfte wohl jedem klar sein, der einigermaßen die politischen Tassen im Schrank hat. Wie würden die Genossen Galliens wohl reagieren, wenn die SVP Vergleichbares in ihrem Lande täte? In Frankreich residieren aktuell 183.000 Schweizer. Der gallische Hahn würde mächtig krächzen, sollten die Schweizer unter der Fuchtel der SVP ihre französischen Freunde auffordern, ihre Wählerstimme für den Front national abzugeben. Der Vizepräsident der SVP und Walliser Staatsrat für Sicherheit und Bildung, Oskar Freysinger, hat deshalb einen geharnischten Protestbrief an den französischen Präsidenten verschickt. Darin verbittet er sich solch flagrantes Einmischen einer ausländischen Partei in die inneren Angelegenheiten der Schweiz. Gleichzeitig macht er darauf aufmerksam, dass er als Sicherheitsdirektor des Kantons Wallis tagtäglich mit der exorbitanten Kriminalität konfrontiert ist, die vom französischen Territorium auf unser Land erfolgt.

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Es ist festzuhalten: 73 Prozent aller Gefängnis-Insassen der Schweiz sind Ausländer. Die Kostenfolge: 730 Millionen CHF pro Jahr. Bei der Eröffnung des Abstimmungskampfes hielt der Minister fest, dass dieses Geld besser bei der Bildung aufgehoben wäre. Was will die Durchsetzungs-Initiative? Krass kriminelle Ausländer, die einen Mord, Totschlag, Vergewaltigung oder Raub begangen haben, sollen automatisch des Landes verwiesen werden. Das war ursprünglich die Norm, bevor 2006 das Strafgesetzbuch revidiert worden ist. Bloss 500 kriminelle Ausländer werden pro Jahr ausgeschafft. Mit der Annahme der Durchsetzungs-Initiative dürften es gegen 10.000 sein. Der Katalog für schwere Delikte ist klar spezifisch formuliert, und der Ermessensspielraum der Richter, bezüglich des Abwägens für oder gegen das Aussprechen eines Landesverweises, wird inskünftig beschnitten.

Konsequent soll Opfer- vor Täterschutz gelten und auch angewendet werden. Gegenwärtig verursacht dieses Ansinnen unter Künstlern und anverwandten Kreisen ein Zeter und Mordio-Geschrei. Viele von ihnen, von Rappern bis Architekten, mischen den Abstimmungskampf auf. Darunter so berühmte Leute wie Herzog-DeMeuron. Die Argumente sind selten lupenrein oder stringent. Unredliches wird häufig ins Feld geführt: Ausländer mit einer verzeichneten Bagatell-Kriminalität können nicht ausgeschafft werden. Punkt. Umso erstaunlicher nimmt man zur Kenntnis, dass nun selbst das Ausland sich bemüssigt fühlt, den innerschweizerischen Abstimmungskampf zu beflügeln.

Im erwähnten Schreiben macht der bodenständige Walliser Staatsrat dem Windhund Hollande unzweideutig klar: « Monsieur le Président de la République, en tant que ministre élu du peuple suisse, je proteste vigoureusement contre l’ingérence grossière des responsable du Parti socialiste français dans les affaires de mon pays. Je vous demande également de prendre toutes les mesures que vous autorise l’Etat du droit, secondé par l’état d’urgence, afin que la délinquance de vos banlieues cesse de prendre nos cantons pour cible». (Sehr geehrter Präsident der Republik, als gewählter Minister für Sicherheit und Bildung, protestiere ich aufs Schärfste gegen diese grobe Einmischung der Verantwortlichen der sozialistischen Partei Frankreichs in die inneren Angelegenheiten meines Landes. Gleichzeitig verlange ich von Ihnen Maßnahmen zu ergreifen, die Ihnen sowohl der Rechtsstaat als auch der Ausnahmezustand erlauben, gegen die Kriminalität Ihrer Banlieues <Lyon, Marseille, Korsika< vorzugehen, die unsere Kantone der Westschweiz <Wallis, Genf, Waadt, Neuenburg, Jura aMR< zum Ziele hat.)

mut-zur-wahrheit-abo

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5 Kommentare

  1. Sehr geehrte Interessenten und zufällig Mitlesende,

    es ist doch unglaublich,was sich Hollande geleistet hat und es zeigt leider die Grausamkeit, mit der die
    Freimaurerei denkt,fühlt und handelt,mit welcher Grausamkeit die französische Regierung einfach den
    Iran vor den Kopf stößt,einfach sich über die Paris-Toten hinwegsetzt,einfach Araber zu Trägern der
    Ehrenlegion erklären,und leider zeigt es auch," dass auch die französische Regierung komplett
    von der Freimaurerei besessen ist und nichts weiter ist als eine freimaurerische Befehlsautomatik,
    die von Oben kommt,also von Rothschild !"

    Widerlich,Abstoßend und zutiefst Gemeingefährlich !!

    Wenn sich meine Prophezeiungen bewahrheiten,dann zeigt es ganz klar, das nicht nur ich recht hatte,
    sondern auch,dass alle Leute vor mir Recht hatten,die sich über die Freimaurerei negativ geäußert
    haben : und zwar, wenn es zu einen Weltkrieg kommt, wenn es zu einer andauernden Destabilisierung
    Deutschlands und Mitteleuropas kommt, wenn es zu einer andauernden Vergewaltigung und Gruppen-
    vergewaltigung (!!) unserer Deutschen Frauen und Mädchen kommt und im Sommer vermutlich an
    Intensität zunehmen werden,und wenn es zu einer Eskalierung der US-orientierten Einkreisung
    Russlands ko
    mmt,und,(nicht zu vergessen..) wenn es dabei bleibt,dass der Verarmungszustand des
    Deutschen Volkes weiter bestehen bleibt oder und sogar anwächst !!

    Und,dann zeigt das auch,dass wir uns von dieser ekligen Gesellschaft befreien müssen, dass wir
    endlich Erich Ludendorff Glauben schenken sollen,dass wir die Schlacken und Gifte, die man uns
    über Jahrzehnte hinweg gehirnwäschemäßig versucht hat,einzuhämmern,
    die ich aber von anfangen nicht geglaubt habe !

    Diese Ereignisse,die Hollande mit den arabischen Mörder abgezogen hat, ist so
    haarsträubend,dass man sich fragen muß, wie dumm soll das frz.Volk noch sein,
    um soein Vogel wählen zu können ?!

    Ich denke mir meinen Teil dabei…
    Gruß an alle,die diese Ehrenlegionauszeichnung verabscheuen, Vafti

  2. Die Einmischung Frankreichs in die inneren Angelegenheiten der Schweiz steht leider in einer unseligen geschichtlichen Tradition. So hatte Frankreich zur Zeit der französischen Revolution schon einmal versucht die Schweiz zu einem französischen Satellitenstaat zu degradieren. Man hatte eine innere Unzufriedenheit über Patriziervorrechte in den grossen Kantonen dazu ausgenutzt Kontakte zu schweizer Kollaborateuren herzustellen, die einen Hilferuf an Frankreich sandten. Französische Truppen fielen 1798 in die Schweiz ein, und riefen eine "helvetische Republik" als Abziehbild Frankreichs aus. Die Unabhängigkeit der Kantone wurde abgeschafft und eine zentralistische Republik eingeführt mit einer Trikolore Grün, Rot, Gelb als Fahne. Weil die Innerschweizer Kantone sich ihre Direktdemokratischen Rechte in den Landsgemeinden nicht nehmen lassen wollten revoltierten sie. Die Franzosen schlugen den Aufstand in den Bluttagen von Nidwalden im September 1798 nieder. Die besiegten Innerschweizer mussten einen Eid auf die neue Verfassung leisten und zum Hohne Freiheitsbäume pflanzen. Damals gründete der Pädagoge Heinrich Peztallozzi Waisenhäuser für die Kinder der von den Franzosen ermordeten Nidwalder Unter Napoleon ab 1803 wurden zwar Teile der alten federalen Ordnung wieder hergestellt, die Schweiz wurde aber erst nach der Niederlage Napoleons 1814 wieder unabhängig und neutral.
    Im 20. Jahrhundert griff Frankreich auf verschiedene Weise in die Belange der Schweiz ein. Am Skandalösesten war die Rekrutierung junger nicht volljähriger Schweizer in die Fremdenlegion. Damals war das Alter der Volljährigkeit in der Schweiz das 20. Lebensjahr. Die Fremdenlegion rekrutierte dennoch junge Schweizer ab 18, ohne Genehmigung der Eltern, zuweilen wurden auch die Personalien und das Alter der jungen Schweizer gefälscht um 16 und 17 jährige zu rekrutieren und die Suche durch die Eltern zu verunmöglichen. Diese jungen Schweizer, die u.A: im französischen Kolonialkrieg in Algerien von 1954 bis 1962 kämpften kamen oft traumatisiert in ihre Heimat zurück, die Franzosen hatten sie gezwungen an grauenhaften Folterungen von Algeriern teilzunehmen.
    Das war nicht die einzige Verwicklung in den Algerienkrieg. Gemäss ihrer humanitären Tradition hatte die Schweiz Algeriern politisches Asyl gewährt. Diese Algerier nutzten allerdings ihre Anwesenheit um Propaganda für die algerische Unabhängigkeit zu machen, und mit schweizer Waffenhändler den Nachschub für den algerischen Widerstand zu organisierten. Der französische Auslandsgeheimdienst gründete daher eine Auslandsabteilung unter dem Namen "Rote Hand" . Der Verantwortliche in Bern einen Obersten namens Mercier hatte zwei hohe Beamte der Eidgenossenschaft in der Bundespolizei, damals der Schweizer Inlandsgeheimdienst bestochen, die ihm alle Kontakte der Algerier und der schweizer Waffenhändler beschafften. Die Franzosen brauchten sie also nur wie beim Tontaubenschiessen zu erledigen. Ein Genfer Waffenhandler Marcel Leopold wurde durch ein Spezialgewehr auf seinem Treppenhaus mittels eines Giftpfeil ermordet.
    Als der Fall ruchbar wurde, wurde Mercier umgehend zu unerwünschten Person erklärt. Er verlegte seine Tätigkeit in die Bundesrepublik Deutschland wo er ähnliche Kontakte zum B-N-D unter Oberst Gehlen knüpfte. In Deutschland wurden auch auf zwei Bundesbürger, die Waffenhändler Puchert in Frankfurt, und Otto Schlüter in Hamburg Mordanschläge verübt. Puchert kam ums Leben, der geplante Anschlag auf Schlüter kostete nur seiner Schwiegermutter, die an seiner Statt in seinen mit einer Sprengladung versehenen Wagen gestiegen war, das Leben. Der SPIEGEL hatte 1958 in einer Reihe über diese Vorgänge berichtet. Laut dem Memoirenwerk eines ehemaligen Agenten der "Roten Hand" Melero geschahen alle Anschläge in Absprache mit dem BND unter Gehlen.
    Wenn man also die Vorrechte ausländischer Geheimdienste in der Vergangenheit in der Bundesrepublik sieht, Fehmemorde gegen Bundesbürger inklusive, kann man den Skandal um die NSA Abhöraktionen der Amerikaner in den letzten Jahren besser verstehen. Die Schweiz dagegen hat als Kleinstaat, aber souveränen Staat in der Vergangenheit so wie heute viel besser um ihre Unabhängigkeit gekämpft.

    • Diese "Vorrechte ausländischer Geheimdienste in der Vergangenheit in der Bundesrepublik" waren und sind dem Besatzungsrecht geschuldet !
      +
      Dieser ´bessere Unabhängigkeitskampf des Kleinstaat Schweiz" geschah und geschieht im Windschatten großer Auseinandersetzungen anderer Staaten.
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  3. „Durchsetzungs-Initiative“
    +
    Die Schweizer stimmten dagegen. Die europäische Elitendemokratie jubelt ob des Erfolgs.
    +
    Nun ist die Schweiz Vorbild ! Der Blätterwald rauscht, das Rütli leert sich.
    +

  4. Karl Blomquist am

    Im deutschen Rumpfstaat wird genauso viel Leistung erbracht wird wie in der Schweiz:
    Warum sind dann die BRD-Löhne auf Drittweltniveau?

    Ein anschauliches Beispiel dafür liefert ein Vergleich mit der Schweiz, mit deren Produktivität der Rumpfstaat BRD immer noch vergleichbar ist.
    Was jedoch Lebensstandard und Lohnniveau angeht, ist die BRD mittlerweile auf dem Level eines Drittweltlandes angekommen im Vergleich zur Schweiz.

    Beispiel:
    Wenn Schweizer auswandern, dann als Unternehmer bzw. mit Kapital –
    Deutsche aus dem Rumpfstaat können nur ihre Arbeitskraft anbieten.
    Es gibt da eine Schweizer Auswanderer-Doku:
    Auf und davon (SRF DOK)
    https://www.youtube.com/watch?v=0UDf-AHE7N4

    Sehr gut und konstruktiv gemacht. Was dabei auffällt, die Schweizer Auswanderer gehen in ihr Traumland mit einem Startkapital von ein paar 100.000 oder sogar über einer Million Franken (ungefähr gleich Euro).
    Bundes-deutsche Auswanderer haben dieses Startkapital in der Regel nicht und können nur ihre Arbeitskraft verkaufen. Wie ist es dazu gekommen?

    Schließlich ist die Wirtschaft des deutschen Rumpfstaates immer noch (die ökonomischen Auswirkungen der Invasion sind noch nicht eingetreten) ebenso produktiv wie die der abtrünnigen Provinz Schweiz. Und Lebensstandard und Lohnniveau des einzelnen in beiden Staaten war bis vor einigen Jahrzehnten auch noch vergleichbar.
    Der Absturz des Lebensstandards in der BRD kam nach 1990, mit dem Wegfall der Sowjetunion als Gegengewicht zur Besatzungsmacht VSA, und verschärft mit der Einführung des Euro.

    Heute verdient ein ungelernter Arbeiter in der Schweiz, z.B. ein Wertstoffsortierer in einer Recyclingfirma 3000 Franken (ungefähr gleich Euro) NETTO. In der BRD bekommt er wenn er Glück hat, den Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde also 1360 Euro monatlich, BRUTTO. Also gerade ein Drittel von dem, was der Schweizer verdient. Wenn der Deutsche im Rumpfstaat Pech hat, bekommt er Harz4 plus einen Euro Trinkgeld pro Stunde.

    Des Rätsels Lösung:
    Wir dürfen unsere Exportüberschüsse nicht mehr behalten. Sie verschwinden samt und sonders im EZB-System und tauchen dort als ein Papiergeldguthaben auf dem Konto der Bundesbank auf, das noch nicht einmal fällig gestellt werden kann. Der Ex-Thyssen-Chef Prof. Dieter Spethmann hat das immer wieder ausgeführt. Und das ist noch vor „Eurorettung“, „Bankenrettung“, ESM, TTIP und wie diese Tribute auch immer heißen mögen. Das heißt, man nimmt uns nicht nur die hart erarbeiteten Überschüsse weg, sondern auch die Substanz.

    Kein Wunder, dass die normalen Deutschen im Rumpfstaat keine Ersparnisse mehr haben.

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