Seit 2005 kommen wir alle 12 Monate in den Genuss, durch Mutti Merkels salbungsvolle Worte ins neue Jahr gelenkt zu werden. Auch heute, wenn die Sonne hochsymbolisch versunken ist, wird die Kanzlerin via Bildschirm ihren Bürger-Kindchen und Schäfchen erklären, dass alles gut wird, wenn sie brav an menschengemachten Klimawandel, die Notwendigkeit der EU und an die Sicherheit der Rente glauben.

    Merkel stellt klar, dass die Erwärmung der Erde „real und bedrohlich“ und daraus resultierende Krisen „von Menschen verursacht“ seien: „Also müssen wir auch alles Menschenmögliche unternehmen, um diese Menschheitsherausforderung zu bewältigen. Noch ist das möglich.“ Alles, was wir brauchen, sei „die Bereitschaft, Neues zu wagen, und die Entschlossenheit, schneller zu handeln“. Dabei können wir uns ein Beispiel an der Kanzlerin nehmen, die mit ihren 65 Jahren, also einem Alter, „in dem ich persönlich nicht mehr alle Folgen des Klimawandels erleben werde, die sich einstellen würden, wenn die Politik nicht handelte“, sich selbstlos für die Kinder- und Enkel-Generation einsetzt. Denn die kriegen die Folgen zu spüren von dem, „was wir heute tun oder unterlassen“. Zugegeben, dass die im Klimapaket „beschlossenen Maßnahmen den einen Angst machen, dass sie sie überfordern könnten, und den anderen noch lange nicht ausreichen“, aber sie böten den „notwendigen Rahmen“ im Kampf gegen den Klimawandel.

    Obwohl wir alle Umweltsäue sind, findet Merkel, dass in den 30 Jahren der deutschen Einheit eine Menge geschafft worden sei, so dass wir zuversichtlich das kommende Jahrzehnt erwarten dürfen. Schließlich hatten „noch nie so viele Menschen Arbeit wie heute“, und auch in Zukunft solle jeder gute Arbeit und sichere Rente genießen. Die neuen Zwanziger hätten Potential, „wenn wir unsere Stärken nutzen, wenn wir auf das setzen, was uns verbindet“. Man müsse auf den digitalen Wandel reagieren und alle Menschen müssten „Zugang zu der Bildung haben, die sie für diesen Wandel brauchen“. Außerdem müsse im kommenden Digitalzeitalter „die Technik dem Menschen zu dienen – und nicht umgekehrt“.

    Auch für Brexit-, Dexit- und Säxit-Fans hat die „beliebteste Politikerin Deutschlands“ (Emnid) eine Botschaft: nur in der EU „können wir unsere Werte und Interessen behaupten und Frieden, Freiheit und Wohlstand sichern“. Europa müsse seine Stimme global stärker einbringen, schließlich habe es in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 den Ratsvorsitz. Beispielsweise durch einen EU_China-Gipfel oder einem Treffen mit afrikanischen Staaten.

    Entzückt und beruhigt darüber, dass die GroKo alles richtig gemacht hat, rutschen wir nach dieser 15. Neujahrs-Ansprache unserer Kanzlerin ins neue Jahr.

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