„Komplett dumm angestellt:“ – Linke Fußballvereine werden vom Glück verfolgt.

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Anfang 2018 vollzog Eintracht Frankfurt Boss Peter Fischer einen Schritt, der dem Ausschluss von Juden aus dem gesellschaftlichen Leben während der 30er Jahre verdächtig Nahe kommt: Er erklärte ein Vereinsverbot für… AfD-Anhänger. Die Systemmedien feierten den Demokratiegescheiterten Irrgänger darauf als Mann der Stunde und der Tat (Welt: „Fischer weist AfD in die Schranken“)
Angesichts von so viel Mut und Zivilcourage wurden fortan Gegnermannschaften die Knie schwach. Und wenn das nicht passierte half auch schon mal der Schiedsrichter nach. Eintracht Frankfurt gewann am Ende den DFB-Pokal.

Nun, da die Ost-Wahlen anstehen, macht sich ein entsprechendes Polit-Bekenntnis natürlich besonders gut, wenn es „von drüben“ kommt. Also griff, völlig zu Recht auf eine entsprechende Honorierung hoffend, Dirk Zingler zu. Sicher wie manch anderer Fußball-Grande nicht die hellste Kerze im Leuchter, dafür aber Bauernschlau, drehte der Präsident des Aufsteigers Union Berlin eine sportive Gesprächsrunde elegant zum Fahneneid gegen Rechts. Beim Berlin-Brandenburgischen „Talk aus Berlin“ machte Zingler eine „klare Ansage“ (so heißt das in diesem Fall immer. Das Gegenteil heißt im Journo-Sprech „rechtes Geschwurbel“) und – auch das ein üblicher, erfreulich klare Entscheidenheit andeutender Terminus – „positionierte sich deutlich“. Zingler wörtlich, laut BZ: „Die ganze AfD ist eine Katastrophe. Ich mache aus meiner persönlichen Einstellung darüber keinen Hehl.“

Die Wahlsiege in Sachsen und Brandenburg bedeuten Rückenwind für die Wahl in Thüringen am 27. Oktober: Die gebeutelte Linke wird kaum den ersten Platz verteidigen können, die starke AfD unter Höcke kann jetzt die Spitze erobern. Kann Höcke Ministerpräsident werden? Was will der Mann eigentlich? Lesen Sie die wichtigsten Beiträge von Höcke aus den letzten fünf Jahren in der COMPACT-Edition „Höcke: Interviews, Reden, Tabubrüche“ – unverfälscht und unkommentiert!

Ein Vereinsverbot für AfD-Mitglieder nach dem Vorbild von Frankfurt-Boss Fischer will Zingler nicht aussprechen, er kann es auch schlecht, da die SED-Diktatur im Mitteldeutschen Publikum, wo sein kruder Auftritt hinzielte, noch in zu frischer Erinnerung ist: „Wir werden unseren Vereinsmitgliedern und unseren Zuschauern (!!) nicht vorschreiben, welche Partei sie wählen, weil es am Ende zwei verschiedene Schuhe für mich sind.“ Fürs Stadion gelte das hingegen nicht, dort hat Rechts, anders als Links, die Klappe zu halten. Wieder Zingler: „Ich lasse Parteipolitik, Rassismus, Diskriminierung in meinem Umfeld nicht zu. Überall, wo Union ist, darf es das nicht geben.“ Der gnädige Konsens a la Union lautet: „Wenn jemand zwei Stunden Fußball schaut, mal salopp gesagt, seinen Mund hält und nur gerade ausschaut und abends nach Hause geht und sich seine AfD-Kappe aufsetzt, werde ich ihm das nicht verbieten.“ Tränen der Rührung und der Dankbarkeit steigen einem in die Augen, bei soviel Nachsicht.

Dafür gebührt ein kräftiger Schulterklopfer, den der im Ressort „Politische Erziehung“ zu verortende, völlig unsportliche BZ-Redakteur auch gern an Zingler vergibt. Unter dem postergroßen Bild seines dümmlich dreinschauenden Gesichts lesen wir „Union Präsident Dirk Zingler hat einen klaren Standpunkt, wenn es um rechtes Gedankengut in seinem Stadion (!!) geht“.

Das Ganze passierte vor ziemlich genau einer Woche. Wer sich bereits hier an Eintracht-Fischer erinnerte und auf mediale Beglückwünschung nachfolgendes sportliches Glück erwartete, der wurde nicht enttäuscht. Gestern spielten die eher wackelig (gerade erst zu Hause gegen Leipzig 0:4) ins Bundesligageschäft eingestiegenen Berliner gegen die haushohen Favoriten aus Dortmund. Und… die Nachrichtenticker meldeten es zu Recht als „Sensation“: sie bezwangen den Titelanwärter 3:1. Und zwar nicht, weil Union so fulminant aufspielte, sondern weil die Schwarz-Gelben partout rein gar nichts zuwege bringen wollten.

Im Kicker lesen wir: „Die Schwarz-Gelben warfen beim gerechten 1:3 Rätsel auf. 0:2 Rückstand… und dann? Wer nun mit einem Sturmlauf der Westfalen, mit beinharter Abwehrarbeit und mit dem Hoffen der Eisernen auf einen Punktgewinn rechnete, der sah sich komplett getäuscht. Die Dortmunder hatten zwar reichlich Ballbesitz und Spielanteile, aber… nicht ein einziger Torschuss flog mehr auf den Kasten von Rafal Gikiewicz, vielmehr verzettelte sich der Favorit ständig inklusive einer Reihe von Fehlpässen.

„Man hat… gemerkt, dass die Berliner einen stärkeren Willen hatten als wir“, so drehte Nationalspieler Julian Brandt, an diesem Abend zum ersten Mal in der Bundesliga-Startelf des BVB, den aufreizend schwachen Willen der Dormunder nach dem Spiel ins Positive. Deutliche Worte, denen Marco Reus mit einer Erkenntnis beipflichtete, die der KICKER zur Überschrift erkor. Reus deutlich: „Wir haben uns komplett dumm angestellt“ Geschenkt, Marco. Das wird noch anderen Vereinen passieren, wenn sie künftig gegen Union aufspielen.

Fußball ist manchmal auch Politik. Und Politik ist immer korrupt.

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15 Kommentare

  1. Avatar
    Konrad Kustos am

    Der Text ist nur peinlich. Eine Fußballverschwörungstheorie dieser Art aufzubauen ist so realitätsfern, dass nur das Fremdschämen bleibt. Die Millionenkicker von Dortmund machen sich also lächerlich, weil Zingler politisch Idiotisches von sich gegeben hat. Das ist dreist. Der Spielverlauf eines heldenhaft kämpfenden und verdient gewinnenden Unions wird einfach zugunsten der politischen Phrase des Herrn Eggert umgebogen. Hier wird Wirklichkeit einfach den Bedürfnissen des Autors angepasst, also die klassische Methode der Lügenpresse kopiert. Wenn jetzt auch der Widerstand den Verstand verliert, ist der Kampf gegen die Lüge endgültig verloren. Das sonst sehr geschätzte Compact muss an seinen Qualitätsstandards arbeiten.

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    Jeder hasst die Antifa am

    Fischer ein besonderes linkes xxxxxxxx und AfD Hasser der in seinem xxxxxxx linke Hooligans hoffiert.

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    heidi heidegger am

    mja-gut. Leider hat Eggert in allem recht (Kunststück: ist ja auch sein ureigenster *Turf*-die FussballSchreibe, hihi)..dennoch: good or bäd – my SGE! Ruhm häuft sie auf Ruhm und Blamage auf Blamage aber auch, die launische Diva vom Main. -> Also die Mannschaft und manch ein Trainer..die Leitungsebene dagegen: *omg* *omg*

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    Wie auch immer bestimmte Bevorzugungen und Benachteiligungen aussehen: Es gibt sie, und sei es medialer, finanzieller, administrativer Art.

    Der Fußball oder Sport – eigentlich ein wunderbarer Ausdruck (ästhetischen) Menschseins – verkommt zum puren Politikum und Instrument der Massenbabylonisierung.

    Schwer für die, die über Jahrzehnte angefixt wurden und mangels anderen Lebenssinns nicht imstande sind, sich von ihrer kindischen Sucht zu lösen.
    Irgendwelchen Farben hinterhängend (auf viel mehr lässt sich das Wesen eines Fußballvereins in einer Zeit rapider Austauschbarkeit kaum zurückführen), huldigen die verführten Massen in säkularen Götzentempeln einer Menschheit, die den Bezug zur Sittlichkeit längst verloren hat (222 Mio für Neymar, und der ganze Rest hängt drin im System).
    Dennoch ist man natürlich für Gleichheit und Toleranz!

    Vielleicht ist es aber auch alles nur eine Prüfung: ‚Was willst du? Klamauk, Kapitalismus, falschen Schein oder Volk, Vaterland und Gott?‘ Entweder Oder.

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    Es bleibt dabei, die Heimmanschaft von Genossen Mielke wird auch dieses Jahr DDR Meister!
    Jawoll !!!

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      Claude von Duringe am

      Guten Morgen. Der BFC Dynamo war die Haus- und Hofmannschaft des Stasi-Fürsten und die spielen meines Wissens in der 6. oder 7. Liga.

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      Dudenbeauftragter am

      Mielkes Mannschaft war aber der BFC Dynamo Berlin, der bis heute den Rekord hält von 10 Meisterschaften hintereinander. Union wurde damals sicher nicht gefördert, außer von den eigenen Fans. Soviel Zeit und Wahrheit muss schon sein…

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    Es bleibt dabei, fie Heimmanschaft von Genossen Mielke wird auch dieses Jahr DDR Meister!
    Jawoll !!!

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    Ei, da hat sich einer was zu Herzen genommen. Indem ganzen Artikel kommt nicht ein einziges Mal das Wort "Geheimdienst" vor! Ich bin verblüfft.

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      Deutsche Beobachtungsstelle am

      Der Sofaklecks stänkert wieder!!

      Ja, manchmal hat der Verfaschu-Spitzeldienst eben mal wahrscheinlich nicht seine Finger im Spiel, da machen sich halt "nur" Fußball-Bonzen lächerlich und ihre fetten Finger schmutzig!

      Ansonsten ein dringend notwendiger und guter Artikel von Herrn Eggert!!!

      Patriotische Grüße aus Preußen!

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