Köln: AfD fordert Denkmal für NS-Widerstandskämpfer. Altparteien lehnen ab

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Karl Küpper gehört zu den Menschen, die die Bezeichnung „Antifaschist“ wirklich verdient haben, und damit auch ein Denkmal, um seinen Mut zu ehren.  Das findet auch die Kölner AfD. Aber der Stadtrat lehnt ab.

Der Kölner Karneval verhielt sich während der NS-Zeit maximal konformistisch: Anstatt der Regierung wurden von oben verordnete Feinbilder auf den Karnevalswagen verspottet; antisemtische Darstellung gehörten seit 1934 dazu. Ebenso unterwürfig verhielt sich das 1935 gegründete Festkomitee des Kölner Karnevals, das bis zur Gegenwart fortbesteht.

Küpper-Plakette-Köln-Kalk

Küpper-Plakette-Köln-Kalk

Eine Ausnahme bildete der Büttenredner Karl Küpper. In seinen Reden zog er dermaßen gegen die Nazis vom Leder, dass ihn 1939 auch seine Popularität nicht länger schützte. Er bekam Redeverbot auf Lebenszeit und meldete sich zur Wehrmacht, um der Inhaftierung zu entgehen. Nach dem Krieg protestierte er, dass die ehemaligen NS-Seilschaften in der jungen Bundesrepublik wieder zur „Elite“ zählten. Niemand hörte auf ihn, und er starb verbittert und zurückgezogen im Jahre 1970.

Diesem Mann wollte die Kölner AfD jetzt ein Denkmal widmen. Als Begründung wurde dessen Mut zur „Unangepasstheit“ genannt. In Zeiten der Ausgrenzung politisch Andersdenkender „sollten wir uns solche Kölner ins Gedächtnis rufen“. Natürlich wollen Establishment und Altparteien auch heutzutage keinen Mut zum Widerstand honorieren. Sind doch die „Tugenden“ des Schleimens, der Unterwürfigkeit, der verbalen Korrektheit zu neuen Ehren gekommen. Also lehnte der Stadtrat den Antrag mehrheitlich ab.

Zum Glück aller Ablehner konnte Oberbürgermeisterin Henriette Reker einen an sie adressierten Brief des Sohnes von Karl Küppers vorlesen. Der habe den Antrag als „Schlag ins Gesicht meines Vaters“ gedeutet. Motto: Was die „Schmuddelkinder“ vorschlagen, kann nur falsch sein…

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13 Kommentare

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    HERBERT WEISS am

    >>Was die „Schmuddelkinder“ vorschlagen, kann nur falsch sein…<<

    Soll doch dieser Quatschkopf-Sohnemann auf den Händen laufen oder rückwärts, vielleicht auch im Entengang, um sich von den bösen AfD-Buben abzuheben…

    Warum sind die etablierten Blindgänger nicht auf die Idee mit einer solchen Ehrung gekommen?

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    Es ist ja wahr: Hitler&Co haben die Masse der kleinen Spiessbürger auf eine Reise mitgenommen,die für Zwergmenschen viel zu lang,viel zu anstrengend,viel zu verlustreich war und ihnen einen buchstäblich heillosen Schrecken einfplanzte,"nie wieder", und "wenn wir dafür Stiefelsohlen lecken müssen,dann lecken wir eben". Heute,nach mehr als einem Menschenalter ist es schlicht falsch,dieser erbärmliche Haltung immer noch hinterher zu laufen:"Nein,wir sind garantiert keine Nazis,nie wieder,mit uns nicht,versprochen". Statt den Leuten die Wahrheit zusagen,daß sie den aufrechten Gang wieder riskieren müssen oder zur Hölle mit ihnen. Jaja, die Wahrheit bringt selten Wählerstimmen,weiß Ich.

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    Die verrückten AfD-Hühner wissen nicht,wo der Skandal liegt? Nun,bei ihnen,den System- Axxxxxxxxxxx. Bei ihren lächerlichen,verzweifelten und völlig nutzlosen Verbiegungen ,mit denen sie beweisen wollen,was leider längst jedem, der es wissen will, offensichtlich ist :Daß sie keine Nazis sind. Die es nicht wissen wollen und sich eine "Nazi"-Partei phantasieren,weil sie einen Feind brauchen,überzeugt es jedenfalls nicht.

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    Gesslers Hut am

    Nun hat man schon "Juden in der AFD" (wozu genau?) und muss alles alleine machen. 🙂

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    heidi heidegger am

    *Carne Vale, Fleisch lebe wohl!* will sagen: ziemlich fleischlos/saft- und kraftlos, was die AfD-Gegner da anbringen wohl. (Spiess)Bürgerschrecklich ist’s, was die AfD sich manchmal einfallen lässt (und das ist gut so!): Gedenkminute im BT fällt mir da spontan ein, achach..

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    Heinrich Wilhelm am

    "Sind doch die „Tugenden“ des Schleimens, der Unterwürfigkeit, der verbalen Korrektheit
    zu neuen Ehren gekommen." Genau!
    Nicht gerade schmeichelhaft für die Zustände in der BRD 30 Jahre nach dem Mauerfall.

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      Was haben diese "Tugenden" mit dem Mauerfall zu tun?
      Wollen Sie damit sagen, dass diese "Tugenden" im ehemals
      angeblich ach so freien Westen unbekannt waren?

      Ist doch alles nur eine Frage des Blickwinkels.

      Unterwürfigkeit, politische und verbale Korrektheit ist immer
      und überall, erfährt aber heute eine neue, nie dagewesene und
      äußerst peinliche Blütezeit. Deutschland einig Narrenland.

      Allah(f) helau

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    Paul, der Echte am

    Ahnte ich es doch, in der Kölner AfD stehen Jecken am Ruder –
    der Fasching ist vorbei – was sind wir froh. Die Narren sind jetzt wieder im Büro

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    Seit 1939 befand sich Deutschland im Krieg, da ist mit gewissen Repressionen zu rechnen.
    Für sehr tapfer halte ich das aktuelle Auf-den-Zug-Springen jedenfalls nicht.

    (Den heutigen Buntjecken wird das antideutsche Tää tää-Gejohle jedenfalls noch im Hals stecken bleiben.)

    Dass die AfD sich gerne anbiedert, sah man erst kürzlich, als das BRD-Völkermordsystem in Nürnberg eine deutlich sichtbar Nicht-Volksdeutsche zum Christkindl machte, um die Vermischungs- und Auslöschungspolitik voranzutreiben. Jemand von der AfD beschwerte sich, weil man auch keinen blonden Skandinavier zum Sioux-Indianer erklären könne – da wurde er aber von seinen kriechenden Partei’freunden‘ so was von anderviert…

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      Links gewinnt am

      Arbeitet man sich jetzt auch noch an kleinen indischen Christinnen ab? Indisierung des Abendlandes oder was?

      Die Afd sollte sich, in ihrem eigenen Interesse (und dem ihrer Wähler), öffentlich bei dem Mädchen entschuldigen und die Urheber dieser Widerwärtigkeit mit einem gewaltigen Tritt an die frische, glasklare Rassistenluft befördern. Evtl. kann man dadurch größeren Schaden abwenden.

      Ich erwarte von geistig gesunden Menschen, dass sie zwischen tatsächlich schädlicher Massenmigration und angenehmen Mitbürgern (egal welcher Hautfarbe) differenzieren können. Zum Glück ist nicht jeder AFDler ein abschreckender Vollhonk.

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