Die Schlacht ist geschlagen, die Wahllokale in Israel geschlossen. Fest steht: Netanjahu wurde abgestraft, er ist der Verlierer dieses Urnengangs. Ob es zu einem Machtwechsel kommt, bleibt dennoch weiter unklar, weil auch die Opposition recht deutlich von der absoluten Mehrheit entfernt ist. Unser Sonderheft „Schurkenstaat – Geschichte und Gegenwart“ ist das ideale Begleitheft zu den aktuellen Entwicklungen. Hier mehr erfahren.

    Jetzt wird es richtig eng für den international gesuchten Kriegsverbrecher Benjamin Netanjahu: Zwar liegt seine Likud-Partei nach ersten Hochrechnungen bei der Knesset-Wahl knapp vorne, es wird jedoch definitiv nicht für eine Parlamentsmehrheit reichen. Damit droht Netanjahu das Aus als Ministerpräsident.

    Es bleibt allerdings kompliziert. Gemäß israelischen Medien liegt zwar die Likud-Partei knapp vorne, doch der Block von Herausforderer Gadi Eisenkot bekommt nach Lage der Dinge auch keine Mehrheit zusammen. Benötigt würden dafür 61 Sitze, das Netanjahu-Lager liegt bei 50, der Eisenkot-Block bei 53. Die arabischen Parteien kommen auf 16 bis 18 Mandate. Allerdings schwanken diese Zahlen derzeit noch, je nach Medium. Mit einem endgültigen Ergebnis wird für Donnerstag-Mittag gerechnet.

    Oppositionsführer Jair Lapid: „Lasst euch von niemandem verwirren: Der Netanjahu-Block hat eine vernichtende Niederlage erlitten.“ Er sprach von einem „totalen Kollaps“, die Öffentlichkeit habe Netanjahus Lager „nach Hause geschickt“. Gadi Eisenkot selbst hat ebenfalls noch in der Wahlnacht reagiert. In einer Mitteilung spricht er von einem „absoluten Vertrauensverlust gegenüber Netanyahu und der für den 7. Oktober verantwortlichen Regierung“. Sollten sich die Zahlen im Ergebnis bestätigen, werde Eisenkot unverzüglich handeln und die Netanjahu-Regierung ablösen, so heißt es.

    Es wird in den nächsten beiden Tagen sicher noch hoch hergehen. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Pflichtlektüre in diesem Zusammenhang: „Schurkenstaat – Geschichte und Gegenwart Israels“. Heiße Ware! Hier bestellen.

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