Intensivstraftäter stellen unsere Gesellschaft vor eine besondere Herausforderung, denn in der Regel sind diese Leute nicht allein gemeingefährlich, sondern auch unverbesserlich. Zu einem erheblichen Teil handelt es sich um ausländische Verdächtige. Dazu gibt es aktuelle Zahlen. Die Gefahren liegen auf der Hand und sind dokumentiert in unserer Sonderausgabe „Mädchen. Messer. Morde“; eine besonders wichtige und erschütternde Faktensammlung. Hier mehr erfahren.

    Das ist krass: Im vergangenen Jahr war fast jeder zweite Mehrfachstraftäter in Baden-Württemberg kein deutscher Staatsangehöriger. Das geht aus einer Antwort des Landesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Christian Schäfer hervor. In Zahlen: Von 49.186 Tatverdächtigen mit mehr als einer Straftat waren 22.586 nichtdeutsch, also 45,9 Prozent. Zu den Vornamen der deutschen Täter gibt es keine gesonderten Angaben.

    Türken, Zigeuner, Syrer…

    Am häufigsten vertreten waren unter den Ausländern Türken (2.476, fünf Prozent), „Rumänen“ (2.276, 4,6 Prozent), Syrer (1.863, 3,8 Prozent), Ukrainer (1.699, 3,5 Prozent), Italiener (1.126, 2,3 Prozent), Algerier (1.013, 2,1 Prozent), Polen (887, 1,8 Prozent), Tunesier (755, 1,5 Prozent), Afghanen (716, 1,5 Prozent) und Kosovaren (622, 1,3 Prozent). Unter den ausländischen Tatverdächtigen waren 2.722 Asylbewerber (12,1 Prozent), 1.279 Geduldete (5,7 Prozent), 1.058 Schutz- und Asylberechtigte oder Kontingentflüchtlinge (4,7 Prozent). 764 Personen hielten sich unerlaubt auf (3,4 Prozent), 198 hatten keinen Aufenthaltstitel (0,9 Prozent).

    Wie viele der mutmaßlichen Mehrfachtäter zum 31. Dezember 2025 vollziehbar ausreisepflichtig waren, konnte das Ministerium nicht sagen. Das sei kein Erfassungs- und Auswerteparameter der Polizeilichen Kriminalstatistik. 2023 hatte die Polizei noch 53.669 mutmaßliche Mehrfachstraftäter gezählt, davon 23.706 Nichtdeutsche (44,2 Prozent). Die Gesamtzahl sank bis 2025 auf 49.186, der Ausländeranteil stieg zugleich auf 45,9 Prozent.

    Tatenlose Politik

    Im Bereich der Gesamtstraftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße ging die Zahl deutscher Tatverdächtiger gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent auf 26.603 zurück, die nichtdeutschen um 5,5 Prozent auf 22.586. Die Reihenfolge der Nationalitäten blieb weitgehend gleich.

    Schäfer, migrationspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, wertet den Rückgang allerdings überhaupt nicht als Entwarnung. Das Ausmaß bleibe erheblich. Wer über Migration und innere Sicherheit rede, dürfe solche Befunde nicht ausblenden. Unbefriedigend sei zudem, dass die Landesregierung nicht ausweisen könne, wie viele dieser Mehrfachtäter vollziehbar ausreisepflichtig seien.

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