EU-Erweiterung: Macron bremst Merkels Wunsch nach der Aufnahme des „Kolumbiens Europas“ aus

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Auf dem am Ende letzter Woche abgehaltenen EU-Gipfel in Brüssel konnten sich die Staats- und Regierungschefs nicht auf die eigentlich schon ins Visier genommenen Beitrittsgespräche mit Albanien und Nordmazedonien einigen.

Das Vorhaben scheiterte insbesondere am Widerstand von Emmanuel Macron. Der französische Präsident monierte, dass die EU-Erweiterungsprozesse in Zukunft „nicht nur in eine Richtung“ gehen können sollten. Ohne solche Sicherungen beschwöre man immer neue Krisen herauf. Darüber hinaus hatte Macron vor allem Einwände gegen eine Aufnahme Albaniens.

Albanien zählt zu den größten Cannabisproduzenten der Welt

Diese kann man gut nachvollziehen. Edi Rama, der sozialistische Ministerpräsident Albaniens, ist ein Liebling der deutschen Medien, da es sich bei ihm um einen der wenigen Unterstützter der Asylpolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Osteuropa handelt.

Deshalb wird in Deutschland großzügig übersehen, dass Rama im eigenen Land in großen Schwierigkeiten steckt und sich auch Albanien insgesamt nicht auf Reformkurs befindet. Das Land steckt weiterhin im Klammergriff der organisierten Kriminalität und eines klientelistischen Parteisystems, das meist bloß die eigenen Sonderinteressen im Blick hat.

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Außerdem tut sich Albanien keineswegs als Stabilitätsfaktor auf dem Balkan hervor. Auch dem deutschen Medienliebling Edi Rama werden großalbanische Ambitionen unter Einschluss der Albaner im Kosovo, in Serbien, Mazedonien und Montenegro nachgesagt, was die Neuziehung aller Grenzen in der Region und wohl neues Blutvergießen bedeuten würde.

Außerdem hat sich Albanien in den vergangenen Jahren hinter Marokko und Afghanistan zu einem der wichtigsten Cannabis-Produzenten der Welt gemausert, nach Schätzungen der italienischen Finanzbehörden werden hier 900 Tonnen Cannabis pro Jahr produziert, der Marktwert dafür liegt bei über 5 Milliarden Schweizer Franken.

Hinweise auf Verstrickungen der Politik in den Drogenhandel

Das Balkanland eignet sich wegen seines sonnigen Klimas bestens für den Anbau der Pflanze, die unzugänglichen Gebirgszüge machen es außerdem den Behörden sehr schwer, illegale Plantagen zu entdecken. Nach Einschätzung der Neuen Zürcher Zeitung hat der Drogenhandel aber ohnehin schon die gesamte Gesellschaft korrumpiert.

„Sauber zu bleiben ist schwer“, stellte die NZZ-Balkankorrespondentin Adelheid Wölfl in dem am 2. Juni dieses Jahres veröffentlichten Artikel „Gefangen im Drogengeschäft“ fest, denn Drogenhändler könnten „weitgehend ungestraft“ agieren und dabei auf die „Mitarbeit von korrupten Polizisten“ bauen.

Die Rauschgiftkuriere würden Schnellboote und Kleinflugzeuge nutzen, um die Drogen nach Italien oder auf die griechische Insel Korfu zu bringen. Wölfl erinnerte in ihrem Artikel auch daran, dass vor zwei Jahren noch abgehörte Telefongespräche ans Licht kamen, in denen Drogenhändler den damaligen albanischen Innenminister Saimir Tahiri als zentralen Ansprechpartner nannten.

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Auch sonst steckt „Europas Kolumbien“, wie Albanien manchmal genannt wird, in tiefen Problemen. Immer wieder kommt es in der Hauptstadt Tirana zu gewalttätigen Protesten der Opposition gegen den Ministerpräsidenten Edi Rama. Die Demonstranten setzen dabei – wie in den vergangenen Monaten – Molotow-Cocktails und Böller ein, die Polizei antwortet mit Wasserwerfern und Tränengas.

Nordmazedonien muss weiter warten

Der Blick auf Nordmazedonien fällt etwas anders aus. Das Land erreichte seine staatliche Unabhängigkeit im Jahr 1991 völlig friedlich und in Übereinstimmung mit den Nachbarländern, während der Zerfall Jugoslawiens anderswo in Kriege und Vertreibungen mündete.

Das kleine Balkanland, das früher als die orientalischste aller jugoslawischen Teilrepubliken galt, hat schon seit dem Jahr 2005 den Status eines EU-Beitrittskandidaten. Immer wieder scheiterte eine mögliche Aufnahme des Landes aber an einem skurrilen Namensstreit mit dem südlichen Nachbarn Griechenland.

In Athen störte man sich nämlich an der früheren Staatsbezeichnung „Mazedonien“, da eine große griechische Region den gleichen Namen trägt und man deshalb die eigene territoriale Integrität durch den kleinen Nachbarn im Norden infrage gestellt sah. Seit dem 12. Februar 2019 hat die frühere jugoslawische Teilrepublik ihren Namen aber in „Nordmazedonien“ umgeändert, so dass nun in Zukunft zumindest das Athener Dauerveto gegen die EU-Aufnahme des Landes entfallen dürfte.

Der von manchen EU-Ländern vorgeschlagene Kompromiss, die Beitrittsgespräche mit Nordmazedonien schon einmal zu beginnen, die mit Albanien aber weiter auf Eis zu legen, konnte sich am Ende nicht durchsetzen.

Über den Ausgang des Brüsseler Gipfels war am Ende insbesondere Kanzlerin Angela Merkel unglücklich, die in ihrem typischen Duktus erklärte, sie „sage, dass wir auch verlässlich sein müssen, wenn wir etwas versprechen, wenn wir bestimmte Maßstäbe setzen, dann [müsse] Europa auch berechenbar sein.“

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18 Kommentare

  1. Avatar

    Es gibt sicher verschiedene Völker mit ihren Traditionen aber eines der größten Verbrechervölker ist für mich Albanien. Gibt es dort eigentlich Menschen, die vernünftig leben …
    Ich weiß von was ich rede, denn soetwas hat zu unser allergrößten Entsetzen auch in meine Familie eingeheiratet. Keinen Beruf aber einen BMW X6 fahren … wie geht das … ???

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      Hallo Thüringer,liebe Grüße aus der Preussischen Provinz Sachsen,so hieß das Teil,solange es Preussen gab.Die Sachsen mußten es nach dem Wiener Kongress an Preussen abtreten,weil der Sachsenherzog ("König") zu lange mit Napoleon gepfriemelt hatte,der Gauner. Leider bin Ich meine vollständige Antwort nicht mehr losgeworden,weil der Faden gesperrt wurde. Nur so viel: auf dem Kurs von Sokrates würdest Du immer richtig liegen,ob "komisch" oder nicht.

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    Schon quer durch die ganze Geschichte wollte den Balkan niemand auch nur geschenkt haben! Für Römer und Griechen war das ein unfruchtbares Notstandsgebiet mit einer Bevölkerung die auch keiner haben wollte.
    Nach dem Zusammenbruch Ostroms waren alle ganz froh, daß das osmanische Reich die Gegend verwaltete.
    Gerade Albanien mit seiner muslimischen Bevölkerung ist so unfruchtbar, daß da außer Hasch wahrscheinlich nichts wächst. Nicht einmal für den Tourismus ist das wohl zu brauchen!
    Damit würde sich die EU ein dauerhaftes Unterstützungsgebiet zulegen und eine ebenso dauerhafte Kriesenregion noch dazu. Die wollen – und können – den Drogenanbau niemals aufgeben, die kriminellen Strukturen auch nicht. Und auch nicht die Mission des muslimischen Glaubens – kein Moslem täte das.
    Welcher Schwachkopf will die in die EU aufnehmen? Am Ende noch in den Euro.

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    Müssen wir jetzt schon mit Macron gegen Merkel sein, der es offenbar nur noch darum geht, so viel islamische Zerstörung nach Deutschland und in die EU reinzuholen wie möglich?
    Die Alte hat unser Land ruiniert und uns überall isoliert. Ihre Pöbelpresse hetzt nicht nur gegen die einzige Opposition in Deutschland, sondern die Regierungschefs der USA, Rußlands, Englands, dazu Ungarns und Polens. Und die stumpfdumpfe Masse der Merkelwähler will mehr, will den totalen Krieg gegen Nichtlinks. Die Merkelei hat die Regierungen in Wien (mit Mafiamethoden) und Rom gesprengt und ihre Günstlinge dort an die Macht geputscht. Jetzt will sie das Land in die EU holen, dessen jahrhundertelange Türkifizierung und IS-lamisierung als das rückständigste gilt und das die "Errungenschaften" des IS-lams ("Ehren"-Morde, Fememorde, Blutrache, Clanwirtschaft gehören dort zum Regierungssystem, dagegen war das Regime von Enver Hoxha progresseiv) zuverlässig qua Reisefreiheit nach Mitteleuropa bringen wird. Der Zustand dieses Landes wird perfekt bei seiner Eisenbahn repräsentiert, das kann jeder mal selbst googeln. Auf ähnlichem Stand wie in Kuba, 3. Welt pur. Und dieses Lebensgefühl der Dritten Welt hat Merkel für ganz Europa vor Augen. XXX

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      Sind das die Wertschoepfungen, wie organisierte Kriminalität, wichtigster Cannabis-Produzenten der Welt auf die man heute Wert legt?

      Oder sollen diese Produkte den künftigen Arbeitsmarkt bereichern?

      Sind das die Grundsteine der zukünftigen
      Mindestrente?

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    Alles in allem unverständlich. Sorry, aber wozu soll der EU diese Ecke Europas nützen?
    NATO-Zugang hat man ohnehin und der Handel ließe sich auch ohne EU-Beitritt verbessern/vereinfachen.
    Faktisch nimmt damit ein Fußball-Erstligist auch noch Spieler eines Kreisklasseklubs auf, während er ohnehin bereits durch Aufnahme von Spielern aus der dritten Liga verdünnt wurde.
    Naja, einziger Trost wäre, daß durch noch weniger Grenzkontrollen die Haschischpreise weiter fallen würden…Im Unterschied zum Bier und Tabak.

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    Ist doch schon egal, das Volk will mehr zahlen! Ansonsten würden sie einmal ihren Gehirnkasten, falls überhaupt noch vorhanden, einschalten und ARD und ZDF ausschalten. Aber weil eben das "selbstständige" Denken 85% der Bevölkerung schwer fällt, wird sich nichts ändern.

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    bernd hagedorn am

    Jakob Augstein reibt Salz in Elsässers Wunde…

    Jugend im Osten: „Sieg-Heil-Rufe wiegten mich in den Schlaf“ – Freitag.de
    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/sieg-heil-rufe-wiegten-mich-in-den-schlaf

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      heidi heidegger am

      Na, dann lass mimimich mal reiben in deine Hirnwunde mit einem Nachbarn zu Thüringen..ja, der olle Hessa (Hessen) -Kopp, da Mäck:

      [ Gedanken zu POLONSKI88 & MIMON BARAKA | Nachtschattengedanken (Folge 4) ]

      /watch?v=hCcHxNYyd7M

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        heidi heidegger am

        Tattoos am ForumsArbeitsplatz..Überraschende Studie: Entscheider (wie heidi und dingens) sind häufiger tätowiert als ihre Untergebenen, harhar..also so in etwa steht das aktuell in stern.de – ojé! 😕

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    Die von sklerotischen verhausschweinten Bundesbürgern immer wieder in Richtung ihrer Enteignung gewählte brd-Hexe A. M. dreht immer mehr durch. Wie können Albaner in der BRD Asyl gewährt bekommen, wenn sich Albanien in der EU befände?

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    Herr Giornalist oder propagandist ist noch besser,mit welchen argumente schreiben sie so sicher dass, albanien columbia europas ist?ich hätte besser den berühmten Hafenstadt Roterdam dann Hamburg und dann albanien als columbia europas nennen.
    Bla bla bla bla bla hören sie endlich mal mit solchen scheiss auf.

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    Albanien,wer oder was ist das?- Bisher dachte Ich immer, Cannabis sativa würde das Harz der schönen Träume nur unter wenigstens subtropischer Sonne produzieren,daß es auch im paläarktischen Albanien klappen soll,erstaunlich. Aber vielleiht hat man eine neue Sorte gezüchtet,der Fortschritt steht nicht still.

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    Da werden die ANTIFA und die Drogenhändler in Berlin aber enttäuscht sein.
    Kein Cannabis Nachschub auf legale weise.

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