Das stille Sterben unseres Volkes: Zahlen und Fakten

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Das große Tabu bei allen etablierten Parteien: Die Deutschen vergreisen, und sie bekommen kaum noch Kinder. Um das Aussterben abzuwenden, müsste energisch gegengesteuert werden. Doch das Gegenteil passiert. Ein Textauszug aus COMPACT-Spezial Nr. 18 «Volksaustausch».

«Endlich! Super! Wunderbar! Was im vergangenen Jahr noch als Gerücht die Runde machte, ist nun wissenschaftlich (so mit Zahlen und Daten) und amtlich (so mit Stempel und Siegel) erwiesen: Deutschland schafft sich ab! (…) Der baldige Abgang der Deutschen (…) ist Völkersterben von seiner schönsten Seite.»

Diese abstoßende Jubelarie verfasste Deniz Yücel, ein Journalist mit deutschem und türkischem Pass, im Jahre 2011 als Kommentar zu den damals aktuellen demografischen Zahlen in der linksgrünen Taz. Bekannt wurde er einer breiteren Öffentlichkeit, nachdem Erdogan ihn, inzwischen Türkei-Korrespondent der Welt, 2017 in den Knast steckte. Vom Establishment als «deutscher Patriot» (Sigmar Gabriel) gefeiert, dealte die Bundesrepublik ihn im Februar 2018 frei – während sich das Sterben unseres Volkes fortsetzt.

Bundesweit haben, Stand 2016, 22,5 Prozent der Bevölkerung einen sogenannten Migrationshintergrund – das sind 18,6 Millionen. Ein Jahr zuvor waren es noch 21 Prozent oder 17,1 Millionen. Die Statistiker meldeten Anfang 2018 zudem einen neuen Höchststand beim Ausländeranteil: Insgesamt waren schon vor zwei Jahren 10,6 Millionen Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit in Deutschland gemeldet – was einem Zuwachs von 585.000 Personen oder 5,8 Prozent im Vergleich zu 2015 entspricht. Die Zahlen explodieren also! Besonders brisant: 2,3 Millionen Bewohner der Willkommens-Republik haben ihre Wurzeln im Nahen und Mittleren Osten, und fast 740.000 Menschen sind afrikanischer Herkunft.

Die nackten Zahlen des Statistischen Bundesamtes erlauben einen Blick auf die dramatischen Veränderungen. 1990 lebten knapp 5,6 Millionen Ausländer im wiedervereinigten Deutschland. Bis dahin hatte es kaum Einbürgerungen von Zuwanderern gegeben. In den folgenden 26 Jahren stieg ihre Zahl auf die erwähnten 18,6 Millionen. Allerdings spricht man jetzt nicht mehr von Ausländern, sondern von Menschen «mit Migrationshintergrund», da ein Gutteil von ihnen deutsche Pässe bekommen hat.

Der Bevölkerungsaustausch galoppiert, wie sich an der sogenannten Netto-Zuwanderung (Zuwanderer einschließlich Asylbewerber minus Auswanderer) ablesen lässt: Von lediglich 11.000 im Jahr 2008 stieg die Zahl auf 300.000 (2011), 383.000 (2012) und schließlich 465.000 (2013). Damit war Deutschland unter den OECD-Staaten nach den Vereinigten Staaten das zweitwichtigste Zielland für Wanderungsströme. Im Jahr 2014 waren es schließlich netto 470.000 Immigranten, vermutlich auch aufgrund des Wegfalls von Arbeitsmarktbeschränkungen für Rumänen und Bulgaren. 2015 ließ die Regierung, unter anderem durch die Grenzöffnung ab September, sagenhafte 2,14 Millionen Fremde ins Land (darunter 890.000 Asylsuchende) – ein Zuwanderungssaldo von über einer Million. Kaum besser war es 2016: 1,87 Millionen kamen, ein Netto-Zuzug von einer halben Million. Kein Wunder, dass die Bevölkerung in Deutschland wächst, von 80,22 Millionen im Mai 2011 auf 82,52 Millionen zum Jahresende 2016. Es sind aber nicht die Deutschen, auf die dieser Anstieg zurückgeht…

Die Entwicklung lässt an eine Äußerung von Altbundeskanzler Helmut Schmidt aus dem Jahre 1992 denken: «500.000 Menschen jährlich, das ist einfach zu viel.» Und weiter: «Kein Volk der Welt würde es ertragen, wenn jedes Jahr eine halbe Million Ausländer dazukommt, wie bei uns (…).»

Die Mutter aller Krisen

Für die Deutschen sind drei Trends entscheidend: neben einer niedrigen Geburtenrate eine steigende Lebenserwartung und – daraus resultierend – die Alterung der Bevölkerung. Die höchste Geburtenzahl gab es in der alten Bundesrepublik im Jahr 1964 mit rund 1,4 Millionen Neugeborenen. Danach ging es kontinuierlich bergab. Seit etwa 40 Jahren hat sich die durchschnittliche Fortpflanzungsrate bei etwa 1,3 Kindern pro Frau eingependelt.

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Im Jahr 2016 kamen in Deutschland zwar 792.131 Babys zur Welt – das waren 1,6 Kinder pro Frau, ein höherer Schnitt als in allen Jahren nach 1982. Doch das ist immer noch zu wenig: Die Zahl der Sterbefälle überwog die der Geburten um rund 118.000. Bevölkerungswissenschaftler rechnen für 2030 mit lediglich 532.000 und für 2050 sogar nur noch mit 438.000 Geburten. Damit die Bevölkerungsgröße zumindest konstant bleibt, müssten im Normalfall auf jede Frau durchschnittlich 2,1 Kinder kommen. Ist die Fortpflanzungsrate jedoch über einen langen Zeitraum hinweg nach unten gegangen, dann genügt das nicht mehr, da die Kohorten potenzieller Mütter schon entsprechend ausgedünnt sind. Die Hauptursache für die niedrige Geburtenrate ist dabei nicht die zu geringe Kinderzahl derjenigen, die überhaupt Nachwuchs haben, sondern die wachsende Zahl kinderloser Frauen: Von 1940 bis 1970 stieg ihr Anteil auf das Dreifache.

Vor allem erschreckt, dass 23 Prozent der Babys des Jahres 2015 von ausländischen Frauen zur Welt gebracht wurden – wobei eingebürgerte Migranten noch nicht einmal mitgezählt sind. Nimmt man diese hinzu, so Thilo Sarrazins Berechnung aus dem Jahr 2012, liegt der Wert bei 40 Prozent. Die Verschiebung ist exponentiell: Deutsche Frauen – darunter auch solche nichtdeutscher Herkunft – gebaren 2016 rund drei Prozent mehr Kinder als 2014, bei den ausländischen Müttern stieg die Zahl der Geburten jedoch um 25 Prozent.

Die Bundesregierung bekämpft diese Entwicklung nicht, sondern befördert sie: Um die Bevölkerung bis 2060 konstant zu halten, setzte sie in ihren Vorausberechnungen vom Februar 2017 auf eine dauerhafte Zuwanderung von 300.000 Menschen pro Jahr. Am Ende würde Deutschland nur noch eine folkloristische Bezeichnung für ein Land sein, in dem Deutsche lediglich eine Minderheit stellen und vorzugsweise in Reservaten abseits der Großstädte leben. (…)

Dies ist ein Auszug aus COMPACT-Spezial Nr. 18 «Volksaustausch». Den vollständigen Text finden Sie im Heft. COMPACT-Spezial gibt’s auch im Abo. Jetzt mit T-Shirt-Prämie! Zur Bestellung hier oder auf das Bild oben klicken.

Über den Autor

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Daniell Pföhringer, Jahrgang 1973, stammt aus Bayern, wuchs in Hamburg auf und studierte dort Politikwissenschaft, Soziologie und Kulturwissenschaften. Seit einigen Jahren lebt er als Unternehmer und freier Publizist in Dresden. Seit Juni 2017 arbeitet er für COMPACT.

 

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