Am Freitagabend verbreitete sich die Nachricht durch ganz Deutschland: Das Kehlsteinhaus in Berchtesgaden steht vollständig in Flammen. Brandstiftung. Die gesamte Nacht hindurch kämpften Feuerwehr und Rettungsdienste – vergebens. Passend zur Entstehungsgeschichte des historischen Gebäudes: „COMPACT-Geschichte 11: Wer finanzierte Hitler?“ – verschwiegene Hintergründe zum 3. Reich. Hier mehr erfahren.
Um 21.52 Uhr ging der Notruf beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd ein: Das Kehlsteinhaus, unübersehbares Wahrzeichen Berchtesgadens, das in eine Höhe von 1834 Metern auf dem Obersalzberg thront, steht lichterloh in Flammen. Sofort wird Großalarm ausgelöst, Sicherheitskräfte und Feuerwehr machen sich auf den Weg – durch die räumlichen Gegebenheiten, insbesondere die schwierige Anreise, dauert es jedoch, bis der Löscheinsatz beginnen kann. Erst am frühen Samstagvormittag wird der Brand vollständig gelöscht, das Gebäude ist jedoch bis auf die Grundmauern niedergebrannt und zerstört. Bis gestern war das historische Anwesen noch als Restaurant und Ausflugsziel genutzt worden, eigentlich sollte die Saison noch bis Anfang November andauern.

Bekanntheit genießt das Kehlsteinhaus vor allem durch seine Entstehungsgeschichte: Adolf Hitler ließ das Gebäude 1938 als Teehaus errichten, auch verschiedene Empfänge ausländischer Gäste fanden auf dem Anwesen statt. Genau das könnte jetzt zur Brandstiftung, denn die Ermittler gehen nicht von einem Defekt oder einer natürlichen Ursache aus, geführt haben: Im Rahmen des Löscheinsatzes konnten Polizisten einen Mann festnehmen, der mit seinem Motorrad vom Berg herab ins Tal flüchten wollte. Er befindet sich derzeit im Polizeigewahrsam und wird vernommen.
Ob es sich sogar um einen Anschlag der linksextremen Antifa handelt, die den Errichter des Hauses 80 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs zur moralischen Begründung heranzieht, um ihrem Hass auf deutsche Kulturgüter und Traditionen Ausdruck zu verleihen, ist noch unklar. Die Spekulationen glühen, vor allem in sozialen Netzwerken, jedoch bereits. Mit einer weiteren Presseerklärung der zuständigen Polizei wird im Laufe des Samstags gerechnet.
Region verliert ein beliebtes Ausflugsziel
Der Obersalzberg ist Anziehungspunkt für Touristen aus der ganzen Welt. Mit dem Brand des Kehlsteinhauses verliert die Region – zumindest bis zu einer möglichen Wiederrichtung – eines ihrer Ausflugsziele. Glück im Unglück: Bei dem Brand wurden keine Menschen verletzt, das Gebäude war zum Zeitpunkt der Brandstiftung nicht mehr Besuch.
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