Äthiopiens grüne Politik: 350 Millionen Bäume in zwölf Stunden gepflanzt

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Grüne Politik? Das heißt in Deutschland vor allem: Verbote, Einschränkung, Gängelung, Regelung und teure Ablassprodukte für reiche Latte-Hipster, die sich mit Bio-Food und E-Autos ein gutes Gewissen erkaufen. Dass grüne Politik auch anders gehen kann, zeigt in diesen Tagen der afrikanische Staat Äthiopien.

Dessen Premierminister Abiy Ahmed rief im Rahmen „Green Legacy Initiative“ (Initiative Grünes Vermächtnis) zu einer Kollektiv-Aktion gegen die Abholzung des Waldes auf: einer großflächigen Wiederaufforstung. Damit wolle er verhindern, dass sich die Wüsten weiter ausbreiten. Landwirtschaftsminister Umer Husen ergänzt: „Äthiopien wird immer anfälliger für Klimaschocks, Wasserstände schrumpfen, und die Fruchtbarkeit des Bodens ist wegen des Mangels an Bewaldung beeinträchtigt.“

Rund 23 Millionen Bürger beteiligten sich an der Anpflanzungs-Aktion, so dass innerhalb von zwölf Stunden über 350 Millionen Bäume gepflanzt wurden. Das ist ein internationaler Rekord. Aber damit ist die Aktion keineswegs beendet: Ab kommendem Mai bis Oktober sollen nochmal vier Milliarden Bäume gepflanzt werden. Was für ein Unterschied: Grüne Politik, bei der sich Menschen freiwillig beteiligen, zu der man sie nicht durch Öko-Diktatur und Verzichtsethik zwingt. Jene, die den Klimawandel als Menschenwerk betrachten und jene, die dem CO2-Einfluss skeptisch gegenüberstehen: Hier finden sie zusammen. Denn Bäume wandeln CO2 in Sauerstoff um.

Natürlich fand die Alpen-Prawda (Süddeutsche Zeitung) auch einen Forscher von der Berliner Humboldt-Uni, der sowohl die Zahlen wie auch den Wert der Aktion anzweifelte. Nach seiner Spekulation könnten 40 Prozent der Setzlinge aufgrund mangelnder Umhegung frühzeitig absterben. Motto: lieber Verzichtsethik à la Thunberg. Für die hiesigen Grünen wäre eine Adaption dieser Wiederaufforstung übrigens auch ein Zurück zu den eigenen Wurzeln: Der Künstler Joseph Beuys, Anthroposoph und Mitbegründer der einstigen Öko-Partei, wollte bereits 1982 in seinem Landschaftskunstprojekt „7000 Eichen“ eine Wiederaufforstung betreiben. Natürlich wurde Beuys von grünen „Realpolitikern“ sehr bald an den Rand gedrängt. Wie weitsichtig der Verstoßene war, zeigt das Beispiel Äthiopien.

Bitte vormerken: Samstag, 16. November 2019, 12 bis 18 Uhr, Magdeburg. Jetzt anmelden und Frühbucherrababtt sichern:

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13 Kommentare

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    Sonnenfahrer Mike am

    Das ist wirklich mal eine vorbildliche Aktion seitens des Premierminister Abiy Ahmed
    von Äthiopien und der äthiopischen Bevölkerung. Hut ab und meinen aller größten
    Respekt für diese Aktion. Mögen alle Bäume ausreichend bewässert, schnell genug
    tiefe Wurzeln schlagen und von Tierfraß verschont bleiben. Genau so muss
    Umwelt- , Tier- und örtlicher Klimaschutz laufen.
    Mehr Bäume und mehr Wald bedeuten mehr Schatten und weniger Aufheizung
    der Umgebung, mehr Lebensraum für Tiere und eine schönere Umwelt, weniger
    Bodenerosion und ein deutlich verbesserten Wasserhaushalt, Umwandlung von
    CO2 in O2 sowie Befeuchtung und Reinigung der Luft plus natürlicher Lärmschutz.
    Genau so eine Aktion bräuchten wir hier in Deutschland und ganz Europa auch,
    insbesondere in Südeuropa, wo schon die Römer für einen totalen Kahlschlag
    gesorgt haben und bis heute nicht wieder aufgeforstet wurde.
    Echt prima, genau so sind mir Schwarz-Afrikaner am liebsten, wenn sie in Afrika
    bleiben und etwas für sich selbst, nachfolgende Generationen, ihre Umwelt
    und ihr Land tun, statt unsere Sozialsysteme in Deutschland und Europa
    auszuplündern und sich an unseren Frauen und Kindern zu vergreifen.

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    Daß sich Wüsten ausdehnen indem man die Wälder in den Grenzregionen (zur Wüste) abholzt ist eine alte Jacke! Der größte Feind der Wälder ist das Bevölkerungswachstum, weil die wachsende Bevölkerung das Holz als Rohstoff / Brennstoff benötigt und Viehverbiß (vor allem durch Ziegenhaltung, die fressen auch die Wurzeln) den Rest besorgt. Ähnliche Bewaldungsaktionen gab es auch schon in China (Wüste Gobi) und Persien (Eine der letzten Aktionen des Schahs war es die Ziegenhaltung zu verbieten.) Damit sich der Wald hält wäre es also sinnvoll, Geburtenkontrolle einzuführen und Ziegenhaltung zu verbieten. Wenn Bäume eine gewisse Größe erreicht haben, verändern sie eben weil sie Wasser halten, das Klima. Landwirtschaft war und ist in solchen Regionen idealereise IM Wald sinnvoll! Nur dazu kann man keine Meschinen einsetzen und gebrauchen! Auch hier waren noch vor nur 50 Jahren kleine Felder und Huschen dazwischen üblich! Und in den USA, wo die Großfelderwirtschaft und die Riesenmaschinen in der Landwirtschaft ihren Anfang genommen haben, ist schon ein Haufen der landwirtschaftlichen Flächen nicht mehr nutzbar – teilweise buchstäblich weggeflogen!

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      2. Die Aufforstungsaktion ist also genau richtig – gerade um Wasser zu speichern und das Land somit fruchtbar zu machen! Nur müssen die Rahmenbedingungen stimmen, damit die Aktion auch langfristig Sinn macht. Leute, um eine maschinenfreie Waldwirtschaft zu betreiben, hat Äthopien genug! Eritrea sollte sich ein Beispiel daran nehmen.
      Und daß man seine Bevölkerung zufriedener macht, wenn man Tech, die menschliche Arbeitskraft ersetzt, allenfalls da einsetzt, wo zu wenig Bevölkerung ist, wußten schon die alten Römer! Wenn Äthiopien sich selbst ernähren kann, eine autarke Wirtschaft entwickelt, haben die Menschen dort auch keinen Grund mehr, das Land zu verlassen. Nur die internationalen Konzerne, die der Landwirtschaft Gift, Gene und Tech verkaufen wollen, schauen in die Röhre!
      Wenn es also NICHT klappen sollte, könnten die daran gedreht haben! Und Globalisten mögen keine autarken Länder! Mit billigen Arbeitern für andere Länder klappts dann auch nicht!

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    Duis Libero am

    Stop mit der Rodung von Regenwäldern! Bäume pflanzen weltweit! Begrünung der Städte! Verbot von Monsanto u.a. Giften im Ackerbau! Weg von den Monokulturen! Immer weniger Einsatz von Plastik!

    Klimawandel gibt es und gab es immer = Vorbereitung auf radikaleres Wetter bei Infrastruktur, Land- und Forstwirtschaft und

    Umwelt- und Naturschutz ist das Filetstück des Konservativismus.

    Die "blauen" sollten sich als die klügeren "grünen" positionieren.

    PS: Stop und Umkehrung des Bevölkerungsaustausches bleibt für die nächsten Jahre unvermeidlich das Leitthema. Eine Partei sollte gleichwohl für alle Politikbereiche ein fürs Volk attraktives Angebot unterbreiten. Der Hinweis, dass der Klimawandel wohl nicht "menschengemacht" ist, allein reicht nicht.

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    Jeder hasst die Antifa am

    Ja das Bäume pflanzen ist ja mit Arbeit verbunden und körperlicher Anstrengung das ist nicht für unsere Grünen Freitagsdemonstrierer und Politdummschwätzerdie immer das große Maul haben und nichts dahinter.

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    Die Zahlen sind egal, im Fall Äthiopien zählt der Wille, und wenn der vorhanden ist, dann gibt es bekanntlich auch einen Weg. Schönes Beispiel dafür, wie man aktive Umweltpolitik betreiben kann, ohne die Menschen abzunerven und zu schikanieren. Aber der deutsche Spießer weiß mit Sicherheit wieder, was daran alles zu kritisieren ist. Eben der ewige Klugscheißer.

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    DerSchnitter_Maxx am

    "Grüne Politik" gemacht von … unfähigen, nicht promovierten, Studienabbrechern und Selbstdarstellern, ist nutzlos und zudem an … Arroganz, Selbstherrlichkeit, Dämlichkeit, Wahnsinn und Geistesgestörtheit nicht zu übertreffen 😉

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      nehmen die nicht auch CO2 auf und wandelns sie um in Betäubungsmittel, geben dabei Sauerstoff frei ?

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    Na wie viele Bäume sind es denn jetzt? Es ist eine Sache, 35 (350?) Millionen Bäume zu pflanzen, und eine andere, sie zu bewässern. Und da liegt Äthiopiens Problem.
    „Äthiopien wird immer anfälliger für Klimaschocks" Äthiopien kann nicht anfälliger werden, als es schon seit den 60’ern ist. Wasser und Strom waren schon immer knapp, und das, obwohl sich Eritrea vom Land abgespaltet hat, inkl. Energieprobleme. Die Anrainerstaaten des Nils Sudan, Ägypten, graben sich gegenseitig das Wasser ab. Wasser ist die Ressource, die das Öl als Kriegsgrund ablöst.

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    Die Grünen hierzulande lassen doch lieber Wälder, wie den alten , ehrwürdigen Reinhardswald im Hessischen und anderenorts Wälder für ihre tierkillenden Windräder abholzen.
    Das ist die wahre Grüne Umweltpolitik.

    Darauf ein grünes Halleluja.

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    Freundin der Natur am

    Irgendetwas stimmt mit den Zahlen nicht.
    Äthiopien hat doch nicht 350 Mio Menschen.
    Man schätzt, dass es etwas mehr als 100 Mio. sind.
    Und es wurden auch nicht 350, sonder 35 Mio. Bäume gepflanzt.
    Nun müssten die Äthiopier aber die Bäume auch gießen, sonst wird das nichts.

    Ich finde die Aktion großartig und würde in Deutschland auch mitmachen.

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      Genau, und in dreißig Jahren, wenn es hier genauso warm ist wie in Äthiopien, können die Grünen wunderbare Baumhaeuser darauf bauen.

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