Arafat Abou-Chaker bei COMPACT: Überraschung und Aufregung über das Interview mit Paul Klemm. Doch was hat der „berüchtigte“ Großfamilien-Chef überhaupt gesagt? Hier das komplette Gespräch anschauen!

    Das war ein Gespräch, das man so nicht erwartet hätte. Arafat Abou-Chaker, einer der bekanntesten Clan-Bosse Berlins, saß COMPACT-TV Chef Paul Klemm gegenüber und sprach Klartext – über die AfD, die Linke, Gaza, Migration und die Frage, warum in Deutschland kaum noch jemand sagt, was er denkt. Der 1976 in West-Berlin geborene Palästinenser wurde durch den jahrelangen Konflikt mit Bushido öffentlich, war lange dessen Manager und steht seit Jahren im Fokus von Medien und Ermittlungsbehörden. Interviews gibt er selten. Umso aufschlussreicher ist, das er jetzt bei COMPACT den AfD-Chef explizit dafür lobt, dass er sich traut, Israel zu kritisieren:

    «Der sagt, was er denkt. Der ist sehr Israelkritisch. Da musst du heutzutage in Deutschland Eier haben.»

    Trotzdem machte er deutlich, dass er die AfD als Ganzes nicht für eine konsequente Kraft hält. Die Partei fahre «keine Linie». Nur wenn sie sich offiziell und klar gegen den israelischen Staat positioniere, würde er ihr wirklich Rückgrat attestieren.

    Zur Linken fällt das Urteil noch schärfer aus. Zwar habe die Partei im migrantischen Milieu mit dem Gaza-Thema erfolgreich Stimmen gesammelt – die Remmo-Familien auf der Wahlparty sind ihm bekannt –, doch ihre Gesellschaftspolitik lehnt er ab. «Gender und der ganze Kreis dahinter, distanziere ich mich komplett davon und würde niemals sowas wählen.» Er wirft der Linken vor, sich später von ihren Verbindungen und Positionen zu distanzieren und Erklärungen zum Existenzrecht Israels abzugeben.«Das ist wie der Bundeskanzler Merz, der hat den Leuten was versprochen und hat sein Versprechen nicht eingehalten.»

    „Wir machen so was nicht“

    Besonders deutlich wird Abou-Chaker bei der Migrationspolitik. Die Massenankunft 2015 hält er nicht für Zufall oder reine Hilfsbereitschaft, sondern für gewollt. Er verweist auf Aussagen in den Epstein-Leaks, wonach Deutschland vernichtet werden müsse. Remigration brauche man seiner Ansicht nach dennoch nicht. Entscheidend sei die Unterscheidung: In Deutschland geborene und aufgewachsene Araber seiner Generation hätten andere Verhaltensmuster als viele der späteren Zuwanderer. Willkürliche sexuelle Übergriffe, wie sie in den letzten Jahren öffentlich wurden, habe seine Generation nicht praktiziert.«Was haben unsere Generationen damit zu tun? Wir machen sowas nicht.»

    Volksverhetzungs-Vorwurf

    Auf die direkte Frage, ob die Großfamilien die Schwäche des Staates ausgenutzt und ihn „zur Beute gemacht“ hätten, antwortet er abwehrend. Er sei sein Leben lang Steuerzahler gewesen. «Wer war eigentlich die Hure und wer war der Zuhälter?»Was Medien als Parallelgesellschaften bezeichnen, ist für ihn oft nur ein Ehrenkodex. Es geht darum, Konflikte untereinander zu regeln, statt sich gegenseitig anzuzeigen.

    Im Mittelpunkt des Gesprächs steht auch der laufende Volksverhetzungs-Vorwurf. In einem Livestream mit Pierre Vogel hatte Abou-Chaker Netanjahu mit Hitler verglichen.  Der Zentralrat der Juden erstattete deswegen Anzeige. Der Prozess wurde auf Anfang 2027 verschoben. Abou-Chaker bleibt bei seiner Linie: «In Deutschland gibt es keine Meinungsfreiheit. Wer daran glaubt, glaubt an den Weihnachtsmann.»

    Für ein Schmunzeln zum Abschluss des Gesprächs sorgt Abou-Chakers Bekenntnis zu einem historischen Politiker: Er bezeichnet sich überraschend als «absoluter Helmut Schmidt Fan». An dem früheren SPD-Bundeskanzler schätzt er, dass dieser selbst in schwierigen Zeiten den Mut besessen habe, Tacheles zu reden und auch nahe Verbündete kritisch zu hinterfragen. Aus seiner Sicht ging es Deutschland unter Schmidt noch gut, bevor mit den nachfolgenden Regierungen von Kohl, Schröder und Merkel der gesellschaftliche und wirtschaftliche Niedergang eingesetzt hat.

    Es herrscht politisch gerade Hochspannung in Berlin. Demos und Regierungsbildung mit den Linken… COMPACT -TV kommt derzeit täglich mit Sendungen aus der Hauptstadt zu Ihnen und hält Sie auf dem Laufenden! Dafür mussten wir neue Leute einstellen. Bitte unterstützen Sie unser TV-Team mit Paul Klemm und Lea mit einer Spende!

     

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