Neuer Schlag gegen die linksextreme Hammerbande: Jetzt wurde ein Antifa-Mitglied aus Albanien, das sich an den Überfällen der Gruppe beteiligt hatte, festgenommen. Zeit, die Netzwerke der Szene aufzudecken – Gerhard Wisnewski, Autor des Klassikers „Verheimlicht – Vertuscht – Vergessen 2026“, zeigt in seinem Buch ebenfalls, was der Mainstream verschweigt. Hier mehr erfahren.

    Zugriff am Donnerstagabend: Im Auftrag des Generalbundesanwalts wurde Rexhino A. in Hannover festgenommen. Der albanische Staatsangehörige soll demnach Mitglied einer „linksextremistischen kriminellen Vereinigung“, der von Lina E. und Johann G. gegründeten Hammerbande, sein, darüber hinaus werden ihm Körperverletzungsdelikte zum Nachteil politisch Andersdenkender vorgeworfen. Bereits in Frankreich war der Mann, der auf den Spitznamen „Gino“ hört, kurzzeitig inhaftiert, wurde jedoch im Frühjahr 2025 freigelassen, nachdem sich die französische Kuscheljustiz weigerte, den Mann nach Ungarn auszuliefern. Jetzt wurde ihm wohl sein Deutschland-Aufenthalt zum Verhängnis.
    Überstellung in die Bundesrepublik erwartet

    Mit dem Hubschrauber nach Karlsruhe: Im Minirock wird Lina E. im November 2020 dem Generalbundesanwalt vorgeführt.
    Foto: RONALD WITTEK/EPA-EFE/Shutterstock

    Im Haftbefehl heißt es zu den Vorwürfen

    Rexhino A. schloss sich im Februar 2023 einer militanten linksextremistischen Vereinigung um den gesondert verfolgten Johann G. (vgl. dazu Pressemitteilungen Nr. 39 vom 11. Juni 2025 und Nr. 45 vom 8. Juli 2025) an. Die Vereinigung verübte in der Zeit vom 9. bis 11. Februar 2023 in der ungarischen Hauptstadt Budapest körperliche Angriffe auf Personen, die aus Sicht der Angreifer dem rechten Spektrum zuzuordnen waren. Die Vorfälle ereigneten sich anlässlich des sogenannten „Tags der Ehre“, zu dem Rechtsextremisten aus ganz Europa jedes Jahr in die Hauptstadt Ungarns reisen.

    Am frühen Morgen des 11. Februar 2023 griff der Beschuldigte gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Vereinigung zwei Personen mit Pfefferspray, Schlagstöcken und einem Hammer an. Eines der Opfer erhielt mindestens 15 Schläge überwiegend gegen den Kopf.

    Rexhino A. wird am heutigen Freitag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der aller Voraussicht nach den Haftbefehl in Vollzug setzen wird.

    Prozesse in Düsseldorf und Dresden

    Während die juristische Aufarbeitung gegen die erste Generation der Hammerbande um Lina E. weitgehend abgeschlossen ist, wird derzeit parallel vor dem Oberlandesgerichten in Düsseldorf und Dresden verhandelt. Den Angeklagten im Rheinland wird vorgeworfen, als eine jüngere Generation – so, wie Rexhhino A. – in Budapest gewütet zu haben, auch ein versuchtes Tötungsdelikt steht in Raum. Die Liste der gegen die sächsischen Genossen vorgeworfenen Straftaten ist noch länger, zumal sich mit Johann Guntermann ein jahrelang untergetauchter Linksextremist unter ihnen befindet, neben dem im Lina E. – Verfahren noch nicht ermittelten oder dingfest gemachten Gründungsmitgliedern der Antifa-Gruppe, finden sich aber auch in Dresden Mitglieder einer zweiten Generation auf der Anklagebank.

    Abzuwarten bleibt, ob deutsche Gerichte angemessene Strafen verhängen: Eine bayerische Linksextremisten, die sich ebenfalls an den Angriffen rund um den „Tag der Ehre“ in Budapest beteiligte, erhielt eine Haftstrafe von fünf Jahren, während der Thüringer Antifa Simeon T., besser bekannt unter seinem Kampfnamen „Maja“, jüngst in Ungarn zu sieben Jahren verurteilt wurde. Lina E. befindet sich indes wieder auf freiem Fuß: Wegen angeblich guter Sozialprognose wurde sie bereits nach Zweidritteln ihrer insgesamt fünfjährigen Haftstrafe in die Freiheit entlassen. Ohne, sich ideologisch von ihren früheren Mittätern abgewandt zu haben, bei einer Zeugenvernehmung vor dem Dresdner Gericht umarmte sie sogar ihren früheren Lebensgefährten, den Banden-Chef Guntermann.



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