Berufungsurteil im Fall Maja T.: Gericht setzt Haftstrafe für Linksextremisten herab. Ob dieser die volle Zeit absitzen muss, ist unklar. In COMPACT-Spezial «Antifa – Die linke Macht im Untergrund» enttarnen wir die Netzwerke und nennen Täter, Unterstützer und ihre Finanziers beim Namen. Als E-Paper hier herunterladen.

    Das Berufungsgericht in Budapest hat heute die Haftstrafe für Simeon T., besser bekannt unter seinem «non-binären» Kampfnamen «Maja» von ursprünglich acht auf sieben Jahre verringert.

    Budapest, 30. September 2026: Linksextremist Simeon alias Maja T. wird in den Saal des Berufungsgerichts geführt. Foto: COMPACT

    Maja T. war im Dezember 2023 in Berlin festgenommen und nach Ungarn überstellt worden, da das Mitglied der Hammerbande im Februar 2023 gemeinsam mit weiteren Personen Angehörige der rechten Szene angegriffen und teils schwer verletzt hatte. Im Februar 2026 verurteilte ein Gericht den Linksextremisten zu acht Jahren Haft.

    Die ungarischen Behörden hatten im Fall von Maja T. zügig reagiert: Eine Sonderkommission wurde gegründet, in Rekordzeit umfangreiche Ermittlungen eingeleitet und bereits nach wenigen Tagen die ersten Angreifer, teils noch vor der Rückreise nach Deutschland, verhaftet.

    Simeon alias Maja T. konnte zwar zunächst entkommen, wurde aber später aufgespürt und festgenommen. Während sich andere Mitglieder der Hammerbande, etwa Top-Terrorist Johann Guntermann, der nach vier Jahren im Untergrund Ende 2024 dingfest gemacht wurde, weiterhin in einem Großprozess vor dem Oberlandesgericht Dresden verantworten müssen, hat Maja das scharfe Schwert der ungarischen Justiz getroffen, wenngleich der Schlag heute etwas abgemildert wurde. Die Staatsanwaltschaft hatte im Berufungsprozess eine Erhöhung der Haftstrafe auf mehr als 13 Jahre gefordert.

    Ob Maja T. die nun auf sieben Jahre festgesetzte Haftstrafe verbüßen muss, ist offen: Nach Abschluss des Verfahrens könnte eine Auslieferung nach Deutschland erfolgen. Und dort ein Antrag auf Straferlass nach Verbüßung der hälftigen Haftdauer gestellt werden. Nicht ausgeschlossen ist, dass ein nachsichtiger Richter dem Linksextremisten, der mit seinem Prügelkommando durch Budapest zog, dann die Freiheit schenkt.

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