Wirtschaft: China überholt die USA früher als gedacht

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China ist auf dem besten Weg, zur ersten Weltmacht aufzusteigen. Auf dem Gebiet Mobile Technologie ist China den USA schon davongelaufen, jetzt plant es eine neue Seidenstraße zu errichten, eine Eisenbahntrasse von China über Russland und Europa. Wird Europa noch rechtzeitig auf den neuen Wirtschaftszug aufspringen?

Ein Wetterleuchten war vor einer Reihe von Jahren das Ergebnis einer chinesischen Studie, mit der die Regierung die Militärführung beauftragt hatte. Es sollte die Frage beantwortet werden, wann der beste Zeitpunkt sein wird, die USA militärisch anzugreifen. Dies mag nur ein Faktor in einer Gesamtbetrachtung über Optionen gewesen sein. Doch dass diese Frage überhaupt gestellt wurde, war interessant. Sie zeigte, dass China sich schon lange mit dem Gedanken beschäftigte, wie und wann China die USA als primäre Weltmacht ablösen wird – und dabei nichts ausschloss. Die Antwort des Militärs damals war jedenfalls: Sofort angreifen!

Im öffentlichen Gedächtnis blieb der Vorgang nicht hängen. Er wurde als zu abwegig empfunden. Im Westen wird es als selbstverständlich angesehen, dass internationale Rivalität ohne den Einsatz von militärischen Mitteln geregelt wird. In westlichen Augen gilt es nur, ein paar bösen Buben auf die Finger zu klopfen, und die friedliche „Eine Welt“ könne sich weiterentwickeln. Mit den heutigen bösen Buben Putin, Assad und Kim Jong Un werde man schon fertig.

Die Entwicklungen in China und den USA in den letzten Monaten gibt heute die Antwort zu der Fragestellung der erwähnten Studie: Sie lautet: Gar nicht angreifen! Der Aufstieg zur ersten Weltmacht fällt China in diesen Tagen sowieso in den Schoss.

Eine subtile Verschiebung der internationalen Konstellation war vor einigen Wochen zu beobachten. Trump hatte gerade seine Präsidentschaft angetreten. Mit seinen spontanen Gedanken zu Korrekturen in der internationalen Politik hatte er bereits erwähnt, dass er unter anderem die Pattsituation zwischen Taiwan und Festland-China beenden werde. Es hörte sich so an, als wolle er jedem der beiden Parteien die richtige Rolle zuweisen. So rief er schon einmal die Präsidentin von Taiwan an, um sie zu ihrem Wahlsieg zu beglückwünschen.

Festland-China war entsetzt und legte die Beziehungen zu den USA auf Eis. Ohne dass Taiwan mit Selbstverständlichkeit als Teil der Volksrepublik China angesehen wird, kommt für China überhaupt keine nicht-militärische Auseinandersetzung infrage. Als Trump den chinesischen Premier anrief, war dieser für ihn nicht zu sprechen.

Wenig später trafen sich Trump und der chinesische Premier Xi Jinping. Man begegnete sich freundlich-diplomatisch. Jedoch in China war die Perzeption, in der politischen Klasse wie auch in der Bevölkerung, dass die USA sich entschuldigt hätten. Amerika hatte mit einem Schlag ein gutes Stück Ansehen verloren.

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Diese Episode ist ein Symbol für den allgemeinen Abstieg Amerikas. Die USA hatten sich (im Gegensatz zu Deutschland) ihre Spitzenuniversitäten erhalten. Zwei leuchteten besonders stark: Das Massachusetts Institute of Technology bei Boston und die Stanford University im Sehnsuchtsland Kalifornien. Ein Häufungspunkt bildete sich im Umkreis von Stanford am Südende der Bucht von San Francisco heraus, das Silicon Valley. Nachdem am MIT noch die Grundstruktur des Computers und die Grundlagen der Digitalisierung (aus der Radartechnik heraus) entwickelt worden waren, mischte sich im Silicon Valley die magische Kraft Kaliforniens mit einer Explosion von Innovation, die uns die weltbeherrschenden Technologien gebracht hat: Email, Netztechnik, Automatisierung, Mensch-Maschine-Interaktion, Social Media (Facebook), GPS, Virtual Reality, dabei die Aufhebung räumlicher Distanz für alle nicht-materiellen Verbindungen, Interaktionen und Übertragungen.

Die kulturelle Umwälzung unserer Welt ist von einer Tragweite, deren Konsequenzen wir noch gar nicht absehen können. Allein, dass praktisch das gesamte Wissen der Menschheit von einer einzigen Institution, einem kommerziellen amerikanischen Unternehmen (Google), erfasst, gespeichert und zugänglich gemacht wird, übersteigt in ihren Auswirkungen die Fantasie.

Nun ist China dabei, auch auf diesem Gebiet die USA hinter sich zu lassen. Auf dem Gebiet Mobile Technologie ist China den USA schon davongelaufen. Bereits jetzt benutzen in China mehr Menschen ihr Mobiltelefon, um Rechnungen zu bezahlen, einzukaufen, Geld zu überweisen, Videos zu senden oder zu empfangen, um sich zu bewerben oder Freundschaften anzubahnen als in den USA. Jetzt schon ziehen große westliche Konzerne mit Abteilungen nach China, um sich von diesem innovativen Markt inspirieren zu lassen. Jeff Bezos experimentiert mit Drohnen in China, um einen schnellen Lieferdienst für seine Firma Amazon aufzubauen.

Eine chinesische „Killer App“ ist Weixin. Weixin organisiert den gesamten gesellschaftlichen Umgang eines Menschen. Weixin hat sich schneller ausgebreitet als Facebook. Es ist für die Nutzer die Nabelschnur zur Welt und Leute verbringen viele Stunden des Tages mit dieser App.

Auch im größeren Rahmen wird die Kulturrevolution des digitalen Zeitalters von China aus weitergetragen. China belebt mit seiner Wirtschaftsmacht eine Uralttradition, die eine asiatisch-europäische Verbindung gewesen war und wieder werden soll: Die Seidenstraße. Peking plant eine Eisenbahntrasse von China über Russland und Europa bis nach Spanien. Der Plan sieht eine Investitionsinitiative von einer Billion Dollar für die Infrastrukturprojekte vor, die die südasiatischen Ländern an die Seidenstraße anschließen.

So ist eine für Amerika gefährliche Situation entstanden. Während die USA von Palastintrigen gelähmt sind und nach den ersten „100 Tagen im Amt“ von der Trump-Regierung keine der im Wahlkampf versprochenen innenpolitischen oder außenpolitischen Initiativen angeschoben worden ist, ja sogar vom Impeachment des Präsidenten gesprochen wird, hat die USA stark an Boden verloren. Jetzt wären die europäischen Politiker gefragt, in diesem neuen internationalen Rahmen eine Perspektive für Europa zu entwickeln.

Wird jemand dem bürokratischen Moloch Brüssel entsteigen, um die Europäische Union zu reformieren (oder ganz zu erneuern) und uns zu einer angemessenen Position zwischen Seidenstraße und europäischer wirtschaftlicher und politischer Tradition verhelfen?

Lesen Sie dazu im aktuellen COMPACT: Amerika weiß um die gefährliche Konkurrenz, die von China ausgeht. Deshalb nehmen die US-Falken das Reich der Mitte neben Russland ins Visier. Die Vereinigten Staaten haben ihren gefährlichsten Konkurrenten in den letzten Jahren militärisch umzingelt. Nordkorea ist als Auslöser für einen Atomkrieg ebenso gefährlich wie Syrien. – Lesen Sie die komplette Reportage in COMPACT 5/2017hier bestellen  

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Über den Autor

Dr. Hartmut Grebe hat 20 Jahre lang in den USA gelebt, an Universitäten geforscht und im Silicon Valley gearbeitet. Außerdem betreibt Dr. Grebe die Webseite www.lebensschmiede.com

25 Kommentare

  1. China hat vor allem gezeigt, daß sich ein Entwicklungsland durch strenge Bevölkerungskontrolle binnen 1 Generation zum Führungsstaat aufschwingen kann. Mit diesem Muster könnten andere arme Länder auch nach vorne kommen. Die "klasischen" Industrieländer hingegen verteidigen den Bevölkerungszuwachs in den Drittländern auch noch und lassen ihre eigene schrumpfen und überaltern. Brauchen die Führungseliten Soldaten oder eher Sklaven? Wahrscheinlich Beides!
    Viel Nachwuchs bedeutet immer Armut, weil die vorhandenen Ressourchen unter (zu) vielen aufgeteilt werden müssen. Das galt schon bei den alten Franken so: Der Bauernhof wurde unter allen Söhnen stets so oft aufgeteilt, bis daß keiner mehr durch das Land ernährt wurde. Dann blieb nur übrig, loszuziehen und sich woanders neues Land zu erobern. Durch diese Erbregel wurden die alten Franken der aggressivste Stamm unter den Germanen, die Westrom beerbten – und in ungeordneten Zeiten durch diese Aggressionsbereitschaft der erfolgreichste.
    Folglich wird Europa eher von Afrika und seiner Überbevölkerung bedroht, als von China! Hinzu kommt, daß Europa alle die Kriterien vernachlässigt bis absichtlich abbaut, die es einst führend gemacht haben. Stattdessen gibt es seinen Vorsprung in Überlebenstechnik gratis an Unterlegene weiter, wie auch an seine eigenen Unterschichten. Und das gilt für die USA als einen Ableger Europas genauso. Da die Eliten dieser Länder vor allem besonders bequem von der Pascherei, Warenverschieberei, Produktionsaufteilerei und der Finanzierung des Ganzen leben, haben diese auch kein Interesse daran, daß wieder geschlossene Wirtschaftskreisläufe entstehen.
    Was dem Chinesischen Boom allerdings ganz schnell den Hals brechen könnte ist sein Verlassen auf die gefeierte Hochtechnologie, die auf Elektrizität als einzige brauchbare Energieform setzt. Die ist dafür nämlich – vor allem vernetzt – viel zu fragil und störanfällig! Sowohl für natürliche Störungen als auch Sabotage / Angriffe.
    Dagegen ist das Setzen auf den Landweg anstelle des Seewegs eine richtige und solidere Alternative. Die ehemaligen Kolonialmächte Europas haben ihre Imperien durch die Seefahrt aufgebaut und England hatte in diesem Wettbewerb als Inselstaat seine Vorteile. Dabei besaß China bereits im Mittelalter die damals größte Flotte der Welt, die es aber schließlich in den Häfen verrotten ließ, da es ihm zu teuer und nicht kulturaffin war, Seefahrt zu betreiben. England hat jahrhundertelang Bevölkerung in fernste Länder exportiert und dort in Kriegen verheizt, heute kommt der Bevölkerungsdruck der einst eroberten Länder auf die Insel und verdrängt dort die autochonte Bevölkerung.
    Die Chinesen konzentrieren sich immer auf ihr angestammtes Gebiet, ihre Mitte – Reich der Mitte – auf diese Art und Weise haben sie immer wieder Hochphasen nach Zeiten des Niedergangs erlebt. Es kommt nun nur darauf an, daß sie vor lauter Technologiebegeisterung nicht die einfachen Techniken des Überlebens verlernen, also sofort ohne den Hochtechnikschnickschnack zurechtkommen und überleben können. Bei den jungen Leuten in Europa und USA ist das nicht zu erwarten.

  2. Ein größerer Quotenhalter aus Peking hat mir 1982 anläßlich eines Dinners nach dem zweiten Glas Maotai erklärt, daß China den Westen 2020 überholt hat. Entweder war diese Aussage Zufall oder er hatte seherische Fähigkeiten. Legt man dann noch die Langzeitstrategie von Deng zugrunde, dann wäre es reines Kalkül und nichts wurde dem Zufall überlassen. Dieses intelligente Volk geht unbeirrt seinen Weg und niemand wird es daran hindern.

  3. Harald Kaufmann am

    Ein Grund mehr für die Deutschen sich vom Amijoch zu befreien.

    Ironie der Geschichte: ein kommunistischer Staat wie China es ist, bootet den Kapitalistenstaat USA aus. China ist der grösste Gläubiger gegenüber den Amis.

    Dem Ami steht das Wasser bis zur Halskrause. Im Vergleich ist Griechenland wirklich nur noch ein Sch…dreck.

    Und wenn dieses alles so weitergeht, geht es der BRD genauso.

    Mit 2,2 Billionen Staatsschulden und einem sehr wahrscheinlich maroden Schattenhaushalt kann die "schwarze Null" im Rollstuhl auch nichts ausrichten.

    Übrigens, mir scheint das man von Schräubele nicht mehr viel hört und sieht. Ist die Eurokrise schon bewältigt worden?

    Wie steht es mit Italien, Portugal und Spanien und nicht zuletzt mit den Franzosen? Alles in Butter, Eurokrise beseitigt, Friede, Freude Pfannekuchen oder wie hätten die Politiker es denn gern?

    • Guten Abend Herr Kaufmann,

      ich würde eher sagen, dass den EU Mitgliedsstaaten das Wasser bis zum Hals steht. Denn die USA verfügen immerhin über das grösste Militär und die globale Informationshoheit durch

      – Google, Microsoft, Apple (alle Betriebssystem für Rechner und mobile Endgeräte werden durch die USA kontrolliert)
      – Oracle (bei Datenbanken ist die USA auch eine Macht)
      – Facebook, LinkedIn, (soziale Netzwerke)
      – Microsoft, Google, Amazon (Cloud Computing)
      – GPS plus Google Maps (Navigation)

      und bald auch in der Autoindustrie (Tesla, Google, Apple, Amazon).

      Da Europa weder eine eignes Betriebssystem, eine eigene Suchmaschine, ein eigenes Positionsbestimmungssystem, eigene Datenbanken, eigene stationäre und mobile Endgeräte zur Verfügung hat und auch nicht beabsichtigt zu bauen, ist es langfristig politisch und wirtschaftlich nicht mehr ernst zu nehmen.

      Europa ist der grosse Verlierer, weil selbst die Chinesen und die Russen an der informationstechnischen Selbstbestimmung arbeiten. Europa kann sich nur in die Statistenrolle des US Vasallen ergeben. Mit der Zusammenarbeit der aufstrebenden Mächte Russland und China hätte es sich emanzipieren können.

      Viele Grüsse,

      HvH

      • Michael Höntschel am

        HVH sehe ich auch so. Wir mussten oder wollten alle Overten der aufstrebenden Wirtschafts- und Technologienationen ausschlagen, zuletzt das Seidenstraßen – Projekt. Wir werden am Niedergang der bisherigen Weltmacht teilhaben. Bleibt zu hoffen, daß Diejenigen sich nicht durchsetzen, die Krieg als denkbaren Ausweg sehen.

  4. Der alte deutsche Traum von der Baghdadbahn, ein Transport- und Verkehrsweg sicher vor dem Terror der britischen bzw. VS-amerikanischen Kriegsmarine.
    Das, was uns verwehrt blieb, nimmt nun das Reich der Mitte in Angriff. Bleibt abzuwarten, wie diesmal die Reaktion der Globalisten, die damals den Weltkrieg vom Zaun brachen, aussehen wird.
    Man kann den Chinesen nur Erfolg wünschen. Ein enger Zusammenschluß Eurasiens könnte den Globalisierungseliten den Garaus machen. Schade, daß Europa heute über keine Staatsmänner mehr verfügt.

  5. Volker Spielmann am

    Demnächst dürfte sich entscheiden, ob Dengs Werk Fluch oder Segen für China ist

    Bald dürfte man sehen, ob der chinesische Kaiser Deng den nordamerikanischen Wilden Henry Kissinger übertölpelt oder dieser ihn überlistet hat. Gelingt es nämlich China nun seine Volkswirtschaft wieder selbstgenügsam zu machen, so hat Deng dessen Wirtschaftskraft gewaltig gesteigert, einen großen Devisenschatz angehäuft und zudem China viel technologisches Wissen verschafft, während die nordamerikanischen Wilden ihre Industrie durch den Freihandel mit China ruiniert haben. Sollte jedoch die Industriekarawane aus China weiterziehen und dort nichts als Armut und Umweltverschmutzung zurücklassen, so wäre Deng überlistet worden. In diesem Fall könnte sogar die chinesische Regierung gestürzt werden und das Land in Chaos und Bürgerkrieg versinken. Wenn auch die Mao-Dynastie zu den recht starken Regierungen gehört und deren Macht noch nicht einmal durch das Scheitern des großen Sprungs nach Vorne, die Hungersnöte oder die Kulturrevolution ernsthaft ins Wanken geraten hat.

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  6. Kissinger war öfters mal beim Chinesen zu Besuch! Die mächtigen arbeiten anscheinend irgendwie doch mehr zusammen als gegen einander. Ich glaube das die USA einfach nur ausgesagt wurde und vielleicht der Sitz der nwo regierenden im wirtschafts starken China entstehen soll…….

  7. Jürg Rückert am

    Sprechverbote im "Reich des Bösen" konnten dessen Niedergang nicht aufhalten, ganz im Gegenteil. Sprechverbote sind ein sicheres Indiz für den Niedergang eines Systems.
    Es ist in der BRD heute unmöglich, einen Zusammenhang zwischen der Art der Bevölkerung eines Landes und dessen kultureller, geistiger und wirtschaftlicher Leistung zu diskutieren.
    Europa, aber auch die USA, erleben einen regen Bevölkerungswandel. Wir werden von Kirchen und Parteien genötigt, diesen zu preisen (so ganz im Gegensatz zum bösen Klimawandel). Wer nicht lobt kommt in die Hölle.
    Ich vermute, dass der Niedergang Europas und der USA in einer direkten Korrelation zum Demographiewandel steht. Man sehe sich einmal das Schicksal von Detroit an! Der Abstand zwischen dem Westen und China wird sich nun dramatisch vergrößern.
    Die Falken in den USA wissen das. Das macht sie um so gefährlicher.

    Mein Kalender endet in 2 Jahren. Spätere Eintragungen werde ich nicht mehr lesen. Ich weiß das, denn ich bin als Zeitreisender in meine Vergangenheit zurückgekehrt.

  8. allesneumachtdermai am

    Die Bedeutung der Volksrepublik China als weltpolitischer Akteur ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Ob Umwelt- und Klimaschutz, Stabilität des internationalen Wirtschafts- und Finanzsystems oder die zukünftige Entwicklung der Staaten in Afrika – heute gibt es keine Herausforderungen von globaler Bedeutung mehr, denen ohne Beteiligung Chinas begegnet werden kann.

    Auch in der Entwicklungszusammenarbeit hat sich Chinas Rolle gewandelt – vom Empfängerland westlicher Unterstützung zu einem wichtigen Geberstaat für Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika.

    Dazu wird es wichtig sein, China zukünftig noch stärker in die Lösung globaler Entwicklungsfragen einzubinden.
    Vor diesem Hintergrund hat das BMZ mit dem chinesischen Handelsministerium bereits 2010 eine strategische Partnerschaft für die entwicklungspolitische Zusammenarbeit geschlossen. 2016 wurde die Gründung des Deutsch-Chinesischen Zentrums für Nachhaltige Entwicklung (ZNE) vereinbart. Es soll eine Plattform für den entwicklungspolitischen Dialog bieten und insbesondere die globale Umsetzung der Agenda 2030 unterstützen, das gegenseitige Verständnis für die jeweilige Entwicklungszusammenarbeit beziehungsweise Süd-Süd-Kooperation fördern und Antworten auf entwicklungspolitische Grundsatzfragen erarbeiten.

    Aufgabe des Zentrums wird außerdem sein, Entwicklungsprojekte in und mit Drittländern vorzubereiten und ihre Umsetzung in Form von trilateralen, regionalen oder globalen Kooperationen zu begleiten. Ein weiteres Handlungsfeld ist die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. So soll das ZNE unter anderem Akteure zusammenbringen, um gemeinsame Standards für nachhaltiges Wirtschaften zu entwickeln.

    Das Deutsch-Chinesische Zentrum für Nachhaltige Entwicklung wurde im Mai 2017 von Bundesminister Gerd Müller und dem chinesischen Minister für Handel, Zhong Shan, in Peking offiziell eröffnet.

    Man sieht das Deutschland auf diesem Wege der Zusammenarbeit sowohl die EU als auch die USA längts links überholt hat…

  9. Walther Dachs am

    Wie bitte? Die Chinesischen Militärs sollen schon vor Jahren,als China noch keinen einzigen Flugzeugträger besaß und seine nukleare Schlagkraft etwa der Frankreichs entsprach,geraten haben:"sofort angreifen"?Dann müßte das chinesische Spitzenmilitär aus Vollidioten bestanden haben. Wie soll man denn eine Insel angreifen,deren weit überlegene Flotte die Meere um diese Insel vollständig beherrscht.?
    Immerhin,nach tausend Jahren Dekadenz ist China wieder erwacht,ein in der Geschichte einmaliger Vorgang,während die Weiße Rasse schon in 150 Jahren vollständig verschwunden sein wird.

    • Karl Blomquist am

      @Walther Dachs
      "sofort angreifen"?
      Das kann gar nicht stimmen. Deshalb habe ich auch nach der Quelle gefragt.

    • Michael Höntschel am

      Hallo WD, denke man meinte einen Wirtschaftskrieg. Einen militärischen Präventivschlag durch China halte ich für mehr als eine Ente. China hat allerdings neben US- Firmen auch möglicherweise in zu großem Stil Dollars aufgekauft. Auf die Frage:"Ist es für die Stabilität des US-Dollars nicht gefährlich, wenn die Chinesen diese gleichzeitig auf den Markt werfen?" soll Greenspan geantwortet haben:"Und wer soll die kaufen?".

  10. brokendriver am

    Trumps Volkswirtschaft ist eh am Ende.

    Außer Fatzebuch, Twitter, NSA und FBI können die niXXX.

    Ach ja…SchmartFone-Diktatur können die Amis auch recht gut…

    aber dann ist auch schon Ende im Gelände…

    Viel bleibt nicht von den USA im 21. Jahrhundert….

    • Florian Geyer am

      Zumindest können sie in der Realwirtschaft nichts mehr. Abgesehen von Waffen. Und die wollen auch nicht so recht, wie das F35 Projekt, die Excalibur Haubitze und diverser anderer Rüstungskram zeigt, der gescheitert ist.
      Und die Spaceshuttles sind auch zu Feuerwerk verglüht oder "grounded".

      Auf dem Gebiet der Produktion, wo die wirklichen Werte geschaffen werden, ist USA schon seit 20 Jahren erledigt!

  11. was machen wir dagegen wir zerstreiten uns finden Dynamo Aufmärsche toll
    wollen jeder wieder seine eigenen Brötchen backe legen unser Geld nicht bei deutschen Banken an
    wundern uns das die Chinesen toll sind

  12. Graf von Stauffenberg am

    Es gibt mehrere Entwicklungen in Europa, die einen dramatischen Einfluss auf den Technologiestandort Deutschland haben:

    1. Die Zuwanderung von Minderqualifizierten
    2. Die weitgehende Abschaffung des Leistungsdrucks und der Wissensvermittlung an Schulen
    3. Die Abwanderung der Hochqualifizierten in Länder, in denen Leistung noch belohnt wird.
    4. Der Bürokratie-Wahnsinn, z. B. Netzwerkdurchsuchungsgesetz oder Bundesdatensicherheitzgesetz.
    5. Die Rechtsunsicherheit: Man weiß als Unternehmer nie, welche Schikanen sich die Ideologen in Berlin und Brüssel morgen ausdenken (Glühbirnenverbot, Staubsaugerverbot …)
    6. Die Gesinnungsdiktatur und das an-den-Pranger-stellen eines Unternehmers, der nicht die "richtige" Gesinnung hat.
    7. Das Embargo-Risiko: heute Russland, morgen vielleicht Großbritannien oder Ungarn
    8. Die immer höhere Abgabenbelastung.
    9. Das zunehmende Kriegsrisiko: Kann ich noch in Deutschland investieren oder ist die Gefahr so groß, dass ich auswandern muss?

    Fazit: Die wirtschaftlichen LANGZEITschäden, die Berlin und Brüssel unserem Land antun übersteigen die Schäden eines Weltkrieges

    • allesneumachtdermai am

      @ Graf von Stauffenberg

      Ihr Text ist nur eine aneinanderreihung von Meinungen (ihrer Meinung)…keinerlei Fakten und ohne Inhalt.

      "Fazit: Die wirtschaftlichen LANGZEITschäden, die Berlin und Brüssel unserem Land antun übersteigen die Schäden eines Weltkrieges…"

      Na dann erkären sie mal warum Deutschland ununterbrochen jedes Jahr einen Wirtschaftsrekord nach dem anderen einfährt und es Deutschland so gut geht wie nie. Und dies seit Jahrzehnten mittlerweile…

      Wir leben in einem Land wo sprichwörtlich Milch und Honig fliesst.

      • Antipropaganda am

        @allesneumachtdermai: So ein Quatsch. Wirtschaftsrekorde sagen leider gar nichts darüber, wie das gewonnene Geld verteilt wird. Und das wird es zunehmend nach oben. "Wir leben in einem Land wo sprichwörtlich Milch und Honig fliest" ist billigste Mainstreampropaganda, bei immer schlechter bezahlteren Jobs, der viele zu mehreren Parallel-Jobs zwingt, um überhaupt durchzukommen. Altersvororge u.ä. sind da noch lange nicht drin. Meine Fresse, was tägliche Propaganda bei manchem so alles anrichtet…

      • Sie scheinen ja ein ganz großer Nutznießer dieses verkommenen Pseudostaates zu sein. Mir kommt bald der Verdacht, wir beide leben nicht in demselben Land.

        Sie konnten keinen einzigen Punkt des @Grafen von Stauffenberg entkräften, die ich alle samt und sonder unterzeichnen würde, haben dafür aber den Beweis erbracht, daß Sie von Wirtschaft nicht verstehen. Unsere Export-Rekorde sind im Endeffekt nichts anderes als Tribute, wir bekommen für sie -nichts!
        Daß es uns trotz allem noch einigermaßen anständig geht liegt nicht an der verräterischen und versagenden "Führung", sondern an den noch anständigen deutschen Arbeitern, Unternehmern und Technikern, die die alten deutschen Tugenden verinnerlicht haben. Gerade diese Tugenden aber sind es, die der heutigen "Führungsschicht" ein Dorn im Auge sind, um sie abzubauen werden sie nicht müde massenweise solche ins Land zu holen, denen diese Tugenden vollenes abgehen. Wie lange es uns noch gut gehen wird ist äußerst fraglich, zumal der Abwärtstrend seit der Jahrtausendwende unübersehbar ist.

      • Guten Abend ALLESNEUMACHTDERMAI,

        die Politik der mutmasslich verfassungswidrig handelnden Kanzlerin übersteigt möglicherweise bald tatsächlich die Schäden des 2. Weltkrieges. Zwar war das Deutsche Reich tatsächlich zum grossen Teil zerstört und das Staatsgebeit deutlich verringert, aber das Volk wurde nicht ausgetauscht und mit Millionen von Analphabeten und Nichtdeutschen Wirtschaftsflüchtlingen geflutet. Sie erleben ja jetzt schon den Verlust der inneren Sicherheit am eigenen Leib – oder wenigstens ihre Frau und ihre Töchter, falls sie welche haben.

        Des Weiteren scheinen Sie in einem Paralleluniversium zu leben. Ich würde ihnen dringend anraten den Vermögens- und Armutsbericht der Bundesregierung zu lesen. Falls ihnen das zu mühselig ist, schauen sie doch einfach nach den Filialen eines der grössten deutschen Erfolgsunternehmen Ausschau das sein Geschäftsmodell ausschliesslich innerhalb der Landesgrenzen betreibt – es heisst "Die Tafel" und ist seit über 15 Jahren erfolgreich am Markt tätig. Mit Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich.

        Des Weiteren leben Millionen deutsche Kinder in Armut, ebenso reicht bei vielen Rentner nach 40% Kaufkraftverlustes ihrer Renten durch den illegale Inflationspolitik von Trichet und Draghi die Rente nicht mehr. Deutschland ist der grösste Markt von Billigarbeitskräften geworden.

        Falls diese Argumente sie alle nicht überzeugen und Sie auch zu bequem sind darauf einzugehen, dann fragen Sie sich doch einfach einmal, warum eine neue Partei entstanden ist, die in den 13. Landtag in Folge einzog?

        Sie können sich aber auch mal fragen, warum der Wanderungssaldo der Bundesrepublik bei Deutschen seit Jahren negativ ist.

        Sie sehen – Milch und Honig scheint bei nicht allen zu fließen. Vor allem nicht, die für 8,5 EUR pro Stunde systematisch durch Arbeit vernichtet werden. 160 x 8,5 EUR = 1’360 EUR sozialversicherungsbrutto. => 900 EUR netto oder Hartz iV.

        Viele Grüsse,

        HvH

    • Guten Abend,

      das haben Sie sehr schön aufgelistet!

      Leider vergehen zwischen Ursache und Wirkung Jahre bis Jahrzehnte. In der nächsten ernsthaften Wirtschaftskrise werden sich die bisher kumulierten Risiken in Deutschland mit einer Härte materialisieren, die sich das ausgemerkelte Bürgertum noch gar nicht vorstellen kann. Deutschland ist ein Land ohne Reserven. Die Bevölkerung überaltet, hochverschuldet und die Infrastruktur bzw. Bildung der jungen Bevölkerung marode.

      Kommt es durch weitere Markteingriffe der Notenbanken zu keinem Crash von -50% bis -80% an den Finanzmärkten, werden Inflation, fehlende innerer Sicherheit und die Verrentung der Baby-Boomer Jahrgänge, die jetzt die ganzen Steuern noch erwirtschaften für einen dramatischen Verlust des Lebensstandards und der inneren Sicherheit sorgen.

      Viele Grüsse,

      HvH

  13. Karl Blomquist am

    Quelle bitte

    "Ein Wetterleuchten war vor einer Reihe von Jahren das Ergebnis einer chinesischen Studie, mit der die Regierung die Militärführung beauftragt hatte. Es sollte die Frage beantwortet werden, wann der beste Zeitpunkt sein wird, die USA militärisch anzugreifen."

    In erster Linie ist es allerdings China, das mit einem US-Angriff rechnen muss – wie Deutschland 1914 mit einem englischen. Unabhängig davon dass es selbstverständlich chinesische Verteidigungspläne bzw. Prä-emptiv-Pläne gibt.
    Daher die Quelle bitte.

  14. Karl Blomquist am

    China überholt die USA früher als gedacht

    Genau deswegen wollen die USA und die diese beherrschenden Globalisten ihre WK-III-Pläne zeitlich vorziehen – solange sie noch eine Chance haben, den Haupthandelskonkurrenten und seine Verbündeten zu besiegen. Aus demselben Grund haben sie WK I und WK II begonnen, es ging damals wie heute um die Vernichtung des Haupthandelskonkurrenten, damals Deutschland, heute China. Syrien, Korea, Russland, vielleicht Iran, sind Vorspiele.

    Aus diesem Grund ziehen die USA nun in ihren Kolonien die Zügel fester:
    In der Bundeswehr wird die Tradition verboten, damit die Soldaten nicht etwa auf die Idee kommen, ihrem eigenen Land zu dienen. In Brasilien bspw., der Haupt-Cashkuh in Südamerika, werden gerade die Führer der politischen Klasse abgeschossen. Von einer korrupten Justiz, ein sehr ungewöhnliches Verhalten. Siehe Krone vom 18.05.2017: "Brasiliens Präsident in Korruptionsaffäre belastet".
    "[Präsident] Temers Schicksal hängt nun von dem Richter am Obersten Gerichtshof, Edson Fachin, ab. Ihm gegenüber machten Batista und sein Bruder Wesley die brisanten Aussagen und händigten ihm das Beweismaterial aus. Die beiden sind die Chefs des Konzerns JBS – des größten Fleischproduzenten der Welt. Unklar war, warum sie sich an die Justiz wandten."
    Vielleicht weil sie Agenten sind?

    Es läuft offensichtlich auf die erneute Errichtung einer Militärdiktatur von USA-Gnaden hinaus. Die natürlich vor Beginn des WK III (in Europa und Ostasien) abgeschlossen sein muss, damit der US-Hinterhof sicher in US-Hand bleibt.

    Nur mal so, zum Stand der Dinge weltweit.

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