Die Russen haben Schwierigkeiten damit, ihre Feinde im Westen zu verstehen, oder selbst, dass Russland einen Feind hat, der seine Zerstörung anstrebt.

    Ist Russland in den Sinn gekommen, dass es sehr merkwürdig ist, dass das Vereinigte Königreich, ein Land mit keiner nennenswerten militärischen Bedeutung, ein Land, das Russland innerhalb weniger Minuten für immer komplett vernichten könnte, falsche Anschuldigungen gegen Russlands Regierung fabrizieren und öffentlich kundtun könnte, ohne jedwede Beweise mitzuliefern; diese durch nichts gestützten Vorwürfe vor die UNO zu bringen, Russland ein Ultimatum auszustellen, russische Diplomaten zu verbannen und russisches Eigentum zu konfiszieren  – und währenddessen Russland jeden Beweis und Kooperation bei der Ermittlung, wie es das Gesetz vorsieht, schuldig zu bleiben?

    Russen, sowohl in der Regierung, den Medien als auch die durch amerikanische Propaganda und von Washington finanzierten NGOs hirngewaschene Jugend (NGOs, denen Russlands Regierung erlaubt, in Russland gegen sich selbst wirken zu können), denken anscheinend, die vielen Anschuldigungen und Drohungen gegen Russland seien ein Art Fehler, den man durch Rückgriff auf Beweise und Gesetze richtigstellen kann. Offenbar haben die Russen nach all diesen Jahren noch immer nicht verstanden, dass Washington und seine Vasallen keinerlei Interesse an Fakten oder dem Gesetz haben.


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    Auf die beweislosen Anschuldigungen durch die britische Premierministerin, Russland habe ein militärisches Nervengift verwendet, um zwei Menschen auf einer englischen Parkbank zu töten, versuchte Russlands Botschafter vor der UNO darzulegen, dass die Beschuldigung gesetzeswidrig ist. Dabei trug er sämtliche Rechtsgründe vor, einschließlich der Erfordernis, bei der Untersuchung der Beweise mit Russland zu kooperieren.

    Weswegen denken die Russen, dass die britische Regierung sich einen Deut für Gesetze oder Beweise interessiert? Sind die Russen was den Westen betrifft wirklich so hirngewaschen?

    Die britische Regierung unter Tony Blair kooperierte mit dem Regime von George W. Bush bei der Verbreitung der Lüge, Saddam Hussein hätte im Irak „Massenvernichtungswaffen“ besessen. Diese Lüge wurde benutzt, um in den Irak einzumarschieren, ihn zu zerstören und das Land 15 Jahre später dem Chaos zu überlassen.

    Die britische Regierung stützte auch die Lügen über Gaddafi in Libyen und beteiligte sich am Sturz der libyschen Regierung. Die britische Regierung stützte die Lüge, der Iran hätte ein Atomwaffenprogramm. Nie hat es irgendwelche Beweise dafür gegeben, doch Beweise interessierten niemanden. Eine Agenda war in Bewegung gesetzt worden, und die Agenda war von Beweisen unabhängig.

    Obwohl das britische Parlament seine Beteiligung an Obamas geplanter Syrien-Invasion niederstimmte, stützt die gegenwärtige britische Regierung die Lüge, Assad benutze Chemiewaffen „gegen sein eigenes Volk“.

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    Inzwischen würde man denken, dass die Russen, die Regierung, die Medien und die Öffentlichkeit, verstehen, dass der Westen nur zum Lügen in der Lage ist. Zweck der Lügen ist es, Russland zu dämonisieren und für einen Militärangriff zu arrangieren.

    Doch irgendwie können die Russen mit der Botschaft nichts anfangen. Russen denken, das alles sei irgendwie ein Fehler, dass Fakten und Gesetzesprozesse und Diplomatie das wieder werden bereinigen können. „Bitte hört uns zu. Wir können all diese Irrglauben aufklären!“ Als ob sich der Westen dafür interessieren würde. Washington will die „Irrglauben“. Deswegen erschafft Washington sie.

    Die Unfähigkeit der Russen, den Westen zu verstehen, den Westen, dem Russland dummerweise auch noch angehören möchte, ist der Grund, weswegen der Dritte Weltkrieg bevorsteht.

    Was wäre, wenn der russische UNO-Botschafter einfach sagen würde: „Falls das Vereinigte Königreich morgen noch existiert, dann liegt das ausschließlich an der Nachsicht der russischen Regierung.“

    Indem er sich auf das Gesetz verlassen hat, um das sich nicht ein westliches Land schert, erlaubte Russlands UNO-Botschafter Washingtons französischer Marionette und Washingtons europäischen Marionetten zu sagen, dass sie Großbritanniens Beschuldigungen gegen Russland, trotz dem Fehler jedweder Beweise, unterstützen. Vielleich ist es den Russen aufgefallen, dass keine dieser europäischen Regierungen auf irgendwelche Beweise für Russlands Schuld angewiesen war. Notwendig war nur die Anschuldigung.

    In der von Washington regierten einzigartigen, unentbehrlichen westlichen Welt, ist ein Vorwurf Beweis genug für Russlands Verlogenheit. Als der britische Anführer der Labour-Partei Jeremy Corbyn Premierministerin May fragte, ob sie irgendwelche echten Beweise dafür hätte, dass Russland versuchte, den ehemaligen britischen Doppelagenten zu töten, wurde er nicht nur von den korrupten Konservativen niedergebrüllt, sondern auch von Mitgliedern seiner eigenen Partei, die er anführt. Wie viele Beweise braucht Russland noch, damit es erkennt, dass Fakten im Westen keine Rolle spielen?

    Wird Russland aufwachen? Oder wird sein dementer Wunsch, Teil des Westens zu werden, die Russen für Washingtons kommenden Nuklearangriff unvorbereitet lassen?

    Was, wenn Russlands Regierung Washington einfach sagen würde: „Falls eure Terror-Söldner syrische Streitkräfte angreifen, werden wir eure Präsenz im Nahen und Mittleren Osten auslöschen und Israel dazu.“ Das könnten die Russen im Handumdrehen.

    Was würden die Briten und Washington tun, außer sich in die Hose zu machen? Sicherlich würden sie die Botschaft kapieren und entscheiden, dass Frieden eine bessere Idee ist.

    Die russische Regierung versteht einfach nicht, dass Washington Russlands Appelle an Diplomatie, Gesetz, Fakten und Beweise als extreme Schwäche und Mangel an Selbstvertrauen wahrnimmt. Sie haben eine Agenda. Indem sie nach Fakten rufen, zeigen die Russen ihre Schwäche.

    Das befeuert Washingtons Aggression. Übertrifft Russlands Wunsch, Teil des Westens zu sein, seinen Wunsch nach nationalem Überleben?

    Mit freundlicher Genehmigung des Autors. Der englischsprachige Text erschien zuerst hier.

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