„Wir erwarten, dass die Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren“

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Im Kreis Pinneberg vergrößert sich eine Syrer-Familie von sechs auf 12 – Zweitfrau inklusive. Zauberwort: Familiennachzug. Union und SPD haben die ewige Streitdebatte nun erstmal geklärt. Dabei sollten die Flüchtilanten doch eigentlich zurück in ihre Heimat…

Die GroKo-Verhandler haben gesprochen: Der Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtige bleibt noch bis zum 31. Juli ausgesetzt. Dann sollen maximal 1.000 Menschen pro Monat kommen dürfen. Das Ganze wird um eine bereits bestehende Härtefallregelung ergänzt.

Was ist ein Härtefall? Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verrät es nicht. „In besonderen Härtefällen ist eine humanitäre Aufnahme von Familienangehörigen weiterhin möglich“, heißt es da nur. Hmm…

Aufschlussreicher ist ein Fall aus dem Kreis Pinneberg. Dort ist ein Syrer gemeldet, der 2015 mit vier Kindern und seiner Ehefrau nach Germoney kam (macht insgesamt sechs). Vier weitere Kinder durfte er per Familiennachzug bald ebenfalls in Deutschland in die Arme nehmen (macht insgesamt zehn). Problem: diese vier Kinder haben eine andere Mutter – die Zweitfrau des Syrers! Union und SPD entschieden: Hier liegt ein Härtefall vor. Auch diese Mutter durfte also kommen (macht insgesamt elf). Und weil diese Mutter natürlich auch eine Mutter hat, durfte die auch gleich mitkommen (macht insgesamt zwölf). Allah ist groß!

Merkel im Oktober 2015: „Die aller-aller-allermeisten Syrer möchten schnell zurück in die Heimat“

twitter familiennachzugZweitfrauen darf man sich in Deutschland zwar nicht halten – ist jetzt aber egal. Die Vizevorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Eva Högl, laut Welt Online: „Im deutschen Aufenthaltsgesetz ist ein Nachzug von Zweitehegatten einer polygamen Ehe ausdrücklich ausgeschlossen.“ In Einzelfällen könne jedoch der Nachzug erlaubt werden, wenn dieser zur Vermeidung einer „außergewöhnlichen Härte“ erforderlich sei. Und mit Einzelfällen kennen wir uns ja schon aus. Davon gibt es bekanntlich mehr als man denkt…

Regelung ist wurscht…

SPD-Chef Martin Schulz ist so happy wie zu alten Suff-Zeiten. Die SPD habe sich gegen die Union durchgesetzt. „Wir haben jetzt eine Regelung 1000+“, teilte er mit. „Denn die SPD hat über die im Sondierungsergebnis hinaus vereinbarten 1.000 Angehörigen pro Monat eine deutlich weitergehende Härtefallregelung – wie vom SPD-Bundesparteitag gefordert – durchgesetzt.“

Hast Du echt klasse gemacht, Martin. Das müssen selbst die rebellierenden Jusos toll finden. Wie die Antideutschen in der zweiten Reihe erst glücklich sein werden, wenn sie kapieren, dass das auf nationaler Ebene Beschlossene sowieso wurscht ist, wie Du als alter EU-Millionär ja am allerbesten weißt.

Wie vom Europaparlament beschlossen – und von Innenexperten des Bundes stark kritisiert – soll ja fortan bereits genügen dürfen, schon zu behaupten, man kenne da irgendwen, irgendwo – also in Deutschland zum Beispiel – um dann dahin umgesiedelt zu werden. Ha! Und wir, die schon länger hier leben, dachten immer, die Familie könne man sich nicht aussuchen…

Merkel im Januar 2016 zu Mitgliedern ihres eigenen Landesverbands: „Wir erwarten, dass, wenn wieder Frieden in Syrien ist und wenn der IS im Irak besiegt ist“- ach, schauen Sie selbst…

Also: Mindestens 1000+x (ein groooooßes x) monatlich dazuströmende muslimische Söhne und Töchter und Mütter und Väter und deren Mütter und Väter sollen in Deutschland mit ihren schon hier lebenden Glaubensbrüdern und -schwestern bald fünfmal am Tag nach Mekka beten und dieses Land in ihre Islam-Kolonie verwandeln dürfen – mit all den schönen Bereicherungen die dazu gehören und wir in den letzten Jahren haben kennen lernen dürfen.

Natürlich war all das – Köln, Freiburg, Kandel – erst der Anfang vom Anfang vom großen Reinemachen mit uns Ungläubigen. Mit den aktuellen Worten eines 17-jährigen kurdischen Ladendiebs an Polizisten in Jena: „Ihr scheiß Deutschen werdet noch sehen!“

„Seien sie einfach froh, dass sie frei ihre Meinung sagen dürfen“, warf Angela Merkel 2013 einem Bürger entgegen, der bei einer Wahlkampfveranstaltung in Aschaffenburg „Lügner“ gerufen hatte. In der DDR wäre der Mann im Stasigefängnis gelandet. Bald auch bald uns?

Compact-Magazin Februar 2018 Stasi 2.0

Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

 

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