Heute Morgen hat die Berliner Polizei mit 30 Beamten und einer SEK-Einheit erneut eine Razzia gegen einen kriminellen Araber-Clan durchgeführt. Durchsucht wurden Medienberichten zufolge zwei Objekte im Bezirk Neukölln – ein Ladengeschäft in der Fuldastraße und eine Wohnung in der Karl-Marx-Straße.

    Die Aktion kurz vor sechs Uhr richtete sich gegen Mitglieder der berüchtigten libanesischen Großfamilie C., denen Verstöße gegen das Waffengesetz vorgeworfen wird. Laut Polizeiangaben hatte die Razzia nichts mit einem Fall vom Anfang dieser Woche zu tun: Zwei Mitglieder des Clans wurden in Britz aus einem fahrenden Auto heraus niedergeschossen. Bereits in der letzten Woche war ein Großaufgebot der Polizei in Berlin gegen Angehörige der libanesisch-türkischen Familie R. ausgerückt. COMPACT berichtete darüber. Mit weiteren Razzien sei zu rechnen, hieß es aus Sicherheitskreisen.

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    Die Clan-Kriminalität in Deutschlands Hauptstadt bereitet den Behörden schon seit geraumer Zeit Kopfzerbrechen. Im Juli berichtete die Berliner Zeitung über das erschreckende Ausmaß der Organisierten Kriminalität (OK) in diesem Bereich. In dem Artikel hieß es:

    Die OK gehört in den Bezirken seit vielen Jahren zur Tagesordnung. Araber, Türken sowie Afrikaner agieren vorrangig im Westen der Stadt. Sie meiden den Osten, weil er ihrer Meinung nach fremdenfeindlich ist. Das stört Russen, Osteuropäer und Asiaten weniger, sagen Ermittler. Einige arabische Clans wohnen in Neukölln und haben dort bestimmte Straßen unter sich aufgeteilt. Die Familienmitglieder verlassen ihren Kiez nur dann, wenn es sein muss, sagen Fahnder. Das Problem ist aber nicht auf Berlin beschränkt. Auch im Ruhrgebiet, in Niedersachsen und Bremen sind die Clans aktiv.

    Einen besonderen Schutz bieten den ausländischen Kriminellen die abgeschotteten Familienstrukturen und weit verzweigten Vernetzungen. Der frühere Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) sagte dazu einmal: „Sie können da keinen Fremden einschleusen. Zeugen werden ganz schnell mundtot gemacht, mit Gewalt, mit Bedrohungen. Wenn heute acht Leute verhaftet worden sind, heißt das noch lange nicht, dass es auch zu acht Verurteilungen kommt. Geld spielt da überhaupt gar keine Rolle und diese Familien beschäftigen für gewöhnlich die besten Anwaltskanzleien der Stadt.“

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    Besonders erschreckend ist, dass die Clans inzwischen sogar schon beginnen, die Berliner Polizei zu unterwandern. COMPACT hatte dies bereits in Ausgabe 12/2017 zum Titelthema („Gangster in Uniform“) gemacht. Zuvor war ein anonymer Brief eines Insiders an Polizeipräsident Klaus Kandt aufgetaucht, der die unfassbaren Zustände dokumentierte. „Bewerber aus diesen Großfamilien werden – trotz Strafakte – in der Polizei angenommen“, hieß es in dem Schreiben, dessen Verfasser nach eigenen Angaben ein langjähriger Angehöriger des Landeskriminalamtes ist.

    Weiter schrieb der Polizei-Insider: „Wenn Frauen als Vorgesetzte nicht mehr akzeptiert werden, weil sie Frauen sind, wenn Auszubildende sich beim Dienstschwimmen verweigern, weil in dem Becken vorher eine ‚Unreine’ geschwommen sein könnte, dann hören die Toleranz und Willkommenskultur und ‚Multikulti’ auf!“ Das bittere Fazit des LKA-Mannes: „Hier steht zweifelsohne bereits im Raum, dass diese Unterwanderung der arabischen Großfamilien bereits begonnen hat.“ Nach Angaben des Brandbriefes sei dies mit Wissen der Behördenführung erfolgt. Aufschlussreich ist auch das in COMPACT 12/2017 abgedruckte Interview mit einer Polizistin, die solche unhaltbaren Zustände bestätigte.

    So wichtig die Schläge der Berliner Polizei gegen die grassierende Clan-Kriminalität auch sind – sie muss aufpassen, dass ihre eigenen Reihen sauber bleiben. Wenn das Vertrauen in die Ordnungshüter schwindet und nicht mehr klar ist, auf welcher Seite des Gesetzes mancher Beamte steht, beschädigt dies das Bild der „Freunde und Helfer“ nachhaltig.

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