Nach der Beschimpfung des Fußballers Özils mit einem maximalen Hate-Speech-Begriff öffnet sich noch eine weitere, wesentlich tieferreichendere, Rassismus-Ebene innerhalb der Sozialdemokraten. Die Hagener SPD lehnte 55 Mitgliedsanträge ab. Grund: Die meisten Antragsteller haben Migrationshintergrund.

    Eigentlich können die menschenfeindlichen, in der Wählergunst abgestürzten Hartz-IV-Sozialdemokraten es sich kaum leisten, neue Mitglieder abzulehnen. Dennoch hat die Hagener SPD jetzt genau dies getan.

    55 Anträge wurden mit einem Schlag vom Tisch gefegt. Geschäftsführer Claus Homm vertraute dem WDR am Donnerstag die Gründe an: In den Anträgen geben es „Auffälligkeiten” und „Ungereimtheiten”, raunte er. Schlimmer noch: Vielleicht seien sogar Unterschriften gefälscht worden.

    Aber warum sollte jemand dies tun? Was hat die SPD denn Großartiges zu bieten, dass sich sogar Urkundenfälschung lohnte? Vielleicht ist der wahre Grund ganz woanders zu finden? Zum Beispiel darin, dass die Anträge aus dem Hagener Stadtteil Wehringhausen stammen – und zwar von Bürgern mit Migrationshintergrund.

    In Wehringhausen herrscht eine hohe Kriminalitätsrate. Ein türkisches Parteimitglied appellierte daraufhin an die Bürger, selbst aktiv zu werden, um die Lebensqualität ihres Stadtteils zu verbessern. Dieser Aufforderung sind immerhin 55 Bürger, die meisten mit Migrationshintergrund, nachgekommen, beantragten Mitgliedschaft – und wurden abgewiesen!

    Nochmal zum Mitschreiben: Von einem SPD-Mitglied animiert, wollen gut integrierte Migranten helfen, ihren Bezirk von Kriminalität zu säubern. Aber die SPD lehnt ihre Anträge ab. Klingt absurd, oder? Aber weshalb verzichtet sie auf freiwillige Hilfe?

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    Ganz einfach: Laut WDR 1 fürchten altgediente Partei-Mitglieder einen „zu großen Migranten-Anteil in der Ortspartei.“ Für den türkischen SPD-Mann, der die Aktion ins Leben rief und der seit 1986 in Hagen lebt, „grenzt das an Rassismus in der eigenen Partei“. Man wird ihm da kaum widersprechen können… Die AfD nimmt übrigens gut integrierte Migranten in ihre Partei auf.

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